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Jetzt beginnt die Sanierung
Große Freude: Freibäder in Fränkischer Schweiz sind gerettet
Die Sanierung der Freibäder in Gräfenberg, Egloffstein und Streitberg kann beginnen.
Die Sanierung der Freibäder in Gräfenberg, Egloffstein und Streitberg kann beginnen. // Petra Malbrich
Ab 2026 soll wieder Betrieb auch im Freibad in Streitberg herrschen.Forchheim & Fränkische Schweiz
Ab 2026 soll wieder Betrieb auch im Freibad in Streitberg herrschen. // Josef Hofbauer, Archiv
Der symbolische Spatenstich vor dem Freibad Egloffstein fand mit Politikprominenz und den drei Bürgermeistern statt.Forchheim & Fränkische Schweiz
Der symbolische Spatenstich vor dem Freibad Egloffstein fand mit Politikprominenz und den drei Bürgermeistern statt. // Thomas Weichert
Egloffstein – In der Fränkischen Schweiz fand der symbolische Spatenstich für die Sanierung der Bäder in Egloffstein, Streitberg und Gräfenberg statt. Ein wichtiger Förderbescheid steht aber noch aus.

Auch wenn der Förderbescheid aus Berlin immer noch auf sich warten lässt, dürfte nichts mehr schiefgehen mit der Sanierung der Freibäder in Gräfenberg, Egloffstein und Streitberg. Bei Eiseskälte fand am Freitagnachmittag vor dem Egloffsteiner Bad der symbolische Spatenstich statt, zu dem mehr Menschen gekommen waren, als vom Egloffsteiner Bürgermeister Stefan Förtsch (CSU) erwartet.

Ziel: bis zur Freibadsaison 2026 fertig

Bis zur Badesaison 2026 sollen dann alle drei Freibäder in neuem Glanz erstrahlen und wieder geöffnet werden. „Heute ist ein Tag, der für Aufbruch, Optimismus und Zukunft steht“, sagte Förtsch, der auch für seine Bürgermeisterkollegen aus der Stadt Gräfenberg und dem Markt Wiesenttal sprach.

Freibäder in der Fränkischen Schweiz werden saniert

Mit dem Spatenstich beginne man offiziell die interkommunale Sanierung der Freibäder. Förtsch sprach von einem wichtigen gemeinsamen Etappenziel, an dem man nun nach einem langen Weg angekommen sei. Erst jetzt beginne aber die eigentliche Arbeit.

In Egloffstein soll der Baubeginn schon kommende Woche erfolgen, die weiteren Vergaben der Gewerke erfolgen dann ab Mai nächsten Jahres. Dass man in Egloffstein schon anfangen kann, obwohl der Förderbescheid vom Bund noch nicht eingegangen ist, hat man der Genehmigung für einen vorzeitigen Maßnahmenbeginn zu verdanken. Vom Bund erwartet Förtsch 1,26 Millionen Euro als Zuschuss und vom Freistaat Bayern weitere 372.000 Euro. Egloffstein muss aber selbst einen Eigenanteil von rund 1,1 Millionen Euro nach aktuellem Stand der Dinge beisteuern.

Freibad Gräfenberg war 2024 noch geöffnet

Den Förderbescheid des Freistaats haben alle drei Kommunen schon erhalten. Das Freibad Gräfenberg hatte in diesem Jahr noch geöffnet. Bürgermeister Ralf Kunzmann (FW) erklärte, dass der Bauzeitenplan für die Sanierung des Bades mit dem Büro noch abgesprochen werden müsse. Es könne daher sein, dass die Badesaison in Gräfenberg im nächsten Jahr noch stattfinde.

In Gräfenberg wie auch in Streitberg erwartet man die gleich hohe Förderung vom Bund wie in Egloffstein. Vom Freistaat kommen in Gräfenberg 735.000 hinzu, eine Millionen Euro muss die Stadt selbst schultern.

Im Markt Wiesenttal findet am 20. Januar eine Besprechung für die Ausschreibungen mit dem Planer statt, informierte Bürgermeister Marco Trautner (FW/CSU). 2026, wenn möglich, soll alles fertig sein und das seit 2020 geschlossene Familienschwimmbad wieder öffnen. 602.000 Euro bekommt Wiesenttal neben der Bundesförderung zusätzlich vom Freistaat. So verbleiben für den Markt noch rund 1,5 Millionen Euro an Eigenmitteln.

Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber: „Kulturbestandteil“

Der oberfränkische Regierungsvizepräsident Thomas Engel nannte es ein „hervorragendes Beispiel“ einer interkommunalen Zusammenarbeit, verwies aber darauf, dass es das Geld vom Freistaat nur wegen der Schwimmförderung für Kinder gebe. Wichtig seien alle drei Projekte aber auch für den Tourismus und die Gesundheit. „Heute ist ein Festtag auf einem steinigen Weg, der weiterhin noch schwierig sein wird“, sagte der Forchheimer Landrat Hermann Ulm (CSU).

Der Bayerische Umweltminister Thorsten Glauber (FW) befand, dass die drei Bäder Kulturbestandteil der Heimat seien. Für die Region sei die Sanierung der Bäder mit Gesamtkosten von rund neun Millionen Euro eine Weichenstellung. Nun gelte es, unter dem Dach der Fördervereine auch den Betrieb für die Zukunft zu sichern.

Bundestagsabgeordnete Anette Kramme und Silke Launert vor Ort

„Heute erfasst mich nur eines, und das ist eine große Freude“, sagte Staatssekretärin Anette Kramme (SPD). Als Kind habe sie Schwimmen im Egloffsteiner Bad gelernt. Ihre CSU-Bundestagskollegin Silke Launert vewies darauf, dass es nur gelingen konnte, weil alle zusammengehalten hätten. Für die zwei Politikerinnen hatte Förtsch eine Überraschung: Freikarten für das Egloffsteiner Bad. Dann soll es ein Wettschwimmen zwischen Förtsch, Kramme und Launert geben. Eine Überraschung hatte auch CSU-Landtagsabgeordneter Michael Hofmann, dessen Grußwort Förtsch verlass. Er lud die drei Fördervereine zu einem Besuch im Landtag ein.

Und eine Überraschung gab es auch für Yves Kull-Porisch, den unermüdlichen Kämpfer für die Freibäder. Er erhielt vom Sprecher der Freibadfördervereine, Matthias Striebich, ein T-Shirt mit Herz und der Aufschrift „Retter des Freibads“.

 

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