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Genuss
Markt mit regionalen Schätzen in Ebermannstadt
Kräuterfee Carola Kubik stellt Kräutersalze, Dips und Kräuteröle her.Forchheim & Fränkische Schweiz
Kräuterfee Carola Kubik stellt Kräutersalze, Dips und Kräuteröle her. // Carmen Schwind
Signet des Fränkischen Tags von Carmen Schwind
Ebermannstadt – Am 3. September stehen regionale Erzeuger, die auf Nachhaltigkeit und Erhalt der Kulturlandschaft setzen, im Rampenlicht. Der Markt der Naturparkhöfe zeigt die Tradition der lokalen Produzenten.

„Ich hatte mir immer vorgestellt, dass man ein großer Hof sein müsste, um Naturparkhof zu werden“, verrät Kräuterfee Carola Kubik aus Ortspitz bei Leutenbach. Doch sie wurde eines Besseren belehrt. Rangerin Christine Berner vom Naturpark Fränkische Schweiz–Frankenjura erklärte ihr, dass sie ja aus dem, was sie in der Natur finde, regionale und einzigartige Produkte herstelle.

Die Kräuterfee bietet allerlei von Wald

„Ich habe erfahren, dass es sich um Betriebe handelt, die nachhaltig wirtschaften und damit auch unsere wunderschöne Kulturlandschaft erhalten. Das können große Betriebe, aber auch kleine wie ich sein. Deshalb mache ich da mit“, fügt Kubik hinzu und zeigt ihren Kräutergarten und den nahen Wald, in dem sie die Basis für ihre Kräutersalze, Dips, Essige oder Öle findet. In Kursen bringt sie den Menschen auch Wald und Natur ein Stück näher.

Am 3. September, ab 10 Uhr, wird die Kräuterfee beim Naturparkhöfemarkt am Rathaus von Ebermannstadt ihre Produkte präsentieren. Es gibt sogar ein eigenes Naturparksalz, das sie gemeinsam mit den Rangern entwickelt hat: „Das enthält Kräuter aus dem Wald und von den Wiesen hier aus der Region. Was halt die Gegend hier ausmacht.“ Mittlerweile mischt sie solche individuellen Salze auch für Hochzeiten oder andere Feiern. „Ein solches Salz, das ich für eine Hochzeit mit dem Brautpaar entwickelt habe, habe ich auch ins Sortiment aufgenommen, weil die Gäste danach immer wieder bei mir anfragten“, erzählt sie und verrät auch noch, dass es bald ein Landfrauen-Power-Salz geben wird.

Hopfen in jeder Genussform

Susanne Pingold aus Liling bei Gräfenberg ist gemeinsam mit ihrem Mann Claudio Inhaberin des Genusshofes Pingold. Sie wurde von Corinna Brauer von der Integrierten ländlichen Entwicklung „Fränkische Schweiz Aktiv“ angesprochen. Sie erkannte, dass ihre Familie das Konzept der Naturparkhöfe, die Landschaft zu erhalten und die Balance zu schaffen zwischen Bewahren und Erneuern, zwischen Tradition und Zukunft, schon lange lebt.

Auch die Familie Pingold macht bei der Hofladen-Tour mit.
Auch die Familie Pingold macht bei der Hofladen-Tour mit. // Carmen Schwind

„Wir sind hier im Hopfenanbaugebiet, bauen auf 13,5 Hektar Hopfen an und gehören zur Hallertau“, erklärt Pingold. Kein Wunder, dass bei ihren Produkten im Hofladen Hopfen eine große Rolle spielt: Hopfengelee, Apfel-Hopfenaufstrich, Hopfensirup, Hopfenessig, Hopfenchutney oder Hopfensenf werden hier angeboten. „Die Leute sollen merken, dass Hopfen nicht nur wie Bier schmeckt“, so Susanne Pingold.

Bei Lilling wird Hopfen angebaut.Forchheim & Fränkische Schweiz
Bei Lilling wird Hopfen angebaut. // Carmen Schwind

Heuer beginnt die Hopfenernte etwas später, sodass Pingold am Naturparkhöfemarkt wohl noch keine frischen Hopfenpralinen anbieten kann. Anfang September bietet sie auch Hopfen zum Dekorieren an. Die Pingolds verarbeiten aber auch Obst aus dem eigenen Obstgarten und stellen eigene Brände her. Am Genusshof können Gäste in Ferienwohnungen oder auf Wohnmobil-Stellplätzen übernachten.

Schnäpse, Liköre und Holzofenbrot

Rositta Erlwein von Preuschens Hof in Hundsboden hatte vom Konzept der Naturparkhöfe gelesen und sich dafür begeistert. Am Naturparkhöfemarkt wird sie ebenfalls teilnehmen und Obst von den eigenen Streuobstwiesen, selbstgemachte Schnäpse und Liköre und vielleicht auch frisches Holzofenbrot anbieten. „Außerdem gibt es unseren Charlemagner Rosé. Den kennen viele noch gar nicht“, fügt sie hinzu.

Ob Likör oder Spirituosen: Edelbrände gelten als absolute Spezialität der Region.Forchheim & Fränkische Schweiz
Ob Likör oder Spirituosen: Edelbrände gelten als absolute Spezialität der Region. // Erlwein
Der Hof der Familie Erlwein in HundsbodenForchheim & Fränkische Schweiz
Der Hof der Familie Erlwein in Hundsboden // Erlwein

Einmal im Monat backt Erlwein Brot, das aber vorbestellt werden sollte, denn die Nachfrage ist groß. „Besonders das Vollkornbrot ist total beliebt“, verrät Rositta Erlwein. Preuschens Edelbrandbrennerei entstand 1968 aus einer „Schnapsidee“ heraus, denn ihre Eltern suchten für die Landwirtschaft nach einem zweiten Standbein. Auch hier gibt es Ferienwohnungen und Platz, um Veranstaltungen durchzuführen. Im letzten Jahr waren zum Beispiel Sebastian Reich und sein Nilpferd Amanda zu Besuch.

„Vor Kurzem hatten die Gäste für eine Geburtstagsfeier eine mexikanische Band und eine Bauchtänzerin gebucht“, erzählt Rositta Erlwein und lacht. Am Markt wird sie aber nur eigene Produkte anbieten.

Weitere Anbieter

 

Aus dem Landkreis Forchheim wird es auch Produkte vom Obsthof Schmidt aus Ermreuth, vom Biohof Richter aus Pretzfeld, vom Biohof Beyer aus Wiesenttal, vom Dorfladen Herzogwind, vom Zebuhof Gath aus Weilersbach, vom Biohof Schmidt aus Mittelehrenbach, von der Brennerei Hack aus Pinzberg und handwerkliche Vorführungen vom Schmied Hubert Hunstein aus Wiesenttal geben.

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