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Neuer S-Bahnhof
Eindrücke von der Jungfernfahrt: Forchheim Nord ist eröffnet
Forchheim NordForchheim & Fränkische Schweiz
Noch bevor mit der Fahrplanänderung am 15. Dezember der S-Bahnhof Forchheim Nord offiziell ans Netz angebunden wird, rollt am Montag die erste S-Bahn in den Halt ein. // Anna-Lena Reif
Forchheim – Premiere in Forchheim: Die S1 fährt erstmals in den neuen Bahnhof Forchheim Nord ein. Ein Meilenstein für den öffentlichen Nahverkehr.

Am Nürnberger Hauptbahnhof wirkt auf Gleis 1 alles wie immer. Jeden Moment wird die S1 nach Erlangen einrollen. Doch an diesem Montag, 9. Dezember, soll die S-Bahn dort noch nicht enden. Auch wenn weder die Anzeigetafel am Hauptbahnhof noch die in der S-Bahn es erahnen lassen, soll dieser Zug der allererste sein, der im neuen S-Bahnhof Forchheim Nord einfahren soll. 

Gemächlich rollt der Zug in Nürnberg ein, Menschen steigen aus, andere wieder ein. Die Waggons sind für einen Montagnachmittag gut gefüllt. Einen Halt nach dem anderen klappert die S-Bahn ab, über Fürth arbeitet sie sich Ort für Ort nach Erlangen vor.

Sonderzug fährt ab Erlangen nach Forchheim Nord

Hier strömen die Fahrgäste aus dem Zug. Ein wenig komisch fühlt es sich schon an, ganz allein im Waggon sitzen zu bleiben. Ob der Zug auch wirklich weiterfährt? Doch da setzt er sich auch schon in Bewegung in Richtung Forchheim. Und da, ganz vorne, sitzen auch ein paar Vertreter der Deutschen Bahn, die ebenfalls nach Forchheim unterwegs sind.

Als die Türen sich schließlich erneut öffnen und den Blick auf das nagelneue Schild „Forchheim Nord“ freigeben, herrscht am Bahnsteig schon reges Treiben. Erst mit dem Fahrplanwechsel am 15. Dezember soll die Station offiziell in den Fahrplan eingebunden sein, doch schon am Montag hat sich hier die politische Prominenz versammelt, um den Bahnhof feierlich einzuweihen. Forchheims Bürgermeister Uwe Kirschstein ist vor Ort, auch Landrat Hermann Ulm, Umweltminister Thorsten Glauber, Landtagsabgeordneter Michael Hofmann und Bundestagsabgeordnete Lisa Badum sind anwesend. 

Forchheim Nord
Am Nürnberger Hauptbahnhof lässt die Anzeigetafel noch nicht erahnen, dass diese S-Bahn die erste sein wird, die im neuen Bahnhof Forchheim Nord einfährt. // FOTOGALERIE Anna-Lena Reif
Forchheim Nord
In Erlangen leert der Zug sich – ab hier fährt die S-Bahn als Sonderzug weiter. // FOTOGALERIE Anna-Lena Reif
Forchheim Nord
Die S1 hält zum ersten Mal in Forchheim Nord. // FOTOGALERIE Anna-Lena Reif
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 // FOTOGALERIE Martin Landeck Pretzfeld
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Forchheim Nord
Zur Einweihung ist viel politische Prominenz anwesend, wie Bürgermeister Uwe Kirschstein und Umweltminister Torsten Glauber. // FOTOGALERIE Martin Landeck Pretzfeld
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Forchheim Nord
 // FOTOGALERIE Anna-Lena Reif
Forchheim Nord
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Forchheim Nord
Heiko Büttner, Konzernbevollmächtigter der DB in Bayern, bezeichnet die S-Bahn als „Rückgrat des öffentlichen Nahverkehrs“. // FOTOGALERIE Anna-Lena Reif
Forchheim Nord
Auch der Bayerische Verkehrsminister, Christian Bernreiter, nimmt an der Einweihung teil. // FOTOGALERIE Anna-Lena Reif

S1 verkehrt ab dem 15. Dezember am neuen Bahnhof 

In einem kleinen Zelt abseits des Bahnsteigs findet schließlich bei Punsch und Lebkuchen die Feier statt. „Der Halt war nicht im Bundesverkehrswegeplan vorgesehen. Aber nachdem hier in den letzten Jahren im Rahmen der Viergleisigkeit sehr viel gebaut worden ist, wurde Gott sei Dank entschieden, dass man die Synergien nutzt und dass man es gleich richtig macht, wenn schon gebaut wird“, sagt Konzernbevollmächtigter der DB Heiko Büttner zur Eröffnung. „Die S-Bahn ist das Rückgrat des öffentlichen Nahverkehrs in der Metropolregion Nürnberg. Mit dem neuen Haltepunkt schaffen wir einen weiteren Meilenstein für ein attraktives Angebot auf der Schiene." 

Rund 1200 Reisende sollen hier ab kommenden Sonntag täglich ein- und aussteigen.  „Damit haben wir als Oberzentrum für all die Menschen, die im Norden unserer Stadt wohnen, arbeiten und die Schulen besuchen, ein neues, attraktives Mobilitätsangebot und leisten gleichzeitig einen Beitrag zur Entlastung der Straßen sowie zum Klimaschutz“, so Kirschstein.   

Neuer Bahnhof ist barrierefrei

Die S-Bahn-Station sei modern ausgestattet, wie die Bahn mitteilt. „Eine Rampe zum 140 Meter langen Mittelbahnsteig, ein taktiles Wegeleitsystem und zwei moderne Wetterhäuschen sorgen für barrierefreies Reisen und Komfort“, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Barrierefreiheit sei längst keine Selbstverständlichkeit, gerade in Zeiten, in denen man viel über „den Zustand der Infrastruktur“ spreche, wie Büttner betont. 

Fast 300 Millionen Euro hat der vierspurige Bahnausbau zwischen Forchheim und Eggolsheim gekostet. Dabei sind acht Brücken entstanden, darunter auch die einzigartige Zwillingsbrücke über die A73. 2021 begann der Bau des neuen S-Bahn-Haltes Forchheim Nord. 

Wenn am Sonntag der neue Fahrplan in Kraft tritt, können Zugfahrer ab der neuen Haltestelle mit der S1 in 19 Minuten in Bamberg sein. Die S-Bahn verkehrt hier stündlich, an Wochentagen kommt noch ein Regionalexpress hinzu. In die Gegenrichtung braucht die S-Bahn 16 Minuten nach Erlangen und 44 Minuten zum Nürnberger Hauptbahnhof. 

 

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