TAT IN EBERMANNSTADT
Fall Cornelia S.: Anklage fordert lebenslange Haft
Der 54-jährigen Cornelia S. droht eine lange Haftstrafe. War es heimtückischer Mord oder Totschlag? Das Landgericht Bamberg fällt am Freitag das Urteil.
Der 54-jährigen Cornelia S. droht eine lange Haftstrafe. War es heimtückischer Mord oder Totschlag? Das Landgericht Bamberg fällt am Freitag das Urteil.
Barbara Herbst
Stephan Großmann von Stephan Großmann Fränkischer Tag
Ebermannstadt – Der Ebermannstadter Mordprozess neigt sich dem Ende, nun haben Anklage und Staatsanwaltschaft ihre Plädoyers gehalten. So geht es nun weiter.

Cornelia S. muss mit einer langen Gefängnisstrafe rechnen. Die 54-Jährige soll im Juli 2021 ihren früheren Schwiegersohn mit mehreren Messerstichen getötet haben. Staatsanwaltschaft und Nebenklage plädierten am Donnerstag (7. April) vor dem Bamberger Landgericht darauf, sie wegen Mordes mit Heimtücke zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe zu verurteilen, dies teilte das Landgericht Bamberg mit.

Verteidigung fordert maximal acht Jahre Haft

Die Eltern des Getöteten forderten als Nebenkläger im Gegensatz zur Staatsanwaltschaft, die besondere Schwere der Schuld festzustellen. Der Verteidiger der Angeklagten bewertete die Tat dagegen als Totschlag und beantragte eine Freiheitsstrafe von nicht mehr als acht Jahren sowie die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt.

Laut Anklage kam der 32-jährige Hannes Z. am 17. Juli 2021 zu seiner geschiedenen Ehefrau – der Tochter der Angeklagten – nach Ebermannstadt, um erstmals alleine Zeit mit der gemeinsamen Tochter zu verbringen. Die 54-Jährige soll ihm in den Oberkörper gestochen haben, ihn zu einer Kreuzung verfolgt und ihm dort weitere Stiche zugefügt haben. Trotz der Versorgung durch Ersthelfer ist das Opfer noch am Tatort seinen Verletzungen erlegen.

Das Urteil wird am Freitag erwartet.

Lesen Sie hier alles über den Mordprozess:

Lesen Sie mehr zu folgenden Themen:
Inhalt teilen

Oder kopieren Sie den Link: