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Im alten Edeka
Mit Vesper und Backwaren: Dorfladen in Hiltpoltstein geplant
Bürgermeisterin Schulze-Bauer will den geschlossenen Edeka-Markt wieder eröffnen.Forchheim & Fränkische Schweiz
Bürgermeisterin Schulze-Bauer will den geschlossenen Edeka-Markt wieder eröffnen. // Petra Malbrich
Hiltpoltstein – Der leerstehende Edeka-Markt soll zu einem Nahversorgungsladen mit kleinem Café werden. Worauf sich die Bürger in Hiltpoltstein freuen können.

Seit September vergangenen Jahres ist der Nahversorger Edeka geschlossen. Nur freitags halten Bäcker und verkaufen Brot und Backwaren aus dem Wagen heraus. Darauf warten viele Leute. Ansonsten Leere. „Wenn man den toten Laden sieht – schlimm“, sagt Bürgermeisterin Gisela Schulze-Bauer (BfH). „Es war ein Platz zum Einkaufen. Die Senioren konnten sich versorgen. Es war ein Platz der Begegnung.“ Und genau das soll es wieder werden, denn während der Monate der Stille, ist die Bürgermeisterin nicht untätig geblieben.

Unbemerkt von der Öffentlichkeit hat Schulze-Bauer Gespräche geführt, verhandelt und bereits Zusagen erhalten. Ein Dorfladen soll entstehen. Wie? Das ist noch nicht ganz geklärt. Eine Art Genossenschaft, mit Beteiligung der Bürger. Die ersten Gespräche hatte die Gemeindechefin mit den Eigentümern des ehemaligen Nahversorgers geführt. Schließlich braucht auch ein Dorfladen Räumlichkeiten und die vorhandenen bieten sich an.

Einigung auf „vernünftige Pacht“

„Wir haben uns auf eine vernünftige Pacht geeinigt“, sagt Schulze-Bauer. „Wir wollen einen Dorfladen mit einem kleinen Café einrichten. Es soll ein schöner Nahversorgungsladen werden und ein Kommunikationszentrum“, erklärt Schulze-Bauer. Der Platz ist attraktiv, gerade für Durchreisende und Pendler. Auch Brotzeiten, wie beispielsweise warmen Leberkäse, möchten sie anbieten.

Freilich muss das alles auch finanziert werden. Um Zuschüsse hat sich Schulze-Bauer ebenfalls gekümmert. „Es wird über Leader und das Amt für ländliche Entwicklung gefördert“, betont Schulze-Bauer. „Die Kühlgeräte müssen ausgetauscht werden. Sie verbrauchen viel Strom“, sagt die Bürgermeisterin und hat sich deshalb auch mit der Sparkasse und der Raiffeisenbank in Verbindung gesetzt. Mit Erfolg: „Sie haben ihre Unterstützung zugesagt“, so Schulze-Bauer.

Lieferant gefunden

Die große Hürde sei gewesen, einen Lieferanten für den kleinen Laden zu finden. Doch auch das ist gelungen. Der Edeka-Food Service wird den Hiltpoltsteiner Dorfladen beliefern. Der Steuerberater hat kostenlos beraten und viel Unterstützung aus der Bevölkerung wird in die Entstehung des Ladens einfließen. Eine Bürgerin mit Buchhaltungskenntnissen wird helfen. Aber: „Es soll nicht nur ehrenamtlich sein, sonst ist es nicht zu halten“, sagt Schulze-Bauer und meint damit das gesamte Vorhaben Dorfladen. Auch Rücklagen sollten geschaffen werden, um Gerätschaften kaufen zu können.

Neben dem Sortiment eines Nahversorgers, dem Café, bestehend aus ein paar Tischen und Stühlen und der warmen Vesper, würden auch wieder Backwaren von verschiedenen Bäckern angeboten werden. Das war bei Edeka Merkel so und hatte sich bewährt. Einen weiteren Unterstützer erhält die Gemeindechefin in Thomas Laitsch, dem Vorsitzenden der Obertrubacher Dorfladen Gesellschaft.

Die Vorarbeiten sind nun alle erledigt. Jetzt informierte die Bürgermeisterin die Bürger mit Aufruf in den amtlichen Nachrichten der VG Gräfenberg. Positive Rückläufe hat die Bürgermeisterin bereits erhalten. Nun wird ermittelt, welche Bürger bereit wären, mit Anteilen in eine Genossenschaft zu investieren. Auch in der nächsten Gemeinderatssitzung ist der Dorfladen Thema. „Wir müssen in Vorleistung gehen, damit der Dorfladen funktioniert und ins Laufen kommt“, erklärt Schulze-Bauer.

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