Die Gastroszene und das Geschäftsleben im Stadtzentrum von Forchheim sind im Wandel: Jüngst haben zahlreiche neue Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants in der Innenstadt aufgemacht – und weitere Läden stehen bereits in den Startlöchern. Der Fränkische Tag hat hinter die Kulissen der neu eröffneten und kommenden Geschäfte geblickt. Über diese neuen Geschäfte und Gastrobetriebe dürfen sich die Forchheimerinnen und Forchheimer in 2022 freuen:
1. Café Soul: Gemütlicher Treffpunkt – besonders für Familien
Das familienfreundliche Café Soul am Marktplatz 1 feierte am vergangenen Freitag, 21. Januar, Softopening. In dem modern eingerichteten Selbstbedienungscafé mit rund 28 Sitzplätzen erwartet die Gäste selbst gemachte Kuchen und frischer Kaffee aus der Siebträgermaschine. Die kreativen Backwaren-Kreationen macht Konditorin Julia Sitter. Mitten im offen gestalteten Familiencafé steht ein Kinderspielbereich bereit.
Im Außenbereich ist noch eine Terrasse geplant, die bald fertig umgebaut werden soll. Aktuell ist das Café Soul Dienstag bis Samstag, von 9 bis 17 Uhr, geöffnet. Gerade an Wochenenden könnten die Öffnungszeiten womöglich in den Abend verlängert werden, verrät Spiga, wenn im Soul dann auch italienische Weine und Leckereien serviert werden sollen.
2. Little India: Indisch genießen, aber moderner
Gleich um die Ecke am Paradeplatz hat am 24. Dezember das neue indische Restaurant „Little India“ in Forchheim eröffnet. Die Innenräume am Paradeplatz 18, in dem vorher ein anderes indisches Restaurant war, wurden komplett neu und moderner umgebaut. Neben indischen Klassikern wie Chicken Masala stehen auch neue Streetfood-Gerichte wie frittierte Gemüsebällchen auf der Speisekarte.
Im „Little India“ stehen bis zu 55 Sitzplätze bereit. Geöffnet ist Montag bis Freitag, 11.30 bis 14.30 Uhr und 17.30 bis 23 Uhr. Samstags und Sonntags 13 bis 23 Uhr. Aufgrund der Corona-Beschränkungen müssen Gastrobetriebe aktuell aber um 22 Uhr schließen.
3. Supermarkt Güni: Lang ersehnter Nahversorger
Unweit davon in der Nürnberger Straße 2 hat seit 28. Dezember nun der heiß erwartete Supermarkt Güni seine Pforten geöffnet. Neben ostanatolischen Produkten bietet der Einkaufsladen alltägliche Lebensmittel und Waren an. Von Milch, Brot und Reis über frisches Fleisch, Obst und Gemüse bis zu Tiefkühlwaren, Süßigkeiten und Gewürzen.
Hinter der Neueröffnung des Supermarktes stehen die Forchheimer Brüder Mahsun Can, Temel, Muhsin und Muhammet Günerhan. Nach dem plötzlichen Rewe-Aus am Paradeplatz fehlte in der Königsstadt lange ein zentrumsnaher Supermarkt.
4. „Dash Deluxe“: Bald geht es los
Direkt am Paradeplatz steht eine weitere Neueröffnung bevor: Voraussichtlich am 1. Mai soll das „Dash Delxue“ am Paradeplatz 23 in den leer stehenden Räumen von Sport Wolf aufmachen. Geplant ist ein Gastrobetrieb mit ausgefallenen Burgern, Baguettes und Fingerfood, verrät Betreiber Muhammet Motor. Neben über 200 verschiedene Cocktailsorten will er zudem viele regionale Biere vom Faß ausschenken. „Alle guten Biere aus Forchheim werden auch dabei sein“, betont Motor.
Im überdachten und beheizten Außenbereich mit bis zu 130 Plätzen sollen im „Dash Deluxe“ Shishas angeboten werden. In wenigen Wochen sollen die Umbauten für „Dash Deluxe“, dem „hochwertigen“ Ableger des gleichnamigen Ladens in Bamberg, beginnen. Der Forchheimer hat neun Jahre lang die O.B.A Shishabar am Rathaus betrieben und ist sich sicher: „Forchheim hat so ein großes Potenzial.“
5. „Fabric Base“: Mehr als nur Stoffe
In der Fußgängerzone hat am 1. Dezember das Stoffgeschäft "Fabric Base" aufgemacht. Inhaberin Sylvia Brunner war vor der Neueröffnung zwei Jahre mit ihrem Stoffladen in Neunkirchen am Brand vertreten. Jetzt ist die gebürtige Buckenhofenerin mit ihrem Stoff-Geschäft in ihre Heimatstadt umgezogen. In dem 80 Quadratmeter großen Verkaufsraum in der Hauptstraße 50 bietet sie mehr als 1000 verschiedene Stoffe und Kurzwaren an.
