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Diskussion um Zebrastreifen
Elterntaxis: Ist der Schulweg in Gößweinstein zu gefährlich?
Zeitweise Straßensperrung
Elterntaxis gefährdeten Schüler in Gößweinstein, sagt eine Gemeinderätin. // Christoph Reichwein/dpa
Gößweinstein – Elterntaxis verursachen Chaos vor Gößweinsteins Schulen. Kein leicht zu lösendes Problem. Welche Ansätze es gibt.

Die Gößweinsteiner Gemeinderätin Carolin Keller (FW/BMG) brachte einen nach ihrer Ansicht großen Missstand während der Gemeinderatssitzung zur Sprache. Es geht dabei um uneinsichtige und rücksichtslose Eltern, die ihr Kind im Elterntaxi allmorgendlich werktags zur Grund- und Mittelschule in Gößweinstein bringen würden, obwohl sie dies gar nicht müssten.

Mit dem Parken vor der Schule würden die Elterntaxis laut Keller die Verkehrssicherheit der Kinder gefährden, die noch zur Schule laufen. Denn diese Kinder müssten zwischen den haltenden Autos hindurchlaufen, um zur Schule zu kommen. Dies ist laut Keller fast lebensgefährlich. „Das ist eine aktive Verkehrsbehinderung von unvernünftigen Eltern, die ihr Kind selbst zur Schule bringen“, sagte Keller, die wissen wollte, ob man dagegen etwas tun könne. 

Parkverstöße in Gößweinstein wegen Elterntaxis

Bürgermeister Hanngörg Zimmermann (FW/BMG) ist das Problem bekannt. Einzig was helfe, sei wohl, mit den Eltern zu reden. Dies habe er auch schon mehrmals versucht – doch ohne großen Erfolg. Sie würden sogar auf Flächen parken, auf denen absolutes Halteverbot herrsche, auf dem Lehrparkplatz oder sogar auf dem Pausenhof direkt vor dem Schuleingang „Leider funktioniert das gemeinschaftliche Miteinander nicht mehr so gut“, klagte auch der Rathauschef.

Und der Schülerlotsendienst sei in Gößweinstein auch schon vor Jahren eingeschlafen, was sehr bedauerlich sei. Es fanden sich aber keine Freiwilligen dazu mehr. Eigentlich könne man nur Anzeige bei der Polizei erstatten, denn die Gemeinde habe keine Handhabe dagegen. Aber bis die Polizei wegen Parkverstößen komme, seien die Fahrzeuge schon nicht mehr vorhanden und nachweisbar. 

Viel Geld für Schulbusse in Gößweinstein ausgegeben

Den Vorschlag, einen Zebrastreifen auf die Viktor-von-Scheffel-Straße vor der Schule zu pinseln, hält Zimmermann wegen der suggerierten Sicherheit für die Kinder noch viel gefährlicher. Denn vielen Autofahrern sei ein Zebrastreifen egal. Zudem betonte Zimmermann, dass die Gemeinde viel Geld für den Schülertransport mit Schulbussen ausgebe. Jedes Kind, das zwei Kilometer von der Schule entfernt wohnt, hat einen Anspruch auf diese kostenlose Schülerbeförderung. „Vielen der Eltern, Großeltern, Tanten und Onkel ist das aber egal. Sie fahren die Kinder trotzdem mit dem Privatauto bis vor die Haustür der Schule“, konstatierte Keller ziemlich frustriert. 

 

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