Die Osterfeiertage gehören wohl alljährlich zu den Besucher-reichsten Tagen in der Fränkischen Schweiz. Schließlich locken besonders jetzt zum Frühling Kirschblüte und Osterbrunnen zum Verweilen nach Franken ein. Entsprechend sind besonders in dieser Jahreszeit die Parkplätze rund um jede erdenkliche Attraktion im östlichen Landkreis bis auf den letzten Platz gefüllt. Wir haben die Besucherwellen an diesem Ostersonntag in Forchheim und der Fränkischen Schweiz zusammengefasst.
Bieberbach: Hunderte Besucher am größten Osterbrunnen der Welt
Touristen- und Besucherhotspot ist auch in der diesjährigen Ostersaison eindeutig der Osterbrunnen im Egloffsteiner Ortsteil Bieberbach. Der als weltgrößter Osterbrunnen bekannte Brunnen zieht auch heuer wieder hunderte Besucher in den ansonsten nur rund 300 Einwohner starken Ortsteil. Dafür kommen die Leute auch von ganz schön weit her. Schließlich werden inzwischen ganze Busreise organisiert, um den Bieberbacher Osterbrunnen, sowie die weiteren umliegenden bunt geschmückten Osterbrunnen zu betrachten.
Die Osterbrunnen, die ihren Ursprung in der Region haben, ziehen dabei nicht nur Tagesausflügler an. Sie erfreuen sich auch großer überregionaler Beliebtheit, so Matthias Helldörfer, Leiter der Tourismuszentrale Fränkische Schweiz. Der Einzugsradius sei groß, viele Besucher würden beispielsweise aus den angrenzenden Bundesländern kommen, um die Brunnen zu bestaunen.
Aufgrund der vielen Besucher ist auch der Verkehr nicht wenig in Bieberbach beeinträchtigt. Dennoch läuft es hier dem Anschein nach um einiges ruhiger. Für die hohe Anzahl an Besuchern hat der Ortsteil genügend Parkflächen ausgewiesen. In anderen Teilen der Fränkischen sieht es aber anders aus.
Pretzfeld: Kirschblütenhype sorgt für Verkehrschaos
Wer sich statt für Osterbrunnen eher für die fränkische Kirsche interessiert, den hat es wohl eher in Richtung Pretzfeld zum bekannten Kirschenweg verschlagen. Der bekannte Wanderweg ist besonders zur Kirschblütenzeit ein sehr beliebtes Ziel für Besucher der Region. Auch der anliegende Pretzfelder Keller ist ein beliebtes Ziel, besonders nach den Wanderungen.
Entsprechend viel Parkfläche braucht es angrenzend an den Kirschenweg und Keller, doch der Platz ist begrenzt. Doch wo ein Wille ist, ist bekanntlich auch ein Weg, weshalb viele der Besucher es sich nicht entgehen lassen, ihr Auto unrechtmäßig in Richtung der beiden Touristenhotspots abzustellen. Und auch heuer lassen sich viele Wanderer und Besucher am Straßenrand der Staatsstraße zwischen Pretzfeld und Ebermannstadt oder auf einer landwirtschaftlichen Fläche nieder. Dabei herrscht dort eigentlich Parkverbot.
Polizei Ebermannstadt muss hart durchgreifen
Wenig verwunderlich ist es also, neben jeder Menge Touristen auch die heimische Polizei am Ortsausgang von Pretzfeld zu treffen. Die musste nämlich an diesem Ostersonntag mehrmals hart durchgreifen und Falschparker entsprechend verwarnen. „Mehr als 50 Strafzettel mussten die Kollegen allein in Pretzfeld heute ausstellen“, berichtet ein Sprecher der Polizeiinspektion Ebermannstadt auf Nachfrage der FT-Redaktion. Auf Beschwerde der Anwohner wurde hier ausgerückt und entsprechend durchgegriffen. „Da kommt es immer wieder vor, dass Besucher rücksichtslos parken, wo sie es einfach nicht dürfen“, so der Polizeisprecher weiter.
Auch aus Sicht der Polizei müsste es nicht so sein, schließlich ist Pretzfeld sehr gut an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen. Mit der Bahn von Forchheim aus ließe sich auch der Pretzfelder Keller und der Kirschenweg fußläufig erreichen. Den gleichen Tipp gibt auch die Tourismuszentrale Fränkische Schweiz. Besucher könnten zum Beispiel schon in Forchheim oder Ebermannstadt parken und mit dem Zug nach Pretzfeld fahren.














