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Das bietet das Programm
Afrika-Kulturtage in Forchheim 2025: Das erwartet Besucher
Buntes Treiben herrscht an den Afrika-Kulturtagen.Forchheim & Fränkische Schweiz
Buntes Treiben herrscht an den Afrika-Kulturtagen. // fra-press/Archiv
Signet des Fränkischen Tags von Jörg Kubas
Forchheim – Die Afrika-Kulturtage in Forchheim wollen eine Brücke zwischen den Kontinenten schlagen. Das Festival vereint Musikstile und Geschichten aus ganz Afrika.

Wenn im Juli die Kaiserpfalz Forchheim ihr historisches Gesicht ablegt und sich in einen bunten, pulsierenden Basar verwandelt, ist es wieder so weit: Die Afrika-Kulturtage stehen vor der Tür. Vom 4. bis 6. Juli lädt das Festival – organisiert vom Pfalzmuseum Forchheim mit Unterstützung des Jungen Theaters Forchheim – dazu ein, die Vielfalt des afrikanischen Kontinents mit allen Sinnen zu erleben.

Afrika-Kulturtage in Forchheim 2025: Das ist geboten

Das Besondere dieses Festivals liegt nicht allein in der Musik, dem Tanz oder den kulinarischen Genüssen, es sind die Begegnungen, die den Zauber ausmachen. „Dieses Festival ist wie eine Brücke zwischen den Kulturen, Afrika mit seinen Facetten näherzubringen. Hier kommen Menschen ins Gespräch, die sich sonst vielleicht nie begegnet wären. Ein Fest der Begegnung und des Miteinanders, das ist das Schönste an diesem Festival“, bringt es Christina König, stellvertretende Museumsleiterin, auf den Punkt.

Mehr als ein Musik- und Kunstfestival

Die Afrika-Kulturtage sind weit mehr als ein Musik- und Kunstfestival. So sieht es auch Martin Borowski, künstlerischer Leiter vom Jungen Theater Forchheim. „Mir ist es wichtig, die positiven Vibes und die Vielfalt der afrikanischen Musik den Menschen näherzubringen. Aus diesem Grund laden wir jedes Jahr unterschiedliche Bands ein, die auch für unterschiedliche Genres und die unterschiedlichen afrikanischen musikalischen Elemente stehen. Was sie eint, ist die unglaublich positive Lebenseinstellung, trotz aller schwierigen Lebensumstände und Widrigkeiten in ihrer Heimat.“

Die Sosolya Undugu Dance Academy ist eine Tanzgruppe aus Uganda, die sich für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche einsetzt.Forchheim & Fränkische Schweiz
Die Sosolya Undugu Dance Academy ist eine Tanzgruppe aus Uganda, die sich für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche einsetzt. // Jörg Kubas

Die Band Tribubu stehe genau für diese Positivität. „Sie wollen die Menschen zum Tanzen bringen und mit ihnen feiern. Sie verbinden unterschiedliche musikalischen Stile der World Music, im Mittelpunkt steht aber die Musik der Elfenbeinküste“, zeigt sich Borowski begeistert. „Wir erleben jedes Jahr, wie groß die Neugier und Offenheit der Forchheimer ist. Es ist schön zu sehen, wie Kinder und Erwachsene gemeinsam trommeln, tanzen und lachen – das verbindet über alle Grenzen hinweg“, ergänzt Borowski.

Tribubu bei den Afrika-Kulturtagen Forchheim

Höhepunkt der Afrika-Kulturtage Forchheim soll das große Abendkonzert am Samstag, 5. Juli, um 20 Uhr werden: Die Band Tribubu ist eine Weltmusikband mit einer innovativen Rumba-Afro-Folk-Fusion. Die Bandmitglieder aus Spanien, England und der Elfenbeinküste fesseln laut Ankündigung das Publikum mit einer Show voller Rhythmus und Leidenschaft für die Musik. Der Bandname ist zusammengesetzt aus dem spanischen „Tribu“ (Stamm) und „sababou“, was im afrikanischen Bambara so viel bedeutet wie „Wegen dir bin ich hier“.

Das Herzstück des Festivals ist die Musik: Rhythmen, Stimmen und der Zauber traditioneller Instrumente erfüllen die Straßen rund um die Kaiserpfalz. Neben Tribubu tritt die simbabwische Musikerin Mary Anibal auf. Sie verbindet traditionelle Klänge mit Folk und erzählt von Identität, Herkunft und kulturellem Wandel. Auch der preisgekrönte Geschichtenerzähler Tormenta Jobarteh will mit Weisheiten und den Klängen seiner Kora verzaubern. Insgesamt präsentieren sich an diesem ersten Juli-Wochenende mehr als zehn Künstler auf dem Podium im Pfalzgraben und auf der Bühne Sattlertorstraße.

Trommel- und Musikworkshops

Wer selbst aktiv werden möchte, kann bei Trommel- und Musikworkshops mitmachen. Die „École de Tam Tam“ aus Erlangen bringt die Energie westafrikanischer Trommelkunst nach Forchheim. „Man muss die Trommel nicht beherrschen – man muss sie fühlen“, erklärten begeisterte Teilnehmer in den letzten Jahren. Kunsthandwerk, Mode und kulinarische Spezialitäten laden zum Entdecken und Genießen ein. Händler und Künstler aus verschiedenen afrikanischen Ländern präsentieren ihre Werke. „Hier geht es nicht nur um Produkte, sondern um Geschichten und Lebensfreude“, betonte eine Ausstellerin.

Die Forchheimer Afrika-Kulturtage laden dazu ein, Kultur als lebendigen Dialog zu erleben. Künstler und Besucher begegnen sich, tauschen Geschichten aus und entdecken Gemeinsamkeiten, die über Kontinente hinweg verbinden. Freundschaften können entstehen, Vorurteile abgebaut und neue Perspektiven gewonnen werden. Im Zentrum steht die Idee, dass kulturelle Vielfalt nicht trennt, sondern bereichert – die Afrika-Kulturtage als ein Symbol für Offenheit, Toleranz und das tiefe Bedürfnis nach menschlicher Begegnung in einer globalisierten Welt.

Afrikanischer Basar um die Kaiserpfalz

Ein afrikanischer Basar mit vielen Mitmachaktionen soll während der Kulturtage das Gelände rund um die Kaiserpfalz beleben, mit afrikanischem Kunsthandwerk, Instrumenten und kulinarischen Köstlichkeiten. Für Kinder gibt es afrikanische Märchen, Sandmalen und auch sonst jede Menge zu entdecken (Eintritt fünf Euro).

Das vollständige Programm gibt es unter kaiserpfalz.forchheim.de/de/veranstaltungen/festivals/afrika-kulturtage/afrikanischer-basar-programm.

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