Digitalisierung. Ein großes Wort, das immer mehr den Alltag der Menschen bestimmt. Nicht nur den von IT-Experten und Software-Entwicklern. Und doch enden die digitale Lust und das Verständnis bei vielen am Smartphone oder mit dem E-Mail-Programm.
Freistaat Bayern will Digitalisierung vorantreiben
Dies gelte es langfristig und nachhaltig zu ändern, sagt der Freistaat Bayern. Ein Baustein seiner Digitalisierungsstrategie sind die sogenannten BayernLabs. Seit Montag gibt es eins davon in Forchheim.
In der Dechant-Reuder-Straße, in der ehemaligen Registratur, gleich neben dem Finanzamt, befindet sich seit Montag das Abbild digitaler Zukunft. Die Eröffnung findet unter großem Applaus regionaler Größen aus Politik, Bildung und Verwaltung statt.
Eindrücke vom Eröffnungstag des BayernLab in Forchheim
Bayerlab in Forchheim - ein modern ausgestattetes IT-Labor
Albert Füracker eröffnet BayernLab
Prominenter Gast: Bayerns Heimat- und Finanzminister Albert Füracker (CSU). Der lobt die Einrichtung als Schnittstelle zur Technikwelt, mit der man digitales Potenzial im ländlichen Raum entwickeln, aber auch für Gefahren der digitalen Welt sensibilisieren könne.
Geöffnet ist das BayernLab kostenfrei für alle, Besucher können sich darin digitale Innovationen und moderne Technik anschauen und – das betonen die Ideengeber des BayernLab gerne – anfassen und mitmachen.
Digitale Themen sollen auf diese Weise nicht nur theoretisch, sondern praktisch vermittelt werden. Neben der Dauerausstellung sind stets wechselnde Sonderthemen geplant.
Eintauchen in virtuelle Welten, einen 3D-Drucker ausprobieren, Robotertechnik erleben, abheben mit dem Drohnensimulator – das ist ab sofort auf über 300 Quadratmetern des IT-Labors möglich.
Darüber hinaus zeigt ein vom Landesforschungsinstitut des Freistaats Bayern für softwareintensive Systeme (fortiss) entwickelter, touchfähiger Tischbildschirm in den kommenden Monaten spielerisch den Aufbau von Softwareprogrammen – und lädt die Programmierer von morgen zum Ausprobieren ein.
Drei Mitarbeiter kümmern sich vor Ort um die Besucher. Ab 2023 soll ein vierter dazukommen.
Sie führen unter anderem Schulklassen umher, bieten Workshops an, organisieren Vorträge. Neben dem Erlebnis- und Lernfaktor solle das Lab zum Netzwerken und als Brücke zwischen Schulen, Kommunen, Wirtschaft und Vereinen fungieren.
Das Forchheimer BayernLab ist das zwölfte, seit die ersten vor sechs Jahren eröffnet worden sind, ein weiteres kommt bald in Unterfranken hinzu. Die Gesamtkosten für die Ausstattung des BayernLabs Forchheim beliefen sich auf rund 300.000 Euro, teilt das Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung (LDBV), an dem das BayernLab angegliedert ist.
Bisher habe man laut Füracker insgesamt 125.000 Besucher zählen können – auch und gerade in Forchheim mit den vielen Firmen und der wachsenden Bevölkerung rechne man mit großem Andrang.
Öffnungszeiten und Tag der offenen Tür
Das BayernLab Forchheim ist montags und dienstags von 10 bis 17 Uhr, mittwochs von 14 bis 17 Uhr, donnerstags von 10 bis 14 Uhr und freitags nach Vereinbarung geöffnet. Zum Kennenlernen lädt es im Rahmen eines Eröffnungswochenendes vom 14. bis 15. Januar 2023, jeweils von 10 bis 15 Uhr, ein.
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