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Neunkirchen am Brand
Pumptrack wird die neue Attraktion
Pumptracks, speziell geschaffene Mountainbikestrecken, werden immer beliebter.Forchheim & Fränkische Schweiz
Pumptracks, speziell geschaffene Mountainbikestrecken, werden immer beliebter. // Marijan Murat, dpa
Signet des Fränkischen Tags von Petra Malbrich
Neunkirchen am Brand – In Neunkirchen am Brand soll eine Pumptrack-Anlage entstehen. Die soll vor allem Mountainbike-Fahrer anlocken.

Eine Buckelpiste für Fahrräder, Skateboards, aber auch für Rollatoren – einen so genannten Pumptrack baut die Gemeinde nun am Platz beim Jugendtreff „Outback“ auf mehreren Tausend Quadratmetern.

Mit 360.000 Euro ist dieses Leuchtturmprojekt beziffert. Es ist der erste Pumptrack, der im Landkreis gebaut wird.

Drei Bereiche eingeteilt

Im Prinzip wird der Platz, auf dem der Pumptrack errichtet wird, in drei Bereiche aufgeteilt. Im unteren Bereich ist eine Rampe. Der eigentliche Pumptrack wird auf der rechten Seite gebaut und sieht wie eine Acht aus. Daneben entsteht eine kleinere, eher ovalförmige Piste. Hier dürfen die Kinder üben.

Zusätzlich bereichert wird der Platz mit einer kleinen Sprungschanze, einer Trickschanze, für die jugendlichen Skateboardfahrer.

Die Attraktivität des Pumptracks besteht in seiner Multifunktionalität. „Es ist eine coole Anlage, da sie so gebaut ist, dass sie vom Kind bis zum Rollatorfahrer, der Sicherheit gewinnen soll, benutzt werden kann“, freut sich Bürgermeister Martin Walz (CSU).

Sicherheit gewinnen

Genau die kleinen Unebenheiten und die leichten Kurven sind dazu da, diese Sicherheit zu gewinnen. Das kann ein Kind sein, das gerade seine ersten Tretversuche auf dem Fahrrad unternimmt, oder ein älterer Mensch, der sich mithilfe des Rollators fortbewegen muss.

Die Piste ist eben nicht eben und dieses leichte „Hoch und Runter und zwischendurch ein wenig Schräglage“ bringt realitätsnahe Bedingungen auf einem verkehrssicheren Platz.

Sogar für Rollstuhlfahrer geeignet

Dass es multifunktional genutzt werden kann, liegt an der Bodenbeschaffenheit. „Der Pumptrack wird asphaltiert“, sagt Walz. Mit einem speziellen Asphalt, einem besseren Flüsterasphalt.

„Deshalb kann man dort selbst mit einem Rollator fahren“, erklärt der Neunkirchner Bürgermeister. Die Gesamtfahrfläche der Buckelpisten beträgt 400 Quadratmeter.

Der eigentliche Pumptrack hat eine Länge von 180 Metern, der kleinere Teil ist 42 Meter lang. Gegen dieses Projekt gab es keinerlei Einwendungen.

Die Räte waren begeistert und befürworteten einstimmig, dieses Projekt umzusetzen. Der Förderantrag wird nun gestellt.

Für die Fahrradfahrer

Sicherer auf der Straße unterwegs, aber auch den Straßenverkehr für die Fahrradfahrer sicherer machen, das ist das Anliegen der Gemeinde, die sich dafür ausgesprochen hat, dem Arbeitskreis fahrradfreundlicher Kommunen Bayern beizutreten.

Ist dieser Beitritt ein Schritt in die richtige Richtung?, war die Frage, mit der sich die Marktgemeinderäte auseinandersetzten. Doch, es ist der richtige Schritt, befand eine klare Mehrheit.

Externe Partner sollen helfen

Der Arbeitskreis löse zwar nicht alle Probleme, hieß es. Doch mit den externen Partnern werde überlegt, was anders gemacht werden könne. Das gemeinsame Begutachten und Beraten ist die Herangehensweise des Vereins.

„Es geht nicht darum, neue Straßen zu bauen“, erklärte Bürgermeister Walz auf Nachfrage. Es sind die kleinen Dinge, die bereits Veränderungen bewirken. Wo kann eine Kreuzung entschärft werden, damit Radfahrer diese sicherer queren können?

Bei Fragen sind immer Fachleute da, die antworten können, auch von den Erfahrungen anderer Kommunen kann profitiert werden. Wie lösen diese Probleme?

Vor allem, so die Freien Wähler, würde der Blick nicht nur auf den Radverkehr gerichtet sein, sondern alles würde betrachtet werden. Andere fragten, ob es nicht besser sei, ein Ingenieurbüro ins Boot zu holen.

Bei zwei Gegenstimmen wurde der Beitritt beschlossen. Jede Maßnahme, um fahrradfreundlicher zu werden, wird jedoch im Gemeinderat behandelt.

 

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