Was ist los in Hallerndorf, Gößweinstein oder Kleinsendelbach? Seit 80 Jahren kann man das im Fränkischen Tag erfahren. Generationen an Journalisten haben Feuerwehr-Feste, Gemeinderatssitzungen oder Fußballspiele an Regnitz, Aisch und Wiesent besucht. Sie haben genau hingehört, nachgefragt und alles aufgeschrieben. Damit sind sie zu Chronisten des Lebens in unserem Landkreis geworden.
Wer erfahren will, was die Menschen beispielsweise vor 60 Jahren beschäftigt hat, der kann sich durch die unzähligen Zeitungsbände wühlen. Ein wahrer Schatz an Informationen liegt da vor einem. Das Gedächtnis einer ganzen Region wird sichtbar, und das in einer kaum vorstellbaren Detailfülle. Dafür dürfen wir und alle unsere Nachkommen dankbar sein.
Forchheims Landrat Ulm gratuliert zu 80 Jahre Fränkischer Tag
Die Journalisten sind auch weiterhin unterwegs. Sie sorgen für Transparenz und Diskussion bei politischen, ökonomischen oder juristischen Sachverhalten und werden dadurch zu einem unverzichtbaren Kämpfer für Demokratie, Freiheit und Gerechtigkeit. Es braucht solche Medien, auch auf lokaler und regionaler Ebene, damit die Menschen Bescheid wissen und daraus Konsequenzen ziehen können. Sei es bei Kommunalwahlen, bei Bürgerversammlungen oder Protestkundgebungen.
Das ist nicht immer einfach. Mitunter werden Journalisten für ihre notwendige Arbeit angefeindet. Aber ohne einen unvoreingenommenen Blick von außen wäre unser Gemeinwesen deutlich ärmer. Das zeigen übrigens auch Studien zum Lokaljournalismus aus den Vereinigten Staaten.
Videos, Live-Streaming oder Audio-Podcasts
Noch ein Wort zum Wandel. Er gehört zum Leben dazu, und damit auch zu einer Lokalzeitung, die inzwischen den Weg ins digitale Zeitalter gefunden hat. Die Online-Angebote jedenfalls erfreuen sich, was man so aus dem Bekanntenkreis erfährt, großer Beliebtheit. Es kommt schließlich auf die Inhalte an und dass sie umfassend, ausgewogen und gut verständlich präsentiert werden.
Mit kurzen Videos, Live-Streaming oder Audio-Podcasts gelingt es, auch jene Menschen anzusprechen, die vielleicht nie eine gedruckte Zeitung in die Hand genommen hätten. Von den technischen Möglichkeiten für Menschen mit Beeinträchtigung ganz zu schweigen. Damit schafft man bei Menschen unterschiedlichen Alters, Herkunft oder Haltung ein gemeinsames Bewusstsein und stärkt den Zusammenhalt innerhalb des Landkreises.
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Gemeinsam durch bewegte Zeiten
+++ 80 Jahre Fränkischer Tag. Erleben Sie in unserem Jubiläums-Dossier, wie Ihre Zeitung seit 1946 die Region begleitet, Debatten anstößt und Gemeinschaft stiftet. Klicken Sie rein in unser Dossier zum Jubiläum. +++
In solch bewegten politischen Zeiten, in denen die Spaltung der Gesellschaft um sich greift, ist das nicht das Schlechteste. Kurzum: Es macht große Freude, jeden Tag den Fränkischen Tag durchzustöbern, Neues zu erfahren, sich vielleicht auch zu ärgern, aber immer auch zu wissen, dass es ohne ihn ein langweiliger Tag wäre. Dem Fränkischen Tag wünsche ich deshalb für die Zukunft viele motivierte Mitarbeiter, eine wachsende Leserschaft und den notwendigen wirtschaftlichen Erfolg. Ohne schwarze Zahlen wird es nicht gehen. Damit wir in 20 Jahren das 100-jährige Bestehen feiern können. Ich freue mich schon darauf.














