„Da haben wir uns gegen große Städte durchgesetzt“, sagt Thomas Mehl, Inhaber von „Leinen los“ stolz, aber Enzo Pedaci, Vorsitzender des Vereins „Hyzercrew“, schränkt ein: „Ja, aber mit Hamburg haben wir uns geeinigt. Die tragen die Deutsche Discgolf-Meisterschaft nächstes Jahr aus.“ Vom 30. September bis zum 3. Oktober wird die 38. Deutsche Discgolf-Meisterschaft in Gößweinstein auf dem Gelände von „Leinen los“ stattfinden, organisiert vom Nürnberger Verein „Hyzercrew“.
Seit 1970er Jahre: Discgolf kommt aus den USA
Discgolf ist eine eher junge Sportart, die in den 70er Jahren in den USA entwickelt wurde. Auf einem Parcours von meistens 18 Bahnen stehen Fangkörbe aus Metall und einige Meter davor ist eine Abwurfzone markiert. Ziel ist es, ähnlich wie beim Golf mit möglichst wenigen Würfen die Wurfscheibe im Fangkorb zu versenken.
„Beim ersten Wurf trifft man den Fangkorb nicht gleich, denn der ist ja weit weg. Deshalb wirft man in die Richtung und markiert dann die Stelle, wo die Scheibe gelandet ist. Von dort spielt man dann weiter. Wie beim Golf“, erklärt Thomas Mehl.
Bahnen beim Discgolf sind bis zu 345 Meter lang
Die Länge von Bahnen liegt üblicherweise zwischen 40 und 250 Metern, die Regeln sind ähnlich wie beim Golf. Bei der aktuellen Meisterschaft gibt es 18 Bahnen, die Distanz zu den Fangkörben beträgt zwischen 52 und 345 Metern.
„Das Schöne ist, dass Discgolf für jede Generation geeignet ist. Man bewegt sich entspannt in der Natur, hat Spaß und ein gutes Miteinander“, stellt Mehl fest. „Der Parcous hier ist ja traumhaft“, fügt Pedaci hinzu, „das ist eine Mischung aus Wald und offenem Gelände.“
Wie sich Gößweinstein für die Meisterschaft vorbereitet
Zusammen mit seinem Team haben sie den Parcours in den letzten Wochen meisterschaftstauglich gemacht. Die letzte und für das Turnier entscheidende Bahn liegt an einer Stelle auf dem Platz, von dem aus man Gößweinstein und die Basilika sehen kann. „Das macht was aus“, so Pedaci. Er und Simone Gehrer sind die Turnierdirektoren.
Dabei kann man den höchsten anerkannten Titel im Discgolf erreichen. „Alle guten Discgolfer arbeiten darauf hin. Aber nur die Besten dürfen überhaupt mitspielen“, erklärt Enzo Pedaci. Er und Thomas Mehl sind deshalb auch sehr stolz, dass die Meisterschaft in Gößweinstein durchgeführt wird. Mehr als 200 Arbeitsstunden haben die Vereinsmitglieder bereits investiert, um den Parcours und ein interessantes Rahmenprogramm vorzubereiten.
Landkreis Forchheim: Verein vor drei Jahren gegründet
„Es ist schon etwas Besonderes, denn unseren Parcours hier und den Verein gibt es ja erst seit drei Jahren“, berichtet Thomas Mehl und verrät, dass sie schon überlegt hatten, ob eine Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft nicht zu früh sei: „Aber wir sind mutig und gut organisiert. Und das Gelände gibt es her.“
Mehl hat hier auch eine der wenigen Discgolf-Schulen gegründet. Außerdem arbeitet er mit der örtlichen Tankstelle zusammen. Dort können sich Interessierte zu jeder Zeit Scheiben leihen, um dann am Parcours oberhalb vom Freibad zu spielen. Das geht während der Meisterschaft allerdings nicht.
Deutsche Meisterschaft Discgolf: Was Zuschauer wissen müssen
Zuschauer können das Turnier jedoch vom Zuschauerareal aus beobachten.
Am Donnerstag, 28. September, geht es los mit dem Training. Auch am Freitag wird trainiert. Am Abend treffen sich die Spieler im Schützenhaus.
Von Samstag bis Montag werden die Turniere ausgetragen. Am Samstagabend gibt es eine Party für die Spieler, am Sonntag findet ab 18 Uhr das Putting-Contest-Finale statt. Am 3. Oktober beginnen dann um 8 Uhr die Finalrunden. Am Nachmittag finden die Siegerehrungen statt.
Lesen Sie auch:














