Bereits vor etwa einem Jahr wurde die Brücke nach Eggolsheim über die A 73 verbreitert, um Platz für einen Geh- und Radweg zu schaffen. Der alte Radweg ist nun gesperrt und der neue noch nicht gebaut. Wer mit dem Fahrrad die Brücke über die A 73 nach Eggolsheim passieren möchte, wird also schnell gestoppt.
Ein großes Schild, das die Durchfahrt verbietet, und eine Absperrung zur Baustelle blockieren den Weg. Gewarnt werden die Autofahrer zwar mit einem Schild, das auf die Radler aufmerksam macht, mit dem Fahrrad muss man trotzdem auf die viel befahrene Straße ausweichen.
Eggolsheim: Bauarbeiten längst abgeschlossen
Die Brücke der Autobahn GmbH des Bundes wurde im Zuge der Sanierung vergangenes Jahr verbreitert, um Platz für einen Geh- und Radweg zu schaffen. Die Bauarbeiten sind längst abgeschlossen. Der Radweg, für den die Arbeiter des Landratsamt Forchheim zuständig sind, lässt aber noch auf sich warten. Darüber ärgert sich der Eggolsheimer Harald Schindler: Der Radler fährt beinahe täglich an der Brücke vorbei und wundert sich jedes Mal darüber, dass es auf der Baustelle nicht vorangeht.
Hinzu kommt, dass die Fahrbahn wegen der Betonschutzplanken verengt ist. Deshalb sei ein Fahrradfahrer, der von einem Kraftfahrzeug überholt wird, einer überaus gefährlichen Situation ausgesetzt, erklärt Schindler. Doch der Eggolsheimer hält die enge Überfahrt sogar für Autos riskant.
Sobald etwas breitere Fahrzeuge, wie kleine Transporter oder Busse, sich auf der Brücke begegnen, müsse man sich vor sogenannten „Spiegelklatschern“ in Acht nehmen, so der verärgerte Radfahrer. Im Begegnungsverkehr kann es schon mal eng werden. Wenn da ein Autofahrer zum Überholmanöver eines Fahrradfahrers ausschert, sei die Unfallgefahr äußerst groß.
Eine Lage, die der engagierte Eggolsheimer nicht akzeptieren will. Im Juni fragte Schindler beim Tiefbauamt des Landratsamt Forchheim nach, wann die Arbeiten an der Brücke fortgesetzt würden. Das Landratsamt antwortete, dass der Grund für die Absperrung des bereits vorhandenen Geh- und Radweg sicherheitstechnische Gründe habe. Der Weg weise keinerlei Absturzsicherung auf und wird aus diesem Grund im Laufe des Jahres erneuert.
Personalmangel ist schuld an Verzögerung
Dieter Els, Fachbereichsleiter des Tiefbauamts, klärt weiter auf: Wegen Personalmangels mussten die Arbeiten an dem neuen Geh- und Radweg so weit aufgeschoben werden. Die Bauarbeiter des Landratsamt Forchheim würden an anderen Baustellen im Landkreis gebraucht.
Die fahrbahnverengenden Schutzleitplanken aus Beton, die für den Radler Harald Schindler wenig Sinn ergeben, seien ein Muss laut Els. Sie würden Autofahrer sowie Radfahrer vor einem Sturz von der Brücke schützen. Später, wenn der Radweg gebaut sei, diene die Betonabsperrung als eine Art Abschirmung vor ausscherenden Autos für die Radler, die am Straßenrand auf dem Radweg entlangfahren.
Radwegbaustelle: Ein Ende in Sicht
Doch Els lässt die Radler hoffen: Schon im Herbst sollen die Bauarbeiten beginnen. Innerhalb von zwei bis drei Monaten soll der Weg laut Schätzungen des Tiefbauamtes errichtet sein. Für die Eggolsheimer bedeutet das, dass sie nächstes Jahr endlich die A 73 auf einem Radweg Richtung Eggolsheim mit ihren Fahrrädern überqueren können.













