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Tourismuskonzept
Ebermannstadt präsentiert, Bürger entwickeln mit
Tanja Brunnhuber bringt eine Bürgeridee an der Stellwand „Erlebniswelt EBS bewegt“ an.Forchheim & Fränkische Schweiz
Tanja Brunnhuber bringt eine Bürgeridee an der Stellwand „Erlebniswelt EBS bewegt“ an. // Carmen Schwind
Signet des Fränkischen Tags von Carmen Schwind
Ebermannstadt – Ebermannstadt will Besucher mit neuen Ideen überraschen und mehr junge Familien anlocken. Dafür wurden zahlreiche Vorschläge auch aus der Bevölkerung gesammelt.

„Wir präsentieren heute den aktuellen Stand des Tourismuskonzeptes, aber das ist noch nicht das endgültige Konzept“, sagt Tanja Brunnhuber von der Tourismus-Beratung „Destinationtomarket“. Sie und Andreas Lorenz von „Tourismusplanb“ stellten die Ergebnisse ihrer bisherigen Untersuchungen in einer Bürgerversammlung vor.

Gemeinsam mit Vertretern der Gastronomie, des Stadtrates und des Tourismus hatten sie ein Konzept erstellt, das nun um Anregungen der Bürger ergänzt werden soll. Andreas Lorenz stellte die Ausgangssituation vor: „In Ebermannstadt gibt es kein touristisches Konzept.“

Eine super Lage

Er wies aber auch darauf hin, dass es in einem solchen nicht nur darum ginge, dass die Besucher sich in der Stadt wohlfühlen, sondern, dass der Tourismus auch die Lebensqualität der Einheimischen fördern solle. „Die Lage von Ebermannstadt ist perfekt“, stellte Tanja Brunnhuber fest.

Die Lage sei zentral, mit guter Verkehrsanbindung. Allerdings fehle ein Verkehrskonzept, der öffentliche Nahverkehr sei lückenhaft und es fehlen E-Lademöglichkeiten. „Zukünftig werden viel mehr Gäste mit einem E-Auto anreisen“, fügte sie hinzu.

Trends im Tourismus

Brunnhuber zählte weitere Stärken und Schwächen auf. Positiv sind aus ihrer Sicht die Einkaufsmöglichkeiten, Wanderwege und die Kulinarik.

Das werde aber zu wenig beworben und es fehle an Angeboten der veganen Trendküche und der Kreativität in der Gastronomie. Weiter stellte sie zum Beispiel fest, dass es eine Vielzahl von Initiativen gebe, aber keinen organisatorischen „Kümmerer“.

Andreas Lorenz klärte die Bürger über die derzeitigen Trends im Tourismus auf: „Menschen wollen raus aus dem Alltagsstress und dem Druck am Arbeitsplatz. Sie sehnen sich nach Balance mit sich selbst.“

Aufgrund des demografischen Wandels gebe es immer mehr ältere, kaufkräftige Menschen. Für sie alle solle ein Angebot in Ebermannstadt geschaffen werden.

Besucher vom „nostalgisch-bürgerlichen Milieu“

Daraus hatte das Team Chancen abgeleitet: Es soll eine „Wir-Kultur“ aufgebaut werden mit einem umfangreichen, ganzjährigen Aktivangebot.

Nach Ansicht des Teams wird Ebermannstadt derzeit stark vom „nostalgisch-bürgerlichen Milieu“ besucht – Menschen über 50, die mit dem Auto anreisen, bummeln und entspannen wollen. Die neuen Hauptzielgruppen sollen aber etwas jüngere Eltern mit ihren Kindern sein, die sportlich aktiv sind und mit Spaß die Stadt entdecken wollen. Außerdem sollen ältere Paare angelockt werden, die das authentische Ebermannstadt und eine mentale Auszeit in der Natur erleben wollen.

Bürger bringen sich ein

Auch an aktive, jüngere Menschen soll später gedacht werden, die „coole Entdeckungen“ in Ebermannstadt machen möchten. Lorenz wies darauf hin, dass der Gast kein Produkt, sondern Emotionen kaufen will. Aus einem Mix des Angebots entstanden die beiden Erlebniswelten „EBS bewegt“ und „Unterwegs zuhause in EBS“.

Nach der Präsentation fragte Lorenz, was denn noch fehle. Ein Bürger meinte, dass ihm die bildende Funktion fehle. Eine Besucherin merkte an, dass man auch mit der medizinischen Versorgung vor Ort punkten könne.

Ein anderer Bürger wies darauf hin, dass zur Regionalität auch die regionale Energieversorgung gehöre. Darin sei Ebermannstadt vorbildlich.

Ideen werden eingebaut

Die Bürger konnten an drei Stellwänden ihre Wünsche und Ideen anbringen lassen. Sie sammelten zum Beispiel Aussichtspunkte, die „Höhenflüge“ auslösen und inspirieren können.

Hier wurden Burgstall, der Panoramaweg am Walberla, die Erlebnisrunde Moggast, die Waller Warte, der Zuckerhut und der Hummerstein genannt. Die Ideen werden nun in das Konzept eingebaut.

 

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