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„Bunt statt braun“
Warum sich immer mehr Forchheimer für Demokratie starkmachen
Bei einem Informationsabend warb der Verein „Bunt statt Braun“ für seine Arbeit.Forchheim & Fränkische Schweiz
Bei einem Informationsabend warb der Verein „Bunt statt Braun“ für seine Arbeit. // Foto: Kristina Gebhardt
Der Vorstand verteilte Schlüsselanhänger an interessierte Bürger.Forchheim & Fränkische Schweiz
Der Vorstand verteilte Schlüsselanhänger an interessierte Bürger. // Kristina Gebhardt
Signet des Fränkischen Tags von Kristina Gebhardt
Forchheim – Das Forchheimer Bündnis gegen Rechtsextremismus und Rechtsradikalismus „bunt statt braun“ hat zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Der FT war vor Ort und hat sich umgehört.

Das Forchheimer Bündnis gegen Rechtsextremismus und Rechtsradikalismus „Bunt statt braun“ lud zu einer Informationsveranstaltung ein.

„Wir möchten gegen menschenverachtende Politik vorgehen, dabei möglichst viele Menschen von unserem Vorhaben überzeugen und uns gemeinsam für Akzeptanz und Menschenwürde einsetzen“. Linnéa Hümmer brachte mit diesem Statement den Kerngedanken des Forchheimer Vereins „Bunt statt Braun“, auf den Punkt. Sie selbst ist im Vorstand des 2013 offiziell gegründeten Vereins und mit 27 Jahren das jüngste der rund 70 Mitgliedern.

Leidenschaftlich setzt sie sich gegen Rechtsextremismus und Rechtsradikalismus ein, so auch bei den vom Verein organisierten Kundgebungen und Demonstrationen. „Bunt statt braun“ rief in diesem Jahr bereits zweimal dazu auf, gegen Faschismus und Rassismus auf die Straße zu gehen und ein Zeichen für Demokratie zu setzen. Diesem Aufruf folgten im Februar in Forchheim fast 2000 Menschen.

Viel Aufmerksamkeit durch Demonstrationen in Forchheim

Durch diese Aktionen hat der Verein viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen und Menschen für ihre Arbeit begeistert. Aus diesem Grund entschloss sich der Vorstand, einen Informationsabend für all diejenigen abzuhalten, die noch kein Mitglied im Verein sind, dies aber gerne werden möchten und weiterhin motiviert sind, sich für dieses Thema zu engagieren.

Einer von ihnen war der 21-jährige John Hergenröder, der selbst an der Demonstration teilnahm. Er betonte: „Demokratie ist sehr wichtig, wir leben in einem freien Land und sollten jeden akzeptieren“.

Christa Gerdes, ebenfalls Vorstandsmitglied, erzählte den Zuschauern, dass sich bereits im Jahr 2010 das Bündnis „Bunt statt Braun“ zusammengeschlossen hat. Auslöser war der Versuch einer rechtsradikalen Gruppe, die Maikundgebung auf dem Forchheimer Rathausplatz zu stören.

Das Ziel des Bündnisses war es, solche Aktionen in Zukunft zu verhindern und gemeinsam in der Stadt und im Landkreis Forchheim für eine Gesellschaft einzutreten, die weltoffen, demokratisch und bunt ist – frei von Rassismus, Antisemitismus und Ausgrenzung. Dafür leisten sie nicht nur Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit, sondern arbeiten auch mit anderen regionalen und überregionalen Organisationen zusammen.

Besonders wichtig ist ihnen dabei zu betonen, dass ihr Verein unparteiisch ist, um allen Menschen die Möglichkeit zu geben, sich gegen Rechtsradikalismus zu wehren.

Dank an den Vorstand von „Bunt statt Braun"

Knut Cramer, Pfarrer der Christuskirche in Forchheim, richtete seine Worte direkt an den Vorstand und hob hervor: „Ich bin dem Verein sehr dankbar, für die Arbeit, die sie leisten und dass zu Demonstrationen aufgerufen wurde. Das Thema ist gerade auch aufgrund der aktuellen Wahlergebnisse zentral und wichtig.“

Während dem letzten Teil der Veranstaltung wurden Ideen gesammelt, welche Aktivitäten in Zukunft mit den neu gewonnenen Mitgliedern geplant werden können. Die Vorschläge waren vielfältig und reichten von Informationsständen bis hin zu einem Besuch beim Frühlingsfest des Bürgerzentrums, bei dem Menschen aus allen Nationen vertreten sein werden.

Rudi Kari ist Rentner aus Eggolsheim, kam als interessierter Bürger zur Veranstaltung und sagte passend zum Abschluss: „Ich bin hier, um mich sinnstiftend für dieses Thema einzusetzen. Ich weiß noch nicht, was ich tun kann, aber möchte mich einfach beteiligen. Ich kann einfach nicht nichts tun.“

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