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Eröffnung 2027 geplant
Große Freude in Streitberg: Freibadsanierung startet endlich
Große Freude der Beteiligten beim symbolischen Spatenstich in Streitberg.
Große Freude der Beteiligten beim symbolischen Spatenstich in Streitberg. // Thomas Weichert
Streitberg – Die Sanierung des Familienbads in Streitberg beginnt. Beim symbolischen Spatenstich ließen Politiker den langen Weg bis dahin Revue passieren. Wie es nun mit den Bauarbeiten weitergeht.

„Bei bestem Badewetter“ fand der Spatenstich für die Sanierung des Familienschwimmbads Streitberg statt, sagte ein gut gelaunter Landrat Hermann Ulm (CSU) vor dem verschneiten historischen und denkmalgeschützten Badareal, das 1931 errichtet wurde. Für Bürgermeister Marco Trautner (FW/CSU) war der Startschuss ein besonderer Tag, nicht nur für den Markt Wiesenttal, sondern für die gesamte Region. Denn mit dem Spatenstich setze man einen wichtigen Startpunkt für die Sanierung des Familienschwimmbads eines Ortes, der für viele weit mehr als nur ein Becken mit Wasser ist.

Freibad Fränkische Schweiz: Sanierung in Streitberg startet

Damit starte der Markt Wiesenttal mit einem Highlight in das neue Jahr 2026. Zur Badesaison 2027 soll das Bad dann wiedereröffnet werden. Bis dahin war es dann ein langer Weg gewesen, der 2019 begonnen hatte. Seitdem arbeiteten die Akteure auf politischer und Verwaltungsebene eng zusammen, damit die drei Freibäder Gräfenberg, Egloffstein und Streitberg endlich mit einem einzigartigen Pilotprojekt saniert werden können.

Streitberg profitiert von Sonderprogramm für Schwimmbadförderung

Viele Hindernisse mussten in diesem Zeitraum überwunden und Stolpersteine beiseite geschafft. Dass alle drei Bäder nun saniert werden können, ist vor allem einem Bundesförderprogramm wegen der interkommunalen Zusammenarbeit zur Sanierung der drei Familienbäder in der Fränkischen Schweiz zu verdanken, aus dem es insgesamt 3,8 Millionen Euro an Bundesfördermitteln, paritätisch aufgeteilt auf alle drei Gemeinden, gibt. Pro Bad sind dies 1,266 Millionen Euro. Zudem ist es gelungen, dass aus dem 2018 aufgelegten bayerischen Sonderprogramm für Schwimmbadförderung für alle drei Bäder weitere 1,649 Millionen Euro hinzukommen, was einer Gesamtfördersumme von 5,5 Millionen Euro entspricht.

Konkret für den Markt Wiesenttal sind dies zusätzlich zu den Bundesmitteln 602.000 Euro vom Freistaat Bayern, von dem es diese nur gibt, weil für die Grundschulkinder künftig Schwimmunterricht in den Freibädern stattfindet. Egloffstein bekommt aus dem bayerischen Förderprogramm 312.000 Euro und die Stadt Gräfenberg 735.000 Euro. Bei einer Investitionssumme von 3,4 Millionen Euro bedeutet dies für den Markt Wiesenttal einen Eigenanteil von rund 1,87 Millionen Euro, die aus der klammen Gemeindekasse finanziert werden müssen. Was wird speziell in Streitberg erneuert?

Noch ist das Familienschwimmbad im Winterschlaf.
Noch ist das Familienschwimmbad im Winterschlaf. // Thomas Weichert

Neu sein werden ein neues Edelstahlschwimmbecken mit Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich mit Erneuerung der Rutsche  und barrierefreiem Zugang, ein Kinderplanschbecken mit Wasserspielen, neue sanitäre Anlagen mit Duschen, eine neue Wasseraufbereitungsanlage, die Wiederherstellung der Außenanlagen und die Sanierung der historischen Gebäude. Die Sanierung bezeichnete Trautner „als ein starkes Zeichen dafür, dass in Lebensqualität, in Freizeitangebote und vor allem in die kommenden Generationen investiert werde“. Ein modernes, sicheres und attraktives Schwimmbad sei heute keine Selbstverständlichkeit mehr.

„Es erfordert zu Entscheidungen, sorgfältige Planung und nicht zuletzt auch finanzielle Verantwortung“, betonte Trautner. Der Spatenstich sei nicht nur ein symbolischer Akt, sondern er stehe für Aufbruch, Zusammenarbeit und Vertrauen in die Zukunft der Gemeinde. Mit der Sanierung schaffe man nicht nur bessere technische Bedingungen, sondern einen Ort, der wieder einladend, nachhaltig und zeitgemäß ist. Einen Ort, an dem sich Familien wohlfühlen, Kinder schwimmen lernen und an dem Gemeinschaft gelebt wird.

Fränkische Schweiz: Drei Freibäder werden saniert

„Wir können stolz darauf sein, was wir gemeinsam geschafft haben“, so der Rathauschef. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (FW) zollte den drei Bürgermeistern und den Gemeinderäten der drei Kommunen sowie den Mitgliedern der Fördervereine ein großes Lob. Sie alle haben nie aufgegeben. Sein Dank galt auch Landrat Ulm und seinem Fachbereichsleiter für Energie und Klima Dominik Bigge der das Bundesförderprogramm entdeckt hatte. CSU-Landtagsabgeordneter Michael Hofmann betonte, dass man nun zu Recht den dritten Spatenstich zu einer Freibadsanierung in der Fränkischen Schweiz feiert.

Das Streitberger Bad sei einzigartig und das Gesamtkonzept für alle drei Bäder ein „politisches Einhorn“. In Zukunft werde es jedoch Anstrengungen brauchen, um die drei Bäder zu erhalten. Hier sei laut Hofmann Kreativität beim Betrieb gefragt. Hofmanns Dank galt auch den Steuerzahlern. Regierungsvizepräsident Thomas Engel sagte, dass seine Mitarbeiter mächtig stolz darauf sind, dass sie alle drei Projekte unterstützen durften.

Gemeinden nicht zur Sanierung von Freibädern verpflichtet

Sein Vorschlag, im halbjährlichen Abstand die Einweihung aller drei Bäder zu feiern, stieß auf Zustimmung. Landrat Ulm sprach von einem Spagat seiner Kommunalaufsicht. Zum einen wurden alle drei Sanierungsprojekte von ihm befürwortet – sonst hätte es auch nicht geklappt –, zum anderen mussten alle drei Gemeinden quasi in letzter Minute einen gerade noch genehmigungsfähigen Haushaltsplan vorlegen, der noch nachgebessert werden musste. Denn Sanierungen von Bädern sind freiwillige Leistungen.

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