„Klima ist wie Bier zu warm ist´s scheiße“ oder „Stoppt Profit und Gier“ steht auf den Plakaten, mit denen die Aktivisten von Fridays for Future am Freitag durch Forchheim gezogen sind. Zum dreizehnten Mal fand der globale Klimastreik statt. Auch in Forchheim gingen einige Menschen auf die Straße.
Doch die Massen an Teilnehmern, wie man sie aus den Jahren zuvor kannte, blieben aus – trotzt des spätsommerlichen schönen Wetters. Beim Vorbereiten auf den Start der Demonstration fiel es auch den Anwesenden selbst deutlich auf.
„Wo sind die Jungen? Wo ist die Future?“, fragte sich ein älterer Herr als sich alle Teilnehmer im Le-Perreux-Park aufstellten. Tatsächlich waren kaum jüngere Menschen anwesend, die meisten waren schon etwas älter.
Daher sah die Gruppe anders aus als die Schülergruppen, die man sonst bei den Klima-Demos gewohnt ist. Insgesamt machte sich nur eine kleinere Gruppe an Menschen auf den Weg durch die Innenstadt.
Ziele der Demonstration
„Wir haben schon was erreicht“ betonte Franziska Wild aus dem Organisationsteam in ihrer Rede nach der Demonstration. So gäbe es beispielsweise immer mehr E-Ladesäulen in Forchheim und die Wiesentalbahn sei vermehrt im Gespräch. Jedoch sei das bei weitem nicht genug.
Aufgrund der Unzufriedenheit mit der aktuellen Klimapolitik fordert Fridays for Future Forchheim vor allem das Klimageld. Der Mechanismus dahinter ist folgender: Der Staat macht den Ausstoß von CO² teurer und zahlt diese Einnahmen dann an die Bürger aus.
Für die Forchheimer „Fridays“ sind die lokalen Themen entscheidend. „Wir brauchen Dinge, die wir auch in ländlichen Regionen umsetzen können“ forderte Wild. Kritisiert wurden zudem die Mitfahrbänke, die laut Wild „keine Revolution des ÖPNV darstellen würden“. Daher sind die Forderungen in Forchheim Ruftaxis und besser ausgebaute Fahrradwege. „Es ist manchmal fast lebensgefährlich in Forchheim Rad zu fahren, ein gutes Beispiel ist die Piastenbrücke“, betont ein Vertreter des ADFC.
Alle Redner zeigten sich motiviert und dankbar gegenüber den Teilnehmern, obwohl es deutlich weniger waren als im letzten Jahr.
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