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Forchheimer bei Racing-Olympia
Moritz Löhner bei FIA Motorsport Games in Valencia glücklos
Moritz Löhner gehörte bei den FIA Motorsport Games in Valencia zum Motorsport Team Germany.
Moritz Löhner gehörte bei den FIA Motorsport Games in Valencia zum Motorsport Team Germany. // Thomas Urbany/DMSB
Forchheim/Valencia – Der Forchheimer Moritz Löhner trat für Deutschland bei den FIA Motorsport Games in Valencia an. Doch im virtuellen Formel-4-Wettbewerb war für ihn nach einer schockierenden Erfahrung früh Schluss.

Das hatte sich Sim-Racer Moritz Löhner aus Forchheim anders vorgestellt: Bei der dritten Ausgabe der FIA Motorsport Games, der „Olympiade des Rennsports“, ging der 25-Jährige in Valencia leer aus. Im Wettbewerb mit virtuellen Formel-4-Rennfahrzeugen war für ihn nach Unfällen in den beiden Ausscheidungsläufen schon vor dem eigentlichen Finalrennen Schluss.

„Im Wettkampf lief es nicht so gut. Das fing schon damit an, dass wir am Anfang einige Probleme mit der Organisation und den Simulatoren vor Ort hatten“, holt Löhner im Gespräch aus. „Die Simulatoren waren teilweise völlig unterschiedlich, der eine hatte Glück und ein gutes Sim-Rig, der andere hatte Pech und ein schlechteres Sim-Rig. Da gab es ziemlich große Unterschiede.“

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„Dementsprechend war es im Qualifying teilweise sehr schwierig. Zumindest für mich, weil ich auf einem meiner Meinung nach schlechteren Rig war. Aber das ist schwer zu sagen. Jedenfalls lief es für mich im Qualifying nicht so gut.“ In sein Viertelfinale startete Löhner vom vierten Platz. Die zweite Startreihe ist eigentlich eine gute Ausgangslage. Nicht so in diesem Fall.

Moritz Löhner mit Unfällen in beiden Ausscheidungsläufen

Denn das sei „gerade in der Formel 4 ein bisschen die Gefahrenzone, wo man sehr schnell in einen Unfall verwickelt wird. Und genau das ist auch gleich in der ersten Runde passiert. Dementsprechend war ich da schon raus.“ Das gleiche Schicksal ereilte Löhner auch im anschließenden Last-Chance-Race, wo er noch einmal die Möglichkeit hatte, sich für das Halbfinale zu qualifizieren.

Über die Tatsache, dass vor allem am ersten Wettkampftag bei den Sim-Rigs, also bei den Arbeitsplätzen der E-Sportler, spürbare Qualitätsunterschiede vorherrschten, kann Löhner nur den Kopf schütteln: „Eigentlich darf es nicht passieren, dass man da so etwas hinstellt, was für alle ganz anders ist. Zumal es in den nächsten zwei Tagen besser wurde.“

„Natürlich mit Meckern von allen Beteiligten, sonst würde sich da nie was bewegen. Aber die nächsten zwei Tage hat man gesehen, wie es eigentlich hätte laufen sollen.“ Doch da war das Kind für den Forchheimer schon in den Brunnen gefallen und der Wettbewerb für ihn beendet.

Brasilianer gewinnt virtuelles Formel-4-Rennen

Die Goldmedaille in diesem Wettbewerb ging schließlich an den Brasilianer Luis Felipe de Sá Tavares, der sich knapp vor dem Tschechen Martin Kadlecik und Kim Gyumin aus Südkorea durchsetzte. Im Finallauf überquerten die ersten Fünf die Ziellinie innerhalb von 0,741 Sekunden.

„Er ist einer der Besten, vor allem im Formel 4. Er war schon in den letzten Wochen sehr stark und fährt auch in der offiziellen Meisterschaft mit“, zollt Löhner seinem brasilianischen Konkurrenten Tribut. „Und am Ende haben sich auch die Besten durchgesetzt. Das waren alles Fahrer, die auf jeden Fall da vorne hingehören. Super Leistung von ihnen, sie haben ihr Potenzial abgerufen.“

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Die FIA Motorsport Games 2024 in Valencia waren die dritte Ausgabe der Olympiade des Rennsports nach der Premiere 2019 in Rom und 2022 in Marseille. In diesem Jahr landete Deutschland nach Abschluss aller 26 Wettbewerbe auf dem zweiten Platz im Medaillenspiegel hinter Gastgeber Spanien, mit drei Gold-, zwei Silber- und zwei Bronzemedaillen.

FIA Motorsport Games: Deutschland holt drei Goldmedaillen

Im GT-Rennen setzten sich Hubert Haupt und Finn Wiebelhaus durch, im Kart-Slalom hatten Louis Stange und Maja Braun die Nase vorn und im Rally4-Wettbewerb räumten Tom Kässer und Stephan Schneeweiß die Goldmedaille für die deutsche Delegation ab.

Die nächsten FIA Motorsport Games finden turnusgemäß wieder im Jahr 2026 statt. Der Austragungsort der vierten Ausgabe steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Auf Löhner wartet nun erst einmal eine kleine Pause vom Sim-Racing. Vermutlich, denn die virtuelle Rennsport-Liga ESL R1 hat die Termine für die anstehende Wintersaison noch nicht verkündet.

Moritz Löhner verpasste im virtuellen Formel-4-Wettbewerb das Halbfinale.
Moritz Löhner verpasste im virtuellen Formel-4-Wettbewerb das Halbfinale. // Thomas Urbany/DMSB

„Normalerweise sollte sie relativ bald wieder starten. Anscheinend soll das Finale im März stattfinden. Irgendwann demnächst muss es also losgehen.“, meint der Forchheimer. „Es kann sein, dass es noch im November losgeht. Dann mache ich keine Pause, sondern gehe zu Hause direkt in die Vorbereitung.“ Um seine Sache dann vielleicht bei den Spielen in zwei Jahren besser zu machen.

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