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Tag des offenen Denkmals
Seltene Einblicke: Diese Denkmale laden bei Forchheim ein
Das historische Rathaus in Forchheim ist am Tag des Denkmals durch Führungen begehbar.
Das historische Rathaus in Forchheim ist am Tag des Denkmals durch Führungen begehbar. // Foto: Stephan Großmann/Archiv
Forchheim – Am 14. September feiert Deutschland zusammen mit allen europäischen Ländern den Tag des offenen Denkmals. Warum er so wichtig ist. Und was es im Landkreis Forchheim zu entdecken gibt.

Jedes alte Bauwerk erzählt seine Geschichte, auf seine Weise. Manches davon offenbart sich auch dem ungeübten Blick: Eine Figur vielleicht, die auf ein längst vergangenes, doch bekanntes Ereignis hindeutet; eine architektonische Besonderheit, die weniger der Zierde als einer gut überlieferten Notwendigkeit diente. Die meisten Hinweise bleiben jedoch unverstanden, so lange, bis sie erklärt werden.

Das aber, was die Bauwerke erzählen, ist wichtig. Unter anderem deswegen, weil diese Erinnerungen dem modernen Menschen helfen können, sich zu verorten; zu verstehen, woher er kommt oder was die Vorfahren geprägt und möglicherweise zu Verhaltensweisen geführt hat, die von den folgenden Generationen selbstvergessen übernommen wurde. Ebenso können alte Gebäude, irgendwo auf der Welt besichtigt, das Fremde näherbringen und so Verständnis füreinander schaffen; wenn man sich auf sie einlässt, sich ihre Geschichten anhört und darüber nachdenkt. Bauwerke also als Orte bzw. Zeichen zum Nachdenken, Denk-Male.

Eine ausschlaggebende Rolle im Prozess des Bewahrens alter Gebäude hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz. Ihr Anliegen ist es, Kulturdenkmale einerseits mit materieller Unterstützung vor dem Verfall zu retten – gerade eindrucksvoll beim Forchheimer Rathaus zu sehen. Gleichzeitig leistet die Stiftung immaterielle Hilfe, indem sie auf den Wert der Bauwerke aufmerksam macht und so für deren Erhalt wirbt.

Tag des offenen Denkmals im Kreis Forchheim: hier ist geöffnet

Auch aus diesem Grund koordiniert die Stiftung Denkmalschutz jedes Jahr am zweiten Sonntag im September den deutschlandweiten Tag des offenen Denkmals. Um jedes Jahr den Blick auf eine von mehreren Bedeutungen alter Bauwerke zu lenken, steht der 14. September jedes Mal unter einem anderen Motto, in diesem Jahr heißt es „Wert-voll: unbezahlbar oder unersetzlich?“. Ein Gedankenspiel also um die Frage, ob Denkmale unbezahlbar teuer oder unbezahlbar wertvoll sind für eine Kultur, die Gesellschaft und somit unweigerlich für jeden Einzelnen.

Am Tag des offenen Denkmals soll die Beschäftigung mit den alten Bauwerken so leicht und so intensiv wie möglich sein. Deswegen sind die Eintritte kostenlos, Führungen werden angeboten und so manche sonst verschlossene Tür geöffnet.

In der Stadt und im Landkreis Forchheim laden an diesem Tag folgende Denkmale zu kostenlosen Besichtigungen und Führungen ein (Stand: 01. September 2025):

Das historische Rathaus in Forchheim ist am Tag des Denkmals durch Führungen begehbar.
Das historische Rathaus in Forchheim ist am Tag des Denkmals durch Führungen begehbar. // Foto: Liliana Wopkes

Historisches Rathaus (Hauptstr. 24, 91301 Forchheim)

  • Zutritt ausschließlich durch Führungen: 11:00/12:30/14:00 Uhr; auch für Kinder ab 12
  • Die Führungen sind bereits ausgebucht
  • unterschriebene Haftungserklärung notwendig; wird nach der Anmeldung zugesandt
  • feste Schuhe erforderlich
Die Schlosskirche Egloffstein ist sanierungsbedürftig.
Die Schlosskirche Egloffstein // Kirchengemeinde Egloffstein

Ev. Kirche St. Bartholomäus (Egilolfstr. 87, 91349 Egloffstein)

  • 10:30-16:00 Uhr: Einblicke in die Sanierungsarbeiten; Architektenführungen mit Rahmenprogramm
  • Besichtigung nur im Rahmen der Programmpunkte
  • Imbissangebot
  • Anmeldung: ekkehard-wirth@gmx.net; 09197/698869
  • Näheres auch unter: https://www.egloffstein-evangelisch.de/

 

Gemeindehaus Pautzfeld (Pautzfelder Str. 24, 91352 Hallerndorf)

  • 14:00-17:00 Uhr: Besichtigungen, auch von sonst unzugänglichen Räumen
  • 15:00-15:30 Uhr: Dokumentation zur Sanierung, Erläuterung der Geschichte und Gebäudenutzung
  • rollstuhlgerecht
Der alte Bahnhof in Behringersmühle verfällt langsam, aber stetig. Der Landkreis Forchheim arbeitet an einem Konzept, um den Ort wieder mit Leben zu füllen.
Empfangsgebäude Bahnhof Behringersmühle // Martin Regner

Historischer Getreidespeicher und Empfangsgebäude Bahnhof Behringersmühle (Behringersmühle 33, 91327 Gößweinstein)

  • 11:00 Uhr: Führung historischer Getreidespeicher
  • Kontakt: richard.neun@dampfbahn.net

 

Katholische Pfarrkirche St. Bartholomäus (Pfarrstr. 2, 91356 Kirchehrenbach)

  • 13:00-17:00 Uhr: verschiedene Führungen, auch in den sonst unzugänglichen Turm; Entdeckertour für Kinder ab Grundschulalter
  • Imbissangebot
  • rollstuhlgerecht; Kirchenschiff und Toilette barrierefrei

 

Kräußelhaus mit Werkstatt und Ritter-Wirnt-Stübchen (Bahnhofstr. 16, 91322 Gräfenberg)

  • 10:00-18:00 Uhr: Führungen, für Kinder geeignet
  • Kontakt: Hans-Peter Reck, hapere@gmx.de; 09192/7340

 

Oberes Torhaus (Hauptstr. 52, 91355 Hiltpoltstein)

  • 10:00-17:00 Uhr: Führungen nach Bedarf
  • Imbissangebot

 

Ehemaliges Brauhaus (Am Schloßhof 1, 91355 Hiltpoltstein)

  • 10:00-17:00 Uhr: Führungen nach Bedarf
  • Imbissangebot

 

Brennerei, ehemalige Stallung (Hauptstr. 51, 91355 Hiltpoltstein)

  • 10:00-17:00 Uhr: Besichtigungen des sonst unzugänglichen Felsenkellers und der umgebauten Stallungen spontan möglich
  • Kontakt: Familie Brehmer-Knauer: 09192/993495; brennerei-brehmer-knauer@t-online.de
Die Synagoge und das jüdischen Museum Ermreuth
Die Synagoge und das jüdischen Museum Ermreuth // Daniel Vogl/dpa/Archivbild

Synagoge Ermreuth (Ermreuth, Wagnergasse 8, 91077 Neunkirchen am Brand)

  • 15:00-16:00 Uhr: Führung
  • Anmeldung: synagoge-ermreuth@neunkirchen-am-brand.de
  • Kontakt: Julia Schnitzer: 09134/705106
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