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Seit zwei Jahren
Wie das Seniorenbüro in Neunkirchen hilft
Zwei Seniorinnen genießen die Rikscha-Fahrt in Neunkirchen am Brand mit Wolfgang Mehrer, ein Angebot am Geburtstag des Seniorenbüros.Forchheim & Fränkische Schweiz
Zwei Seniorinnen genießen die Rikscha-Fahrt in Neunkirchen am Brand mit Wolfgang Mehrer, ein Angebot am Geburtstag des Seniorenbüros. // Petra Malbrich
Neunkirchen am Brand – Das Seniorenbüro in Neunkirchen am Brand feiert seinen zweiten Geburtstag. Das hat der Ort mit einem Festakt gefeiert. Welche Hilfe Senioren im Büro erhalten.

„Ich hätte nie zu träumen gewagt, wie gut es genutzt wird“, sagt Bürgermeister Martin Walz (CSU) vor der Tür zum Seniorenbüro im Erdgeschoss des Rathauses, barrierefrei und die Parkplätze direkt vor der Tür. Das Seniorenbüro, mit Stefanie Elflein seit drei Jahren als Fachleiterin für Seniorenarbeit, feiert den zweiten Geburtstag in diesem Raum. Es ist allerdings viel mehr: „Es sind zwei Jahre Erfolgsgeschichte“, lobt Bürgermeister Martin Walz, der auch genau weiß, warum.

„Wir haben das Fundament errichtet, aber die Ehrenamtlichen haben das schöne Haus darauf gebaut“, lobt Walz und zeigt auf einen Aufsteller mit den nächsten Aktivitäten. Welche es alles gibt? Der Bürgermeister gesteht, nicht alle zu wissen. „Es gibt täglich eine Aktion für die Senioren“, betont Walz. Einer der vielen Ehrenamtlichen ist Helmut Plötz, Gemeindlicher Seniorenbeauftragter und Vorsitzender des Seniorenbeirats, der an die Geburtstagsgäste ein Grußwort richtete.

Umfangreiches Angebot in Neunkirchen am Brand

Die Gäste sind Seniorinnen und Senioren, die das umfangreiche Angebot bereits nutzen oder nutzen werden. Die 88-jährige Anke Meinhof interessiert sich für das neu eingerichtete IT-Café, bei dem den Senioren bei Fragen zur Digitalen Welt geholfen wird. Andere sind gerne beim Lindenspaziergang mit Margot Weißel unterwegs durch Neunkirchen und seinen Orten. Die Sprechstunde hat Meinhof bereits genutzt. „Wenn man Fragen hat, kann man kommen. Sie machen das hier sehr gut“, lobt Meinhof die Ehrenamtlichen und Stefanie Elflein. Fragen zu Hilfsangeboten für das Leben im Alter gibt es genug. „Gerade im Vorpflegebereich steigen die Anfragen“, sagt Elflein. Damit ist die Hilfe zu Hause gemeint, um Unterstützung zu erhalten.

Wenn man nicht mehr selbst einkaufen kann oder jemanden braucht, der zum Arzt fährt, etwa. Diese nachbarschaftliche Hilfe wird mit dem Verein „Miteinander Füreinander“ der Diakonie durchgeführt. Auch die „Hilfe zu Hause“ wurde von dem Seniorenbüro mit den Ehrenamtlichen Helfern initiiert.

Damit die Senioren von diesen Angeboten erfahren, können sie sich bei Stefanie Elflein beraten lassen. Das große Beratungsspektrum umfasst ebenfalls Fragen zur Patientenverfügung sowie zu Vorsorgevollmachten. Stefanie Elflein ist Anlaufstelle für Menschen, die Hilfe brauchen, gerade im Pflegebereich. Sie kennt die Adressen, um die Hilfe zu erhalten, die die betroffene Person braucht. Aber Elflein hat auch ein Ohr für die Angehörigen, hört, wie es ihnen geht. „Einfach auch, um Mut zu machen“, sagt Elflein.

Ebenso angefragt ist die Beratung bei Demenz. „Wir haben eine Gerontologin im Seniorenbeirat, die Einzelberatung durchführt“, sagt Elflein. Sogar einen Stammtisch für Angehörige gibt es, mit Christine Schmitt, Leiterin der Caritas Tagespflege. Zugleich berät Schmitt über die Sozialstation und die Tagespflege, welche Vorteile beides hat oder wie man diese Hilfe anfordern kann. Es sind Kooperationen im Ort und vor Ort. Zum Vorteil der Senioren in der gesamten Marktgemeinde ist die Zusammenarbeit des Seniorenbüros mit dem Pflegestützpunkt des Landkreis Forchheim.

Beratung und Kaffeekränzchen in Neunkirchen am Brand

Silke Herbert und Doris Braun kommen für die Beratung ins Seniorenbüro. Die Bürger müssen keinen weiten Weg auf sich nehmen, um die notwendige Unterstützung zu erhalten. Raimund Heß führt Wohnraumberatungen durch. Betroffene und ihre Angehörigen erfahren, wie man die Wohnung umbaut, was kostet es, gibt es andere Lösungen und wo bekommt man Fördergeld. All diese Angebote werden von den Bürgern willkommen geheißen und sind kostenlos.

Nun wird sich gerade über ein anderes Problem Gedanken gemacht, denn auf der einen Seite gibt es für Familien zu wenig bezahlbaren Wohnraum, andererseits leben Senioren allein in ihrem Eigentum, um das sie sich nicht mehr allein kümmern können. Gibt es Möglichkeiten, beiden zu helfen? Beim Geburtstagskaffeekränzchen wurde jedenfalls über alles Mögliche geplaudert oder außerhalb des Rathauses gefeiert. Zwei Seniorinnen steigen gerade in die Rikscha ein, die Fahrer Wolfgang Mehrer von der Seniorenvertretung aus Ebermannstadt mitgebracht hat. Die beiden Frauen freuen sich auf die Runde durch den Marktplatz, hin zur neu gebauten Schule. In der Zwischenzeit bringt Ludwig Elflein aus seinem mobilen Kaffeegefährt den Gästen am Stehtisch die erste Tasse, um den Erfolg des Seniorenbüros zu feiern.

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