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Königsbad Forchheim
Auf welche Attraktionen Besucher hoffen dürfen
In Forchheim gibt es Überlegungen, das Forchheimer Mehrgenerationenbad gerade für Familien mit Kindern noch attraktiver zu machen.Forchheim & Fränkische Schweiz
In Forchheim gibt es Überlegungen, das Forchheimer Mehrgenerationenbad gerade für Familien mit Kindern noch attraktiver zu machen. // Barbara Herbst/Archiv
Forchheim – Marode Leitungen, durchnässte Wände: Das Forchheimer Bad muss dringend saniert werden. Im Zuge dessen wird über zusätzliche Investitionen nachgedacht.

Schwimmen, schwitzen, rutschen: Ab Mittwoch können Königsbad-Besucherinnen und Besucher endlich wieder saunieren. Übernächstes Wochenende öffnen in Forchheim auch die Kinderbecken im Hallenbad für Familien und ihre Kleinen. Zudem ist es ab Samstag, 10. Juli, für Badegäste wieder möglich, die beiden Wasserrutschen hinabzusausen.

Mit den Öffnungen kommt erneut Leben auch ins Innere des Forchheimer Mehrgenerationenbades. Doch nach den Corona-Einschränkungen steht dem Schwimmbad die nächste Mammutaufgabe bevor: Die Sanierung des Königsbades soll nach der diesjährigen Sommersaison ab Herbst beginnen.

Sondersitzung für die Badsanierung

Marode Rohrleitungen müssen erneuert, durchnässte Wände saniert, Fliesen und Parkett neu verlegt werden. Die geschätzten Kosten liegen bei über 1,2 Millionen Euro. Der Streit, wer die Baumängelbehebung im Königsbad zahlen muss, beschäftigt die Stadt noch immer.

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Die zuständigen Architekten trafen sich vor kurzem im Königsbad zu einem „Abschlussgespräch“, erklärt der städtische Bäderchef Walter Mirschberger. Deren Gutachten für die Sanierung sollen dem Stadtrat möglichst bald in einer Königsbad-Sondersitzung vorgelegt werden. „Dafür müssen wir uns Zeit nehmen, um intensiv darüber zu diskutieren“, sagt Mirschberger.

Erst danach wird deutlich, welche Auswirkungen die mehrere Monate dauernden Bauarbeiten für die Königsbad-Nutzer haben werden.

Königsbad: 430.000 Gäste pro Jahr

Der Bäderchef präsentierte dem Stadtrat vorab das beauftragte Wirtschaftlichkeitsgutachten für das Freizeitbad mit Sportbecken, Familien-, Freibad, Saunalandschaft und Gastronomie. Daraus resultierte nun ein umfangreiches Entwicklungskonzept für das Königsbad und in die bevorstehende Sanierung mit einfließen soll.

„Es gibt viele positive Aspekte, aber wir sehen Möglichkeiten, mit vergleichsweise wenig Investitionen, das Bad noch attraktiver zu machen“, stellt Klaus Batz von der Nürnberger Kommunalberatungsfirma Con.pro GmbH fest.

Das Königsbad wurde im Mai 2010 eröffnet, mit rund 430 000 Gästen jährlich werde das Mehrgenerationenbad gut angenommen und biete allen Zielgruppen ein ansprechendes Angebot.

Königsbad sei zu nüchtern gestaltet

Allerdings wirke die Gestaltung des Königsbades wie zum Beispiel der Eingangshalle zu nüchtern und steril. Zudem fehle es an wirklichen Attraktionen für Kinder und Jugendliche und auch die Saunalandschaft hinke dem Stand der Zeit hinterher.

Einige Vorschläge: Für das Familienbad könnte innen ein Kinder-Wasserspielplatz und außen ein sogenannter Spray-Park mit Wassersprühern eingerichtet werden. Für Jugendliche sei ein flexibler, auf- und abbaubarer „Aqua-Ninja“-Parcours, auf dem junge Badegäste über dem Wasser klettern können, denkbar.

Am umfassendsten müsse seiner Meinung nach aber die Saunalandschaft modernisiert, erweitert und verschönert werden.

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Zweiter Bürgermeister Udo Schönfelder (CSU) äußerte im Stadtrat Vorbehalte, dass aus dem Königsbad kein „Spaßbad“ werden dürfe. „Wenn der Preis für mehr Attraktionen wäre, dass dadurch mehr externe Besucher kommen und das zu Lasten der normalen Schwimmtätigkeit geht, habe ich Bedenken“, sagt Schönfelder. „Beim Bau des Königsbades wurden große Fehler gemacht, so dass bereits nach zehn Jahren Teilsanierungen anstehen. Wir sollten jetzt beim Budget nicht an die Untergrenze gehen. Wenn man etwas Tolles baut, dann kommen die Besucher auch“, meint JB-Stadtrat Philipp Blümlein.

Entscheidungen, ob und wie das Königsbad weiterentwickelt wird, sind noch nicht gefallen. Ebenso wenig ist die Frage geklärt, ob mit etwaigen Angebotsverbesserungen auch die Eintrittspreise des Königsbades steigen.

Mögliche Kosten bis zu 2,5 Millionen

Batz kalkuliert, dass mit Investitionen von 1,5 bis 2,5 Millionen das Angebot und die Aufenthaltsqualität im Forchheimer Bad deutlich verbessert werden könnte – ohne großen baulichen Aufwand.

Wenn das Königsbad durch Verbesserungen noch ansprechender für Familien mit Kindern und für Jugendliche wird und das Image als Mehrgenerationenbad in Forchheim gestärkt wird, könnten mehr Gäste angelockt sowie Umsätze gesteigert werden, lautet das Fazit des Schwimmbad-Experten.

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