Fachkräftemangel ist ein alter Hut. Allerdings einer, für den es noch immer keine zufriedenstellenden Lösungen zu geben scheint. Was für IT-Experten und hoch dekorierte Ingenieure genauso wie für Pflegepersonal und Handwerksgesellen gilt, macht auch vor deutschen Kommunalverwaltungen nicht Halt. Einer McKinsey-Prognose (2019) gemäß werden 2030 im öffentlichen Dienst 16 Prozent aller Jobs nicht besetzt sein.
Diese Entwicklung spüren die Kommunen schon jetzt. Auch Forchheim. Immer wieder ist der Personalmangel in der Verwaltung Stadtgespräch; weil Bürger in Telefonschleifen festhängen und auf das Bearbeiten ihrer Anträge warten. Reagieren will die Stadt zwar, mehr als 60 Stellen sollen alleine in diesem Jahr zusätzlich geschaffen werden. Nur reicht das? Und gibt ihr der Erfolg recht?
Citymanager: Misere um Nachbesetzung
Die Misere um die Nachbesetzung des Citymanagements im Moment spricht nicht dafür. Zu wenige geeignete Bewerber handeln die Räte im Personalausschuss vor allem als Grund dafür, dass die Stelle noch nicht besetzt wird. Und sogar neu ausgeschrieben werden müsse. Aber, fragt sich der kritische Beobachter, wo sollen bessere Bewerber herkommen?
Das Jobprofil klingt eher nach zwei Stellen auf einmal, die Eingruppierung nach TVöD 10 dafür verhältnismäßig mau. Trotz der neuen Liebe der Generation Y nach Sicherheit werden viele die Verheißungen der Wirtschaft vorziehen, statt sich diesen Bedingungen und dem Druck ständiger Beobachtung zu stellen. Das hätte erwartbar sein können. War es aber nicht.
Will die Stadt (wieder) ein Citymanagement aufbauen, muss sie liefern. Und zwar echte Anreize. In puncto Bezahlung mögen ihre Hände gebunden sein. Aber Geld ist heutzutage nicht mehr alles. Die Stadt muss nun kreativ werden, denn die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt schläft nicht.
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