Besonders beliebt seien derzeit floral bedruckte Stoffe mit Naturmotiven. Auch nachhaltige Biostoffe würden immer beliebter werden. Im "Fabric Base" veranstaltet Brunner auch Kinder- und Jugendworkshops, in denen der Nachwuchs an den Nähmaschinen lernen kann. "Ich mag unsere Stadt und freue mich, dass sich doch einiges zum Positiven bewegt", sagt Brunner.
6. Tupperware-Laden: Von Baiersdorf nach Forchheim
Seit Mitte September hat der Tupperware-Laden in der Hauptstraße 40 geöffnet. Hier gibt es das gesamte Sortiment des Tupperware-Katalogs zu kaufen. "In unserer Küche vor Ort ist auch Tupperware-Kochen mit unseren Produkten geplant, sobald die Pandemie es zulässt", verrät Verkäuferin Liane Siegritz. Eine Neuheit sei aktuell beispielsweise, dass Tupperware nun auch Glasbehälter anbietet. Mit dem Verkaufsladen ist die Tupperware-Bezirkshandlung von Filiz Pfeiff nun von Baiersdorf nun in die Forchheimer Innenstadt gezogen.
7. Arizona: Große Wiedereröffnung steht an
Anfang Februar wird das Bar-Restaurant am Forchheimer Rathausplatz nach langer Pause wiedereröffnen, verrät Betreiber Till Stürmer. Zur Wiedereröffnung wurde die Speisekarte überarbeitet: Neue Burger-Kreationen und Steaks werden künftig serviert. Im Arizona wird es zum Beispiel besonders gegarte "Sous-vide"-Steaks, sechs verschiedene vegetarische Burger oder "Poutines"-Pommes geben.
Neu werden zudem geplante Angebotstage wie Veggietag am Dienstag oder Sparerips-Tag am Donnerstag sein, an denen jeweils vegetarische Burger beziehungsweise Rippchen 20 Prozent weniger kosten. "Jetzt sind wir voller Tatendrang und zuversichtlich", sagt Stürmer. "Aufgrund des Lockdowns und des Wasserschadens hatten wir fast zwei Jahre geschlossen und konnten kein Geld verdienen."
Das Bar-Restaurant am Paradeplatz sucht aber auch noch Service- und Küchenpersonal, sowie Unterstützung für einen für die Zukunft geplanten Lieferservice. Das Arizona hat nach dem Reopening immer ab 17 Uhr geöffnet, in den Wintermonaten ist montags Ruhetag.
8. Näh- und Woll-Laden: Verkaufsgeschäft öffnet wieder
In der Hauptstraße 16 startet Mitte März wieder der Forchheimer Näh- und Wollladen durch und öffnet erneut sein Verkaufsgeschäft. Entgegen aller kursierenden falschen Gerüchte aufgrund des Räumungsverkaufes schließe der Laden in Forchheim nämlich nicht, betont Inhaber Uwe Loos. „Wir fokussieren uns aber auf unser Wollgeschäft und hier besonders auf die Sockenwolle“, verrät Loos. Der Laden verkaufe künftig lediglich keine Stoffe, Kurzwaren oder Nähmaschinen mehr.
9. Cutting Lounge: Friseursalon mit vielen Extras
Direkt gegenüber in der Hauptstraße 13 feiert am Mittwoch, 2. Februar, die Cutting Lounge an ihrem neuen Standort Premiere. Zuvor war der Friseursalon am Marktplatz. Mit dem Umzug und der Neueröffnung ist der Friseursalon von Sebastian Martella und Michael Sell deutlich größer und moderner geworden. Neun Mitarbeiter – darunter vier Friseurmeister – bedienen künftig auf über 200 Quadratmeter Fläche die Salonbesucher und -besucherinnen.
Das barrierefreie Haarstudio für Herren und Damen hat einen extra „Waschhaus“-Bereich sowie eine Bar, an der unter anderem zehn verschiedene Kaffees serviert werden sollen. Die Friseurinhaber haben sich zudem eine spezielle Attraktion ausgedacht: Am Eingang ist Forchheims „erster Instagram-Selfiepoint“ geplant, an dem Fotos mit einem großen Hintergrundbild gemacht werden sollen.
Lesen Sie auch:





















