Durch Forchheims Stadtrat geht ein Riss.
Ein Riss, der Stadtbild und -klima dauerhaft schädigen könnte.
Mit 18 zu 17 Stimmen hat sich am Dienstag die Mehrheit der Räte gegen eine Baumschutzverordnung ausgesprochen. Weil die alte Regelung ausgelaufen ist, sind die Schattenspender bald vogelfrei.
Dass die Entscheidung derart knapp ausfiel, bringt am Ende keinem was, zeigt aber, dass das stets auf Eintracht bedachte Polit-Gremium in Grundsatzfragen gespaltener ist, als es dessen Vertreter je zugeben würden.
Wie wichtig ist konkreter Klimaschutz für Konservative wirklich?
Zweitens offenbart sie, wessen Geistes Kind die konservativen Parteien (in diesem Fall von den Freien Wählern abgesehen) in Sachen Klimaschutz wirklich sind.
Mit jedem Wortbeitrag betonte vor allem die CSU noch ein Stück lauter, wie wichtig für sie denn der Klimaschutz sei. Nur allzu konkret solle es bitte nicht sein, auch nicht zu schnell. Jeder solle selbst entscheiden dürfen, was er mit seinen Bäumen anstellt. So schnell fahren, wie er will und im Ofen verschüren, was er gerade findet.
Bürger dürften nicht „gegängelt“ werden, ein weiteres Kapitel im Märchenbuch über klimabedingte Verbotswut der politischen Gegner.
Es braucht mehr, als nur Bäume zu umarmen
Bäume auf Wahlplakaten zu umarmen, finden CSU und Co. sexy. Den Menschen die Wahrheit zu erzählen, also dass sie selbst gegen den Klimawandel aktiv werden müssen, dagegen nicht.
Nun werden die Forchheimer ab Herbst kaum mit Kettensägen bewaffnet durch Vorgärten streifen und alles zu Kleinholz verarbeiten, nur weil eine fehlende Baumschutzverordnung das zuließe. Hoffentlich – denn Tür und Tor dafür stehen offen.
Forchheims Haltung dazu zeigt sich durch den Beschluss leider so: mir doch egal.
Lesen Sie auch:













