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IHK-Konjunkturumfrage
Forchheims Unternehmen blicken skeptisch in die Zukunft
Das Konjunkturbarometer in Forchheim tendiert weiterhin zu stürmisch.Forchheim & Fränkische Schweiz
Das Konjunkturbarometer in Forchheim tendiert weiterhin zu stürmisch. // Andrea Sachs – adobestock.com
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LKR Forchheim – In der IHK-Konjunkturumfrage schätzen die Unternehmen in Stadt und Landkreis Forchheim ihre Lage unverändert verhalten ein. Die Erwartungen sind im Keller. Der Präsident hat klare Forderungen.

Die konjunkturelle Einschätzung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Oberfranken für die Forchheimer Wirtschaft bleibt im Vergleich zum Herbst nahezu unverändert. Die Unternehmen aus Stadt und Landkreis starteten demnach mit einer verhaltenen Lagebeurteilung und einer pessimistischen Prognose für die kommenden Monate ins Jahr.

„Die Rahmenbedingungen haben sich nicht nennenswert verbessert: eine schwächelnde Nachfrage, neue und alte bürokratische Vorgaben, die es den Betrieben zusehends schwer machen. Wirtschaft braucht Handlungsspielräume und vor allem Planungssicherheit, beides ist dieser Tage schwer zu finden“, sagt der IHK-Präsident und Vorsitzende des IHK-Gremiums Forchheim, Michael Waasner.

Die aktuelle Geschäftslage

Die aktuelle Geschäftslage bei den befragten Unternehmen aus Stadt und Landkreis Forchheim ist laut Pressemitteilung der IHK auch zu Jahresbeginn nahezu ausgeglichen. 19 Prozent der Firmen geben ein positives Feedback und berichten, dass ihre Geschäftslage gut ist. Eine schlechte betriebliche Situation vermelden 21 Prozent. Die weiteren 60 Prozent stufen die Lage als befriedigend ein. Damit ändere sich die Lagebeurteilung im Vergleich zum Herbst nur leicht.

Das Marktumfeld bleibe angespannt und viele befragte Firmen berichteten von Umsatzrückgängen im Inland und Ausland, wobei sich die Lage auf dem internationalen Parkett schwieriger für die Unternehmen darstelle als auf dem Inlandsmarkt. „Nicht wenige Unternehmen stehen gut da und können sich auf ihren Märkten gut behaupten. Auf der anderen Seite müssen wir bei den im Saldo stetig rückläufigen Umsätzen davon ausgehen, dass bei manchen Unternehmen nicht mehr viel Wasser unterm Kiel sein dürfte“, meint Waasner. Und auch die Kapazitätsauslastungen ändern sich demnach im Vergleich zur vorherigen Umfrage nicht: Jeweils ein Viertel berichtet von einer vollen beziehungsweise einer zu geringen Auslastung.

Der Blick auf die anstehenden Monate bleibt laut IHK bei den befragten Forchheimer Unternehmerinnen und Unternehmern unverändert pessimistisch. 40 Prozent würden mit einer Verschlechterung der eigenen Geschäftslage rechnen. Eine Verbesserung erwarteten hingegen nur 13 Prozent. Die weiteren 47 Prozent kalkulierten mit einer konstanten Geschäftslage in den kommenden zwölf Monaten. Damit bleibe der Saldo im tief negativen Bereich.

Impulse aus der Politik fehlen

„Vielen befragten Unternehmen fehlen Impulse aus der Weltwirtschaft und der Politik, um an eine Verbesserung für den eigenen Betrieb zu glauben“, fasst Waasner die Situation zusammen. Gestützt werde die Einschätzung von den Umsatzerwartungen, die für das Inlands- und das Auslandsgeschäft zum wiederholten Male negativ seien. Michael Waasner appelliert: „Damit unser Standort wieder zurück zu mehr Wettbewerbsfähigkeit findet, muss die Politik beiseite räumen, was den wirtschaftlichen Erfolg unserer Unternehmen hierzulande ausbremst: schleppende Planungs- und Genehmigungsprozesse ebenso wie die überbordende Bürokratie im betrieblichen Alltag.“

Positiver Ausreißer und im Kammerbezirk die Ausnahme seien die Investitionsplanungen der befragten Betriebe aus dem Wirtschaftsraum Forchheim. Mehr Unternehmen planten, ihre Investitionen zu steigern, als dass Betriebe diese senken wollten.

Anders und in seiner Deutlichkeit mit Sorge zu betrachten sei es bei den Beschäftigtenplanungen: Mittlerweile rechne knapp ein Drittel der Firmen mit einem rückläufigen Personalbestand. Einen Personalaufbau planen hingegen nur noch neun Prozent.

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