Knapp zwei Wochen sind es noch, dann beginnt das Annafest. Ein Höhepunkt für viele Forchheimer, aber auch ein Härtetest für den idyllischen Kellerwald. Ab 21. Juli strömen wieder tausende Besucherinnen und Besucher zum Feiern auf die Keller. Dort wird an einigen Stellen noch gesägt, gehämmert und gespachtelt.
Christian Schuster, Juniorchef der Brauerei Greif und Kellerinhaber, hatte im Frühjahr angekündigt, dass er die Treppe und Zäune des Kellers sanieren wolle. Eigentlich sollte das Ganze bis zur Kellerwalderöffnung fertig sein. „Das war ein sehr ambitioniertes Ziel“, sagt Schuster. Obwohl die Arbeiten im Februar begonnen hätten, habe sich alles nach hinten verschoben.
Neben Treppe und Geländer sei noch eine Halle gesichert worden, da diese drohte, am Hang abzurutschen. Das habe man in diesem Zusammenhang gleich mit erledigt.
Während es zuletzt noch nach Baustelle aussah, wurden die Arbeiten laut Schuster diese Woche fertiggestellt. Der Keller ist also bereit für das Annafest. Nur optisch ist Schuster noch nicht ganz zufrieden: „Das Anpflanzen schaffen wir vor dem Annafest nicht mehr." Was die Sanierung gekostet hat, will er nicht sagen. Die Summe sei aber auf jeden Fall sechsstellig.
Auch beim Hofmanns-Keller sah es diese Woche noch mehr nach Baustelle als nach fertiger Bühne aus. Doch ein bisschen was kann man schon erkennen: Helle Holzbalken schmücken das Dach und die Sandsteinmauer erstrahlt in einem warmen beige.
Hinter der Sandsteinmauer befindet sich eine Betonwand, die für zusätzliche Stabilität sorgt. Es wurde außerdem ein Stromkasten angebracht, damit die Musiker mit ihren Instrumenten auf der Bühne leichter versorgt werden können. Zum Schluss hat die Bühne noch ein neues Geländer bekommen.
Die Sanierung hat die Stadt 116.000 Euro gekostet. Bis zum Annafest soll die Bühne einsatzbereit sein. ,„Wir werden bis zum Start fertig werden“, sagt Timo Sokol, Leiter des Facilitymanagements der Stadt.
Auch für die kleinen Gäste gibt es seit Kurzem eine neue Attraktion im Kellerwald: Ein großer Spielplatz am Hang verbindet jetzt die beiden bisherigen kleinen Spielplätze miteinander.
Eine große, gelbe Rutsche thront oben am Berg, überall sind Kletter- und Balanciermöglichkeiten verteilt. Für weniger Mutige gibt es eine kleine Wellenrutsche. Das neue Spielvergnügen im Kellerwald hat 70.000 Euro gekostet.
Was im Kellerwald als nächstes saniert werden soll, ist noch relativ offen. Möglicherweise könnten laut Udo Schönfelder Glocken- und Eichhorn-Keller infrage kommen. René Franz, Leiter des Stadtbauamts, will sich noch nicht festlegen. Die Entscheidung hänge von der Denkmalbewertung ab.




















