Das wird teuer, vor allem für die Anschlussteilnehmer der Kläranlage Ebermannstadt. Denn die beiden Nachklärbecken bedürfen einer Sanierung oder am besten gleich eines Neubaues.
Nachklärbecken Ebermannstadt müssen erneuert werden
Dafür sind Kosten von drei Millionen bis fünf Millionen Euro im Gespräch. Vom Ingenieurbüro BaurConsult war deshalb Matthias Kraft zur jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses gekommen, um drei Sanierungsvarianten vorzustellen. Es wird laut Bürgermeisterin Christiane Meyer (NLE) aller Voraussicht nach auf einen Neubau für rund fünf Millionen Euro hinauslaufen, da dies langfristig gesehen die wirtschaftlichste und somit auch kostengünstigste Variante ist.
Neubau langfristig günstiger
Bei Variante 1 würde das Nachklärbecken saniert, was aber zur Folge hätte, dass ein neues Zwischenhebewerk erforderlich wäre. Die Kaskaden 1 und 2 würden dabei abgerissen werden. Dafür liegt die Kostenschätzung brutto bei rund 4,25 Millionen Euro. Dafür würden aber die Betriebskosten etwa bei 11.000 Euro pro Jahr und zusätzlichen Stromkosten von 18.000 Euro pro Jahr liegen.
Variante 2 ist ein kompletter Neubau mit Abriss der Kaskaden. Die Kostenschätzung hierfür liegt bei rund fünf Millionen Euro. Dennoch ist es langfristig die günstigste Variante, weil dafür nur 6000 Euro Betriebskosten im Jahr anfallen. Zu nennen wäre noch die dritte Variante mit der Sanierung beider Nachklärbecken, die aber weitere technische Neubauten an der Anlage erforderlich machen würde.
Diese Variante würde zwar nur rund 3 Millionen Euro kosten, jedoch dann Betriebskosten pro Jahr von 28.000 Euro verursachen. Strommehrkosten fallen bei den zwei letzteren Varianten nicht an. Kraft empfiehlt im Gespräch mit dem FT einen Neubau. Denn nur ein Neubau sei langfristig auf die nächsten 25 bis 30 Jahre eine gesicherte Abwasserbehandlung.
Es wird wohl ein Neubau
Dafür sprechen eine optimierte und effizientere Betriebsführung für die Zulauf- und Rücklaufschlammsteuerung durch ein Becken, Reserven aufgrund des Ausbaus und der Erweiterung eine hohe Flexibilität bei geänderten Eingangsbedingungen und der Nichterforderlichkeit eines Zwischenhebewerks.
Für die Mitglieder des Bauausschusses war dies lediglich eine Information; entscheiden, welche Variante zum Zuge kommt, wird dann der Gesamtstadtrat. Meyer geht aber davon aus, dass es ein Neubau wird.
Zudem muss nun schnell entschieden werden, damit die Stadt und somit die Anschlussteilnehmer noch in den Genuss der höheren Förderung nach der RZWas 2021 kommen, die Ende dieses Jahres ausläuft. Ausschlaggebend ist der Zeitpunkt der Beantragung der Förderung, die noch dieses Jahr erfolgen müsse. Noch heuer müssen die Anschlussteilnehmer der Kläranlage mit Verbesserungsbeiträgen rechnen.
Wie hoch diese ausfallen werden, ist noch nicht bekannt. Da auch die Gemeinde Unterleinleiter und Teile des Marktes Wiesenttal in die Ebermannstädter Kläranlage einleiten, ist auch für die Bürger in diesen Gemeinden mit Verbesserungsbeiträgen zu rechnen. Beschließen müssen dies aber die Gremien dieser Gemeinden selbst.
Steuerung erneuern
Außerdem muss in der Kläranlage Ebermannstadt die SPS-Steuerung erneuert werden. Dies könnte laut Meyer weitere 400.000 Euro kosten. Aus nichtöffentlicher Sitzung berichtete die Rathaus-Chefin, dass die Bauleistung für die elektrischen Anlagen der Stadthalle Ebermannstadt an die Firma EHW-Wunder aus Heiligenstadt für 128.448 Euro vergeben wurde.
Der Auftrag für die jährliche Winterdienstpauschale in Höhe von 8872 Euro ging an den Maschinenring Oberfranken. Die Nepomukbrücke muss, insbesondere wegen der zusätzlichen Belastung durch die alten Beläge aus den 1975er Jahren, einer statischen Nachrechnung unterzogen werden. Diese ist auch für die Durchführung einer Instandsetzungsmaßnahme erforderlich. Die Verwaltung prüft derzeit vorliegende Angebote.
Die Baumaßnahme zur Sanierung der Unteren Hauptstraße befindet sich aktuell im Bauzeitenplan und die Arbeiten für das Urnengedenkfeld des Friedhofs in Rüssenbach dauern noch etwa drei Wochen.
Lesen Sie auch:












