Wichtiger Güterweg
Main-Donau- Kanal wird 30 Jahre alt
Der Main-Donau-Kanal (hier bei Forchheim) verbindet den Main bei Bamberg mit der Donau bei Kelheim.
Der Main-Donau-Kanal (hier bei Forchheim) verbindet den Main bei Bamberg mit der Donau bei Kelheim.
Foto: Matthias Hoch/Archiv
F-Signet von Redaktion Fränkischer Tag
Forchheim – Der Main-Donau-Kanal ist eine wichtige Wasserstraße, die durch den Landkreis Forchheim fließt. Warum der Kanal so wichtig für die Region ist.

Vor gut 30 Jahren, am 25. September 1992, wurde der Main-DonauKanal fertig gestellt. Er verbindet den Main bei Bamberg mit der Donau bei Kelheim und ist Teil des europaweit bedeutsamen Wasserweges zwischen der Nordsee und dem Schwarzem Meer.

Wie aus einer Pressemitteilung der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes hervorgeht, sei der Kanal jedoch mehr eine Verkehrsader für den Gütertransports: Guido Zander, Leiter des Wasserstraßen und Schifffahrtsamtes Donau MDK: „Der Main-Donau-Kanal ist zu einem wichtigen und vielfältigen Standortfaktor geworden. Der Kanal ist weit über die Region hinaus von Bedeutung für Wirtschaft, Natur, Erholung, Freizeit und Tourismus. Die Bedeutung des Kanals wird weiter zunehmen.“

1921 fällt der Startschuss

Die erste Idee einer Verbindung zwischen Main und Donau geht auf Karl den Großen zurück. Er versuchte bereits im frühen Mittelalter eine beschiffbare Handelsstraße zwischen Main und Donau zu bauen − scheiterte jedoch. Der erste erfolgreiche Versuch einer Flussverbindung war der Ludwig-Donau-Main-Kanal. Der bayerische König Ludwig I ließ ihn zwischen 1836 und 1846 bauen.

Vertrag zwischen der Weimarer Republik und dem Freistaat Bayern

Der Startschuss für den modernen Main-Donau-Kanal geht auf das Jahr 1921 zurück: Mit einem Staatsvertrag zwischen der damaligen Weimarer Republik und dem Freistaat Bayern wurde die Rhein-Main-Donau-AG gegründet. Sie bekam den Auftrag, eine Großschifffahrtsstraße von Aschaffenburg bis Passau zu bauen.

Die Arbeiten am eigentlichen Kanal begannen jedoch erst im Jahr 1960 von Bamberg aus und wurden 1992 erfolgreich abgeschlossen. Ziel war es, den Kanal so zu bauen, dass Schiffe ihn möglichst zügig passieren können.

So hat der Kanal zur Überwindung der europäischen Hauptwasserscheide auf einer Höhe von 406 Metern über dem Meeresspiegel − dem höchsten Punkt im europäischen Wasserstraßennetz − nur 16 Schleusen mit besonders großen Hubhöhen bis zu knapp 25 Metern Höhe.

Schiffslänge bis zu 135 Metern

Nach Informationen des Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung kann die Verbidnung zwischen Main und Donau mit modernen Großmotorgüterschiffen mit bis zu 135 Metern Länge und 11,45 Metern Breite befahren werden. Im Schiffsverband kann der Kanal sogar mit einer Gesamtlänge von bis zu 190 Metern befahren werden – jeweils mit Abladetiefen bis 2,70 Metern. Ein modernes Binnenschiff transportiert die Ladung von 100 Lkw.

Optimierungen hat die Wasserstraßen und Schifffahrtsverwaltung bereits seit 2007 umgesetzt. Seitdem werden alle 16 Schleusen von vier Leitzentralen aus fernbedient. Das habe die Wirtschaftlichkeit im Betrieb erhöht. Auch das Verkehrsmanagement wurde verbessert.

Eine Schleuse wird vorgestellt

Das Wasserstraßen und Schifffahrtsamt Donau MDK will das 30. Jubiläum zum Anlass nehmen, allen Interessierten die vielfältigen Aufgaben während eines Tages der offenen Tür am 15. und 16. Oktober jeweils von 10.30 bis 17 Uhr an der Schleuse Eibach südlich von Nürnberg vorzustellen.

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