Sportschützen
Obertrubach: Neuer Schießstand im Visier
Die Schützengilde Trubachtal plant einen neuen Schießstand.
Die Schützengilde Trubachtal plant einen neuen Schießstand.
Symbolfoto: FT/Archiv
F-Signet von Thomas Weichert Fränkischer Tag
Obertrubach – In Obertrubach ist ein neuer Schießstand in Planung. Vom Gemeinderat gibt es Kritik an diesem Vorhaben, denn die Zukunft der Schützenverein ist unklar.

Ein neuer 50-Meter-Schießstand mit Funktionsräumen für 430.000 Euro: Das ist der Traum der Schützengilde Trubachtal Obertrubach 1979. Neben dem Sportheim der SpVgg Obertrubach soll der Schießstand errichtet werden.

In der Gemeinderatsitzung bat der Schützenverein deshalb nun um die finanzielle Unterstützung der Gemeinde sowie um die Übernahme einer Ausfallbürgschaft. Zur Vorstellung des Projektes und zur Beantwortung von Fragen erteilte das Gremium dem ersten Schützenmeister, Thomas Distler, als Vertreter des Schützenvereines das Wort. Distler erläuterte dem Rat die Vereinsaktivitäten, die Planungen, die finanzielle Situation und die bereits bestehenden Kooperationen der Schützen mit anderen Schützenvereinen.

Keine Ausfallbürgschaft mehr

In der darauf folgenden Diskussion zeigte sich, dass der Gemeinderat die Übernahme einer Ausfallbürgschaft ablehne. Erst im vergangenen Sommer hatte der Gemeinderat eine gemeindliche Sportförderrichtlinie erarbeitet. Die Ratsmitglieder Benjamin Dresel (ABL) und Thomas Laitsch (DGH) erinnerten daran, dass die erst wenige Monate alte Richtlinie keine Bürgschaftsübernahme vorsähe.

Gerade um die Sportvereine gleich und verlässlich zu behandeln, wolle man daran festhalten. Einer finanziellen Unterstützung nach Maßgabe der besagten Richtlinie zeigte sich der Gemeinderat um die Ratsmitglieder Stefan Lang (CSU) und Richard Grüner (UWG) offen.

Verschärfte Waffengesetze können zum Problem werden

Wenig angetan vom Vorhaben des Schützenvereines zeigte sich Ratsmitglied und Gründungsschützenmeister Erich Fiedler (BU), der deutlich artikulierte, dass er nichts von dem neuen Schießstand halte. Fiedler riet dem Verein, nicht zuletzt aufgrund der sich verschärfenden Waffengesetze und der dünner werdenden Mitgliederdecke, nachdrücklich dazu, von seinem Vorhaben Abstand zu nehmen.

Einstimmig votierte der Gemeinderat schließlich, die Bürgschaftsübernahme abzulehnen, eine finanzielle Förderung nach der Richtlinie jedoch grundsätzlich in Aussicht zu stellen, wobei offene Punkte noch geklärt werden müssten.

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