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Hiobsbotschaft zum Annafest
Einsturzgefahr im Kellerwald: hier ist jetzt gesperrt
Der Abenteuerspielplatz erstreckt sich zwischen den oberen und unteren Kellern. Ein kleiner Abschnitt des oberen Teils ist nun vorerst gesperrt.
Der Abenteuerspielplatz erstreckt sich zwischen den oberen und unteren Kellern. Ein kleiner Abschnitt des oberen Teils ist nun vorerst gesperrt. // Bjarne Bahrs
Forchheim – Unpassend zum Annafest: Ein Teil des Kellerwalds muss ab sofort gesperrt werden! Es herrscht eine mögliche Einsturzgefahr. An welchen Stellen es ab sofort kein Durchkommen gibt.

Einen schlechteren Zeitpunkt könnte es für diese Ankündigung eigentlich nicht geben. Schließlich soll in gut zwei Wochen, am 25. Juli, das seit 185 Jahren bestehende Annafest eingeläutet werden. Dennoch lässt sich die Situation jetzt schlecht vermeiden. „Wie die Untersuchung eines geologischen Gutachtens ergeben haben, müssen einige Flächen im Kellerwald gesperrt werden“, erklärt Udo Schönfelder (CSU), Forchheims Zweiter Bürgermeister und „Annafestbürgermeister“, auf der Pressekonferenz zum diesjährigen Volksfest.

Diese Stellen sind im Kellerwald Forchheim gesperrt

Was im ersten Moment erst einmal verheerend klingt, hat in der Realität glücklicherweise keinen zu großen Einfluss auf den diesjährigen Festablauf. Genau gesperrt werden muss ein Teil des Erlebnisspielplatzes zwischen den unteren und oberen Kellern. Hier hat das geologische Urteil eine Gefahrenstelle für einen potenziellen Einsturz festgestellt. Dort liegt nämlich der Stollen des Glockenkellers, welcher als einer von drei Kellerstollen gefährdet ist.

Eine weitere zusätzliche Gefahrenstelle findet sich im Schankbereich des Nürnberg-Tor-Kellers. Auch in dessen Stollen ist die Einsturzgefahr erhöht. „Der Teil, der dort betroffen ist, hält sich glücklicherweise in Grenzen. Voraussichtlich fällt dadurch nur eine Bierbank weg“, erklärt Stadtbauamtsleiter René Franz auf Nachfrage von fraenkischertag.de.

Zuletzt ist auch der Stollen des Stäffala-Kellers betroffen. Auch hier kann man von Glück im Unglück sprechen, denn die gefährlichen Stellen reichen hier nicht bis an die Oberfläche. Somit muss oberhalb des Stollens auch keine Sperrung erfolgen.

Stadt Forchheim wartet auf Untersuchungsergebnis

Während für das Annafest nun die entsprechenden Gefahrstellen abgesperrt werden, wartet die Stadt auf den kompletten Ergebnisbericht der geologischen Untersuchung. Für diese hat die Stadt das LGA Institut für Umweltgeologie und Altlasten aus Nürnberg beauftragt. „Das Institut hat alle Kellerstollen genau unter die Lupe genommen und bereits vorab mitgeteilt, dass diese drei Stollen betroffen sind“, erklärt Franz in der jährlichen Pressekonferenz zum Annafest am Mittwoch.

Im Herbst soll dann das finale Ergebnis der Untersuchungen vorliegen. Diese braucht die Stadt Forchheim auch, damit die künftige Sanierung der Kellerstollen durch den Freistaat Bayern mitfinanziert werden kann. „Der Freistaat hat ein hohes Interesse an den Kellerstollen, vor allem aufgrund der Geschichte“, bekräftigt der Forchheimer Amtsleiter. 

Wie es mit den beiden Gefahrenstellen an der Kellerwaldoberfläche aussieht, wird die Stadt nach dem Annafest entscheiden. „Zum Annafest sind die Stellen abgesperrt, nach dem Fest werden wir dann gucken, wie wir weiter verfahren“, erzählt Franz abschließend.

 

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