Der Sommer ist da und viele Menschen wollen sich wieder mehr bewegen und etwas anderes als ihre eigenen vier Wände sehen. Die wunderschöne Fränkische Schweiz mit ihren Tälern, Felsen, Höhlen und Flüssen bietet Natursuchenden eine Vielfalt von Ausflugs- und Wandermöglichkeiten. Auf der Homepage der Tourismuszentrale Fränkische Schweiz finden Wanderer 30 der schönsten Wanderrouten durch die Region. Darunter ein ganz besonderer Tipp:
1. Wandern und Biergenuss auf dem Fünf-Seidla-Steig
Wer großen Wert auf das leibliche Wohl legt, könnte sich den Fünf-Seidla-Steig aussuchen. Diese Wanderroute ist etwa 18 Kilometer lang mit rund 319 Höhenmetern und einem mittleren Schwierigkeitsgrad. Das Besondere: Während der Tour können Bierfreunde fünf „heilige“ Kultstätten aufsuchen.
Das sind fünf kleine Brauereien, die unter Bierkennern bekannt und beliebt sind. In deren Gaststätten sind die Brotzeitteller üppig bestückt und die Preise überschaubar. Mit einer Stempelkarte, die in den Gasthäusern oder zum Download erhältlich ist, gibt es am Schluss die Möglichkeit, einen Krug vergünstigt zu kaufen.
Der Weg ist mit „Frankenweg“ markiert und kann zum Beispiel am Bahnhof Weißenohe starten. In den Gaststätten kann der Teilnehmer einfach ein „Seidla“ bestellen und bekommt einen Krug mit hellem Lager. Das erste Bier erhält er auf der beschriebenen Route im Wirtshaus der Klosterbrauerei Weißenohe im Innenhof der Kirche, die man auch besuchen könnte.
Dann geht es bergauf Richtung Gräfenberg. Vor dem Tor zur Innenstadt weist der Wegweiser zur Brauerei Friedmann, wo es die zweite Erfrischung gibt.
Das dritte Seidla im Lindenbräu
Dann steht die Gräfenberger Brauerei auf dem Programm: Das dritte Seidla gibt’s im Gasthaus Lindenbräu. Weiter geht es auf der Markierung „Frankenweg“ Richtung Thuisbrunn. Der Wanderer ist unterwegs auf einem schmalen Fußweg an der Bergkante mit Blick auf das Gräfenberger Freibad. Dann geht es hinein in den Wald, auf offenes Feld und in einen Buchenwald.
In Hohenschwärz steht eine Rast im Brauereigasthaus Hofmann an. Danach geht es weiter nach Thuisbrunn zum Elch-Bräu mit dem Gasthof Seitz. Über Neusles kann man dann zurück nach Gräfenberg zum Bahnhof laufen.
2. Wanderung zu den Muggendorfer Höhlen
Der Autor Martin Droschke hat in seinem Buch „Komm, lass uns wandern“ aus dem Emons-Verlag eine Schnuppertour durchs Felsenwunderland zu den Höhlen bei Muggendorf beschrieben. Sie ist etwa sieben Kilometer lang, hat 265 Höhenmeter und einen mittleren Schwierigkeitsgrad.
Droschke beschreibt die Tour: „kurze anspruchsvolle Passagen und kleine Mutproben, sensationelle Ausblicke und steinerne Naturwunder und begehbare Höhlen. Eine davon muss durchquert werden.“ Er empfiehlt Taschenlampe und Fahrradhelm auf die Tour mitzunehmen. Die kleine Wanderung ist nicht kinderwagentauglich.
Auf der Route gibt es allerdings einige Möglichkeiten zum Einkehren: Der Wanderer kann zum Beispiel im Gasthaus Brückla in Muggendorf Rast machen. Ausgangspunkt ist der Wanderparkplatz in den Muggendorfer Wiesent-Auen.
Die ersten zwei Kilometer gehen an der Wiesent und an den Schienen der Dampfbahn entlang. Über eine Brücke geht es vorbei an einer steinernen Sitzbank und über einen Trampelpfad in eine Schlucht. Die erste Höhle ist die Doktorshöhle, dann geht es weiter zur Oswaldhöhle.
Höhle ist „absoluter Wahnsinn“
Hält man sich an die Markierung „braunes Kreuz“, findet man nach einer Reihe von Aussichtspunkten den Einstieg in den Felsensteig: eine lange Treppe. Anschließend geht es weiter zu einem Wanderparkplatz und auf dem Wegzeichen „rot-senkrecht“ weiter.
Neben Höhlen sind auf dieser Strecke auch Felsenwunder zu bestaunen. Als „totalen Wahnsinn“ beschreibt der Autor die Rosenmüllerhöhle.
Von hier geht es 200 Meter zurück und an der Kreuzung eine schmale Straße bergauf zurück nach Muggendorf zum Parkplatz.
Weitere Details zu den Routen
Die Höhlen bei Muggendorf: Das Buch „Komm, lass uns wandern“ von Martin Droschke erschien im Emons Verlag. Es hat die ISBN 978-3-7408-1701-5 und kostet 16 Euro.
Mehr Informationen zum Fünf-Seidla-Steig finden sie hier.
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