Noch einmal stand der Bauantrag zur Erweiterung des Lebensmittelmarktes Norma mit Bäcker und der Nutzungsänderung des Markgrafen-Getränkemarktes im Bebauungsplan „Langgraben“ in der Pretzfelder Straße auf der Tagesordnung des Gemeinderates Kirchehrenbach. Nun steht fest, dass aus dem ehemaligen Getränkemarkt ein Fitnessstudio wird.
Kirchehrenbach: Fitnessstudio kommt in Markgrafen Getränkemarkt
Das Landratsamt Forchheim stellte inzwischen eine Abweichung der bestehenden Baugrenzen in Aussicht. Eine Erweiterung sei ausnahmsweise auch im festgesetzten Gewerbegebiet zulässig. Die Grundfläche des Getränkemarktes soll nun vollständig als Fitnessstudio genutzt werden. Laut Planunterlagen bleibt die Zufahrt über die Pretzfelder Straße erhalten, was zuvor nicht geplant war.
Die bestehende Norma-Filiale soll um eine Verkaufsfläche von rund 222 Quadratmetern erweitert werden. Die Bäckereifiliale besteht aus einer Bäckereiverkaufsfläche von 74 Quadratmetern mit Nebenflächen von 42 Quadratmetern sowie einer Außensitzfläche von 63,5 Quadratmetern. Dies führt zu einer Reduzierung von derzeit 85 auf künftig 76 Stellplätze. Da laut Stellplatznachweis nur 55 Stellplätze erforderlich sind, stimmte der Rat einstimmig der Erweiterung und der Nutzungsänderung zu.
Benutzungsgebühren für den Kindergarten angepasst
Die Benutzungsgebühren für den Kindergarten waren eigentlich schon während der vorherigen Sitzung beschlossen worden. Allerdings war dabei von einer Änderungssatzung ausgegangen worden. Da es sich jedoch mittlerweile um komplett neue Satzungen handelt, musste der Rat noch einmal darüber abstimmen. Bürgermeisterin Anja Gebhardt (SPD) stellte dazu fest, dass es zu Irritationen gekommen sei.
Dabei ging es um die Frage, was passieren wird, wenn die Erziehungsberechtigten mit der Zahlung der Beiträge drei Monate in Verzug sind. Dazu stellte Gebhardt klar, dass es um einen Ausschluss vom Besuch gehe, nicht um eine Vertragskündigung, was ein großer Unterschied sei. Zudem handle es sich um eine „Kann-Regelung“, die den Ausnahmefall regele. Diese Regelung wurde nun in der neuen Satzung auf zwei Monate verkürzt. „Diese Anpassung der Benutzungsverordnung wurde in Kooperation mit der Verwaltung, der Gemeinde und der Kindertagesstätte erarbeitet“, betonte Gebhardt.
Konvoibildung als Ergänzung zur Nahwärmeplanung
Eine Konvoibildung im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung mit den VG-Gemeinden Leutenbach und Weilersbach sahen die Mitglieder des Bauausschusses noch skeptisch. Denn Kirchehrenbach plant ein eigenes Nahwärmenetz, weshalb dies ein Schritt zurück sei, heißt es im Beschluss des Bauausschusses. Für den stellvertretenden Bürgermeister Michael Knörlein (CSU) ist die Konvoibildung jedoch lediglich eine Ergänzung, die man parallel laufen lassen könne, weil dadurch Kosten gespart würden. Jede Kommune müsse bis 2028 ein entsprechendes Konzept vorlegen, was allein für Kirchehrenbach rund 15.000 Euro kosten würde. Schließen sich mehrere Gemeinden zusammen, wird es günstiger und könnte aufgrund des Zuschusses kostenneutral sein.
Der Rat beschloss daher, dass eine Kooperationsvereinbarung mit Leutenbach und Weilersbach erarbeitet wird. An die Firma Naturstrom wurde für die Interessensabfrage für das Nahwärmenetz der Auftrag in Höhe von 6664 Euro vergeben.
Am Spielplatz Lindenanger wird zudem eine Komposttoilette für 5117 Euro angeschafft. Für Beschichtungsarbeiten an der Kreuzigungsgruppe werden 3753 Euro fällig.














