Die Behringersmühler Straße in Gößweinstein ist zwar wieder für den Verkehr offen, weil hier die Kanalbauarbeiten abgeschlossen sind, aber die Straße selbst ist noch nicht ganz fertig. Dies hat seinen Grund, wie in der Gemeinderatssitzung zu erfahren war. Zum einen beginnen in der Balthasar-Neumann-Straße, die von den Supermärkten bis zum Café Greif als Umleitungsstrecke für die Behringersmühler Straße diente, nun in Kürze die Arbeiten zur Glasfaserverlegung. Zum anderen soll dann die Behringersmühler Straße, die eine Staatsstraße ist, komplett neu gemacht werden.
An dieser Baumaßnahme wird sich der Markt Gößweinstein mit der Sanierung der Gehwege und der Bushaltestellen beteiligen und plant dafür im Haushalt 500.000 Euro im nächsten Jahr ein. Dem stimmten die Räte einstimmig zu. Im Rahmen der weiteren Bauarbeiten wird der Freistaat Bayern dann die Behringersmühler Straße auf gesamter Straßenbreite erneuern, wobei die Gemeinde die Kosten anteilig für ihre Kanalbauarbeiten und der Wasserversorger der Wiesent-Gruppe ebenfalls anteilig die Kosten für die Verlegung seiner Wasserleitung übernehmen.
Barrierefrei in Gößweinstein: Von Gasthof zur Post bis ehemaliges Spielzeugmuseum
Soweit erforderlich wird auch die Straßenentwässerung erneuert und auf jeden Fall die Wasserrinnen. Damit das Ganze eine runde Sache wird, werden die Gehwege inklusive der Borde in der Behringersmühler Straße durch die Gemeinde barrierefrei erneuert – und zwar ab den Einmündungen zur Heinrich-Faust-Straße und der gegenüberliegenden Badangerstraße sogar beidseitig bis etwa zum Gasthof „Zur Post“ und dem ehemaligen Spielzeugmuseum in der Balthasar-Neumann-Straße. Vorgesehen ist eine Gehwegabsenkung für eine möglichst barrierefreie Nutzung und an mindestens sechs Grundstückszufahrten. Weiterhin ist in diesem Zuge eine barrierefreie Erneuerung der zwei Bushaltestellen in der Behringersmühler Straße und in der Balthasar-Neumann-Straße beim Gasthof „Zur Post“ vorgesehen.
Gegenüberliegend am ehemaligen Spielzeugmuseum wird man diese Bushaltestelle wegen der topografischen Lage allerdings nicht ganz barrierefrei gestalten können. Möglicherweise fallen noch Zusatzkosten für die Verlegung von Leerrohren für den Breitbandausbau zum Anschluss noch unbebauter Grundstücke in der Behringersmühler Straße an. Georg Lang (CSU/JUF) freute sich über die barrierefreie Neugestaltung und darüber, dass das „Eingangsportal“ in den Wallfahrts- und Tourismusort erneuert wird. Zweiter Bürgermeister Georg Bauernschmidt (SPD) sagte, dass dem Markt dies vom Freistaat schmackhaft gemacht worden sei, und betonte, dass man dies so günstig nie mehr bekommen werde.
Bayerische Gigabitrichtlinie: Förderung für Gößweinstein
Dritter Bürgermeister Manfred Hänchen (CSU/JUF) mahnte an, dass man alle Bauarbeiten für die Geschäftsleute und Gastronomiebetriebe verträglich gestalten sollte. Bezüglich des laufenden und geförderten Breitbandausbaues im Marktgebiet durch die Glasfaser Plus GmbH im Rahmen der bayerischen Gigabitrichtlinie beschloss der Rat einstimmig, einen weiteren Förderantrag bei dem „Lückenschluss-Pilotprogramm“ des Bundes einzureichen. Denn trotz eines flächendeckenden Ausbaus werden bei einigen Bürgern noch Versorgungslücken entstehen. Die Rede ist hier von 120 bis 150 Hausanschlüssen, unter anderem in Etzdorf, Leutzdorf, Hungenberg, Hardt, Wichsenstein und Morschreuth.
Durchs neue Bundesprogramm wäre es eventuell möglich, diese Versorgungslücken zu schließen. Allerdings erfolgt diese Förderung nach dem sogenannten „Windhund-Verfahren“. Das heißt: Sobald die Bundesmittel aufgebraucht sind, erfolgt keine Förderzusage mehr. Höchstens 100.000 Euro würde dies dann für die Gemeinde bei einer Millionen Euro Gesamtprojektausgaben kosten, da der Fördersatz 90 Prozent beträgt.
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