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Bauchredner Reich
Wo war noch mal Rüssenbach?
Gabriele Fant bei der Sonderprüfung.Forchheim & Fränkische Schweiz
Gabriele Fant bei der Sonderprüfung. // Carmen Schwind
Signet des Fränkischen Tags von Carmen Schwind
Ebermannstadt – In Ebermannstadt hat Bauchredner Sebastian Reich seinen Auftritt mit Gabriele Fant und Nilpferd Amanda. Teil des Programms ist auch ein Ortsteil von Ebermannstadt.

Schnell füllt sich die Halle in Ebermannstadt vor dem Auftritt von Bauchredner Sebastian Reich und seinem Nilpferd Amanda. „Wir sind Riesenfans und freuen uns sehr auf den Auftritt“, verrät Julia Helms und ihr Mann Joachim nickt zustimmend.

Und auch Norbert Schleicher vom Sportverein aus Ebermannstadt kontrolliert, ob alles passt: „Es ist ja so schön, dass solche Veranstaltungen wieder möglich sind.“ Denn der Sportverein hat das Event organisiert. „Eigentlich sollte das ja im November 2021 stattfinden. Aber wir wissen ja, was dazwischen kam“, stellt Schleicher fest und muss weiter.

Sebastian Reich bereitet sich hinter der Bühne auf den Auftritt vor

Derweil bereitet sich Sebastian Reich hinter der Bühne auf seinen Auftritt vor. „Die Fränkische Schweiz kenne ich seit meiner Kindheit, so haben wir oft Ausflüge dort hin gemacht. Auch heute noch ein beliebtes Ziel für ein paar entspannte Momenten ohne Amanda“, erzählt er und verrät, dass er auch schon mal in Ebermannstadt war.

Reich ist gelernter Bäcker, aber mittlerweile bundesweit mit seinen Shows unterwegs. „Franken bedeutet für mich jedoch ganz klar Heimat! Dort wo man sich zu Hause fühlt, es gutes Brot, guten Wein, fränkische Gemütlichkeit gibt und es einfach arch schö ist, wie man in Unterfranken sagt“, erklärt der Würzburger Künstler.

Er erzählt auch, dass sein Patenonkel früher 30 Jahre lang Bauchredner war. „Zu meinem vierten Geburtstag schenkte er mir ein Zauberkunststück, was mich dann mit ihm gemeinsam auf die Bühne brachte“, erinnert sich Reich und verrät, dass er in seiner Kindheit und Jugend viel gezaubert habe: „Mein großer Traum war immer, auch einmal als Bauchredner auf der Bühne zu stehen.“

Wie Amanda auf die Welt kam

Im Jahr 2002 verabschiedete sich dann sein Onkel vom Bühnenleben und Sebastian Reich feierte am 22.2.02 seine Premiere. Doch wie kam es schließlich zur „Zusammenarbeit“ mit dem Star-Nilpferd Amanda? Denn anfangs hatte er eine Ente, die er vom Onkel übernommen hatte. „Schnell war dann aber klar, dass ich einen eigenen Charakter entwickeln möchte“, so Reich.

Er wollte eine Bühnenpartnerin finden, die zu ihm passt. „Da auch ich gerne mal ein Stück Kuchen esse und die Pfunde gerne mal etwas hoch und runter hüpfen, fiel die Entscheidung dann auf ein doch etwas gewichtigeres Tier“, stellt Sebastian Reich fest und lacht. Dann muss er aber mit seinen Stimmübungen beginnen.

Inzwischen ist die Stadthalle voll und alle warten gespannt. Dann wird es dunkel und es geht los. Norbert Schleicher begrüßt die Gäste und erzählt, dass der Sportverein unter dem Namen Kiebss, was „Kultur im Ebser Sportheim“ bedeutet, wieder versuchen will, Kultur und Kunst in Ebermannstadt zu etablieren. Das soll der Nachfolger von „Comedy am Dorf“ werden.

Dann großer Applaus für Sebastian Reich, der von einer Online-Show während Corona erzählt, bei der er oben herum Hemd und Krawatte für die Kamera am Laptop trug und ansonsten Boxershorts. „Ich wollte mir Rüssenbach anschauen“, erzählt er weiter und erntet Lacher als er berichtet, dass man da reinfährt und gleich wieder draußen ist. Als er Robert aus der dritten Reihe fragt, woher er denn sei, wird die Stimmung richtig gut, denn der ist aus Rüssenbach.

Amandas großer Auftritt

Dann kommt der große Auftritt von Amanda. Sie wirft Reich vor, ein Triathlet mit besonderen Disziplinen zu sein: Sofa, Kühlschrank, Badewanne. Sie meint, er sei ein Reh, weil er hinter die Bühne hüpfen will. Er bezeichnet sie als Raupe Nimmersatt. Daraufhin stellt Amanda fest, dass aus einer Raupe ein Schmetterling wird, aber aus einem Reh ein Filet.

Auch Gabriele Fant, die eine außerordentliche Sonderprüfung der Veranstaltungsstätte durchführen will, das Glücksschwein Picnick, das eine Karriere als Rapper anstrebt und die Pingions haben ihren Auftritt und sorgen für Lacher.

Dazwischen sehen die Zuschauer kleine Filme aus dem Leben von Amanda und Sebastian Reich. Schließlich üben Reich und sein Single-Nilpferd noch ein Date in einem Restaurant und holen Robert aus Rüssenbach, Daniel und Kai auf die Bühne, um herauszufinden, wer von ihnen das „Herzblatt“ von Amanda ist.

Nach mehr als zwei Stunden gibt es langen Applaus für den Künstler, der sich dann auch noch die Zeit für Autogramme nimmt. „Das war traumhaft. Wir besuchen bald wieder eine Vorstellung“, sagt Julia Helms noch, schnappt sich ihre Plüsch-Amanda und stellt sich für eine Autogrammkarte an.

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