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Diese Sanierungen stehen an
Landkreis Forchheim: Neue Straßen trotz Sparkurs?
Hier entsteht ein Kreisverkehr: Die Retterner Kanzel ist nicht wiederzuerkennen.
Der Kreisverkehr an der Retterner Kanzel ist fast fertig. Doch auch andernorts sind Straßenbaumaßnahmen im Landkreis nötig. // Martin Landeck
Landkreis Forchheim – Damit die Straßen im Landkreis nicht verkommen, muss regelmäßig investiert werden. Eine Herausforderung angesichts der knappen Haushaltslage. Wo dennoch kommendes Jahr die Bagger rollen sollen.

Die Großbaustelle an der Retterner Kanzel neigt sich dem Ende. Noch vor Weihnachten soll der neue Kreisverkehr eröffnet werden. Die Kosten inklusive Planung belaufen sich auf knapp zwei Millionen Euro. Während ein Projekt bald abgeschlossen ist, warten schon viele weitere auf ihre Umsetzung. Gleichzeitig muss auch der Landkreis Forchheim im Hinblick auf den Haushalt jeden Cent zweimal umdrehen. 

Warum viele Straßenbauprojekte trotzdem nicht weiter aufgeschoben werden sollten, erklärte Dieter Els, Leiter des Tiefbauamtes, in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bauangelegenheiten. Zum einen sei Straßenbau eine Pflichtaufgabe, betonte Els. Zum anderen würden auch Tourismus und Gemeinden von einer guten Verkehrsinfrastruktur profitieren. Vom Thema Verkehrssicherheit ganz zu schweigen. Ohne ausreichende Mittel würden die Verkehrswege im Landkreis immer weiter verfallen, appellierte Els an die anwesenden Kreisräte. 

Landkreis Forchheim: Straßen müssen erneuert werden

Die Liste an Unterhaltsmaßnahmen als auch nötigen Investitionen, die der Tiefbauamtsleiter mitgebracht hat, ist lang. „Die Maßnahmen, die da drin stehen, wären alle schon nächstes Jahr notwendig“, erklärt Els. Aus Kostengründen und wegen des begrenzten Personals seien sie bereits auf die kommenden Jahre verteilt.

Ein weiteres Aufschieben der Maßnahmen ist aus seiner Sicht keine Option. „Je weniger jetzt getan wird, umso mehr muss später gezahlt werden“, sagt Els. Eine falsche Sparsamkeit könne hohe Folgekosten nach sich ziehen. In den vergangenen zwei Jahren sei beim Haushalt im Tiefbaubereich viel gekürzt worden, bestätigt auch Landrat Hermann Ulm. Das sei keine dauerhafte Lösung. 

Kosten für Unterhaltung von Straßen

Ein Kostenpunkt ist zunächst die Unterhaltung der bestehenden Straßen. Für 2025 stehen vier größere Projekte auf der Liste. 

  • Kreisstraße FO 5: Eggolsheim – Weigelshofen (Für 2025 veranschlagte Kosten laut Plan: 780.000 Euro)
  • Kreisstraße FO 11: Ortsdurchfahrt Weilersbach (Für 2025 veranschlagte Kosten laut Plan: 265.000 Euro)
  • Kreisstraße FO 14: Ortsdurchfahrt Wiesenthau (Für 2025 veranschlagte Kosten laut Plan: 220.000 Euro)
  • Kreisstraße FO 37: Wannbach – Sattelmannsburg  (Für 2025 veranschlagte Kosten laut Plan: 750.000 Euro) 

Hier sind jeweils Arbeiten wie Fräsen, Profilausgleich und Erneuerung der Entwässerung vorgesehen. 

Investition: Ausbau FO 21 Wichstenstein – Bieberbach

Noch deutlich länger ist die Liste an laut Els notwendigen Investitionen im Tiefbaubereich, also Projekte, bei denen etwas Neues entsteht. Die höchsten Ausgaben stehen nach aktuellem Stand für den Ausbau der Kreisstraße FO 21 zwischen Wichsenstein und Bieberbach an. Stolze 1,82 Millionen Euro sind dafür 2025 veranschlagt. Auf rund 1,5 Kilometern soll dort im kommenden Jahr die Straße ausgebaut werden. Grund hierfür sind laut Els unter anderem der schlechte Zustand der Straße und die schmale Fahrbahn. 

Weitere größere Ausgaben sind unter anderem für Restkosten von bereits umgesetzten Projekten vorgesehen. Für den Ausbau der Einmündung der FO 17 (Retterner Kanzel) sind für 2025 425.000 Euro eingeplant. Dabei handelt es sich unter anderem um Restleistungen an die Baufirma, Kosten für Grunderwerb und Notarkosten. Der deutlich größere Anteil für diese Maßnahme war bereits im Haushalt 2024 angesetzt. 

Auch für den Ausbau zwischen Hetzelsdorf und Hundshaupten fallen 2025 noch Restzahlungen an. Die Baumaßnahme an sich soll allerdings schon Mitte Dezember dieses Jahres fertig sein. Bei den Investitionsmaßnahmen ist laut Tiefbauamtsleiter Els mit Zuschüssen zwischen 55 und 70 Prozent zu rechnen. 

Landkreis: Forchheim Haushalt 2025

Was angesichts der angespannten Haushaltssituation tatsächlich umgesetzt werden kann, bleibt abzuwarten. Der Bauausschuss stimmte dem Haushaltsplan 2025-2028 zu – unter Vorbehalt der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel. Ob es dabei bleibt, wird sich spätestens bei der Verabschiedung des Haushalts im Frühjahr des kommenden Jahres zeigen. 

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