Fakt ist, die Energiewende muss sich vollziehen. Was die Abhängigkeit von russischem Gas bewirkt, erlebt vor allem Deutschland aktuell. Flüssiggas aus Katar oder neue Ölförderungen lösen das Energieproblematik genauso wenig wie Atomkraft trotz neuer politischer Finessen nachhaltig sein kann. Gleichzeitig steigt unser Strombedarf exorbitant; Elektroautos, Wärmepumpen, Smart Homes. Was also tun?
Energie klug mixen
Wir haben die Lösung – seit Jahrzehnten – vor unseren Haustüren. Nur wollen wir sie genau dort nicht haben. Windkraft und Photovoltaik könnten es schaffen, einen Großteil unserer benötigten Energie zu erzeugen. Klug gemixt, ließen sich die Nachteile des einen durch die Vorteile des anderen ausgleichen.
Was es dafür braucht, sind neue Anlagen. Zügig, unbürokratisch, ausreichend. Ja, es wird vielleicht wehtun. Nicht jede Blühwiese wird erhalten werden können, nicht jeder naturschutzrechtliche Raum wird in der Art bestehen können. Nun ist es an der Zeit, dass wir uns entscheiden. Die moralisch einwandfreie Lösung hieße: Verzicht bis auf ein Level, dass es uns erlaubt, mit nur ganz wenig Energie auszukommen. Das aber ist unrealistisch.
So umweltverträglich wie möglich
Also müssen wir uns der Herausforderung stellen, so viel Energie (in diesem Beispiel Strom) auf so umweltverträgliche Art wie möglich herzustellen. Eine Anstrengung für alle. Für die Bürgerinnen und Bürger heißt das, endlich zu begreifen, dass ihre Smartphones langfristig ohne Windräder und Sonnenstromfelder nicht funktionieren. Und zu akzeptieren, dass die beste Energie die ist, welche vor Ort entsteht.
Aber auch die kommunalen Entscheidungsträger müssen sich gewahr werden, dass sie sich nicht ewig hinter Regularien wie der 10H-Regelung verstecken können. Wollen sie wirklich die Energiewende voranbringen? Dann müssen sie Widerstände aus der Bevölkerung und der Polit-Bürokratie überwinden. Die meisten Menschen würden die Energiewende mittragen. Man muss sie nur ständig wieder daran erinnern.
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