Nachdem die Suchthilfeeinrichtung des Deutschen Ordens in die frühere Landvolkshochschule auf Burg Feuerstein umgezogen ist, hat der Orden auch sein „Haus Aufseßtal“ in Doos verkauft. Neue Besitzer sind Melanie und Jens Zweck. Ein junges Ehepaar aus Gößweinstein, das aus der ehemaligen Suchthilfeeinrichtung ein Hostel mit Biergarten machen will. Der Name: „Zeitinsel Doos“.
Hotels Fränkische Schweiz: neues Hostel mit Biergarten eröffnet
Den Biergarten haben sie bereits an Pfingsten wiedereröffnet, der Umbau des großen Gebäudes zum Hostel wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Wie Jens Zweck, der Betriebsleiter des Getränkegroßhandels Sagasser in Forchheim ist, sagt, war für ihn und seine Frau ausschlaggebend für den Erwerb des riesigen Areals mit insgesamt 20.000 Quadratmetern (inklusive Wald) der „herrliche Fleck Erde“.
„Es ist eine Traumlage, in die wir uns sofort verliebt haben“, ergänzt Melanie Zweck, die die Geschäfte führt. „Zeitinsel Doos“ haben die Zwecks ihr neues Domizil deshalb getauft, weil es die Gäste zum Entspannen und Entschleunigen einladen soll, die hier gerne ihre Freizeit verbringen.
Ehemaliger „Gasthof Heinlein“
Das Haus war schon immer ein Gasthaus und seine Geschichte reicht bis ins Jahr 1678 zurück, als in Doos erstmals die Familie Heinlein genannt wird. 1829 wurde der linke Teil des Hauses angebaut und hieß vor dem Einzug des Deutschen Ordens „Gasthof Heinlein“.
Dass die Zwecks zu dem Objekt kamen, war mehr oder weniger Zufall. Denn der Heimleiter der Suchthilfeeinrichtung, Ricardo Kühne, ging mit Melanie Zweck, einer früheren Tüchersfelderin, in eine Schulklasse. „Von ihm haben wir erfahren, dass das Anwesen zum Verkauf steht“, berichtet Jens Zweck. Wie Melanie Zweck sagt, sei es genau die richtige Entscheidung. Auch könne die einstige Badplanerin mit der Renovierung des Hauses ihre Kreativität und ihr handwerkliches Geschick voll entfalten.
Fränkische Schweiz: Hostel eröffnet nächstes Jahr
Auch wenn der Biergarten mit seinen 90 Sitzplätzen schon geöffnet und der Speisesaal mit 80 Plätzen neu eingerichtet ist, gibt es noch jede Menge zu tun. Denn spätestens nächstes Jahr wollen die Zwecks auch das Hostel mit acht Doppelzimmern, einem Einzelzimmer und zwei Ferienwohnungen für bis zu sechs Personen eröffnen.
Bei der Renovierung und Neueinrichtung der Räume hilft die ganze Familie mit. Das sind neben den beiden Töchtern Anna und Lena auch Jens Zwecks Schwiegermutter und sein Vater, Tante und Onkel. Sie helfen aber nicht nur beim Renovieren, sondern auch bei der Bewirtung der Gäste. „Unsere Oma macht den besten Gerupften, der in Oberbayern Obatza heißt, den besten Wurstsalat und den besten Zieberklaskäse“, schwärmt Melanie Zweck.
Bier von der Brauerei Rittmayer aus Hallerndorf
Die Zwecks setzten auf Waren aus der Region. So kommen die Wurstwaren für die Brotzeiten von der Unterailsfelder Metzgerei Haas, ebenso stammt das Holzofenbrot aus Unterailsfeld, das Bier von der Brauerei Rittmayer aus Hallerndorf. Alkohol gab es in der Klause und im Biergarten der Suchthilfeeinrichtung übrigens nicht. Die Kuchen werden selbst gebacken und außerdem wird es auch vegetarisches und veganes Essen geben. Mit warmer Küche will man vorerst noch nicht anfangen, aber eine Currywurst sei schon denkbar, so Melanie Zweck. Auch der Saal kann schon für Feiern jeglicher Art gemietet werden.
Kajaks, Wanderwege und Höhlen: Doos hat viel zu bieten
Doos ist immer schon von Besuchern gut frequentiert. Gleich gegenüber liegt eine Kajak-Anlegestelle, Wanderwege im Aufseßtal und Wiesenttal führen durch das Grundstück und eine Mountainbikestrecke unmittelbar vorbei. Auch Kletterfelsen sind in der Nähe, und die viel besuchte Riesenburg, eine Versturzhöhle, ist nicht weit weg.
Die Aufseß fließt direkt durch das Grundstück, und ein Anziehungspunkt ist auch der kleine Dooser Wasserfall. Hier kann sich die junge Wirtin auch eine Art Strand vorstellen, an dem dann junge Leute feiern können. Übrig geblieben ist gegenüberliegend auch der Barfußweg, eine besondere Attraktion für Kinder.
Vorläufige Öffnungszeiten des Biergartens: Donnerstag und Freitag von 14 bis 22 Uhr, Samstag und Sonntag ab 12 Uhr. Die Küche ist bis 20 Uhr geöffnet.

















