Sie ist das Gesicht des Fränkische-Schweiz-Marathons (FSM): Marion Rossa-Schuster ist als Leiterin des Kultur- und Sportamts am Landratsamt Forchheim seit 2021 hauptverantwortlich für die Planung und Organisation des FSM. Doch ohne die Hilfe ihrer Familie wäre das Großereignis kaum durchführbar.
Als Rossa-Schuster vor gut zwei Jahren die Nachfolge von Anton Eckert antrat, wusste sie, worauf sie sich einließ. Als neue Leiterin des Kultur- und Sportamts am Landratsamt Forchheim fällt auch die Organisation des Fränkische-Schweiz-Marathons in ihren Aufgabenbereich – für sie kein Neuland, denn bereits seit 2003 war sie in die Vorbereitung des FSM miteinbezogen.
Marathonfrau mit viel Erfahrung
Doch Rossa-Schuster ist alles andere als eine „Schreibtischtäterin“. Seit mehr als 20 Jahren ist sie selbst als Läuferin aktiv. 2002 begann alles mit einem Einsteigerkurs bei der VHS. Aus den bescheidenen Anfängen mit wöchentlich drei Trainingseinheiten entwickelte sich eine respektable Karriere, in deren Verlauf sie rund 35 Marathonläufe absolvierte und 2018 sogar beim Triathlon in Roth an den Start ging. Ihre Bestzeit über die 42-Kilometer-Distanz liegt bei beachtlichen 3 Stunden und 39 Minuten.
Kein Wunder, dass ihr der Fränkische-Schweiz-Marathon ganz besonders am Herzen liegt. Doch eine solche Großveranstaltung will geplant und gut über die Bühne gebracht werden. Ohne die Hilfe ihrer Familie wäre Rossa-Schuster mit ihrem Latein vermutlich schnell am Ende. Es waren ihre beiden Töchter Tizia und Emilia, die 2007 den Anstoß gaben, verstärkt auf Hilfe aus den eigenen Reihen zu bauen.
„Anfangs habe ich meine Töchter bei den Großeltern geparkt, wenn der Lauf stattfand“, erinnert sich Rossa-Schuster. „Irgendwann hatten die Beiden aber keine Lust mehr, zur Oma zu gehen und wollten selbst eine Aufgabe übernehmen. Also haben sie donnerstags zusammen mit zwei Freundinnen die Läuferbeutel gepackt und am Samstag bei der Startunterlagenausgabe geholfen.“
Tochter Emilia erinnert sich, wie sie als Zehnjährige Teil des FSM-Teams wurde: „Meine Schwester und ich wollten an den Laufwochenenden lieber bei unserer Mutter als bei den Großeltern sein. Außerdem war Laufen in meiner Familie schon immer ein großes Ding und es war für mich als Kind cool, mit dabei zu sein. Die Atmosphäre rund um die Läufe ist toll, mich hat das schon immer fasziniert. Und die Läufercommunity ist eine Welt für sich.“
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Ein Dutzend Helfer aus den eigenen Reihen
Das war vor 16 Jahren. Seither ist der Pool an Helfern aus der Familie beständig angewachsen, die Tätigkeiten wurden immer vielfältiger und komplexer. „Nach und nach kamen auch meine Schwester Martina, mein Schwager, meine beiden Neffen mit ihren Ehefrauen, meine Nichte Antonia und schließlich auch mein Schwiegersohn Jannik dazu“, erzählt Marion Rossa-Schuster.
Nicht zu vergessen ihr Ehemann Jürgen, der bei der Siegerehrung als Helfer und Moderator für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung sorgt. Die übrigen Familienmitglieder sind wie schon seit vielen Jahren bei der Startunterlagenausgabe im Einsatz, als Fahrer des Presseautos oder auf dem Sattel des Führungsfahrrads.
Und auch auf der Strecke selbst ist Familie Schuster aktiv. „Ich werde dieses Jahr zum ersten Mal selbst mitlaufen, wobei ich mich zunächst nur auf die 10-Kilometer-Strecke wagen werde“, freut sich Emilia Schuster auf das Wochenende, für das sie eigens aus München anreisen wird. Aber natürlich wird sie auch wieder hinter den Kulissen als helfende Hand mit von der Partie sein. Ihr großes Ziel für die Zukunft ist die Langstrecke – nach Möglichkeit in und um Ebermannstadt.
„Es wäre ein Traum von mir, einmal einen kompletten Marathon zu laufen. Und am schönsten wäre es natürlich, wenn ich beim FSM mein Debüt geben könnte“, wagt Emilia Schuster einen Ausblick.
Ausnahmsweise selber nicht am Start
Marion Rossa-Schuster selbst hält sich als Läuferin ausnahmsweise zurück. „Ich habe nur einmal aktiv am Fränkische-Schweiz-Marathon teilgenommen, aber das war nichts. Ich hatte einfach durch die Organisation zu viel Druck und nicht den Kopf frei.“ Daher wird man ihren Namen auch in diesem Jahr vergeblich auf den Starterlisten suchen.
Eines ist der Hauptverantwortlichen hinter den Kulissen des FSM aber wichtig: „Ich möchte betonen, dass die Helfer vom Erlebnislauf-Team, die Moderatoren und viele andere Helfer seit vielen, vielen Jahren zuverlässig im Einsatz sind, so das Erlebnislauf-Team bei der Startunterlagenausgabe und der Versorgung und Organisation der Schülerläufe am Samstag.“
Die Familie Schuster ist also auch nur Teil eines sehr viel größeren Ganzen, wenn auch sicher ein sehr wichtiger Teil.
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