Forchheimer Postbank-Kunden aufgepasst! Die Forchheimer Postbank-Filiale in der Bamberger Straße 51 soll im kommenden Jahr schließen. Das bestätigt das Unternehmen auf Nachfrage des Fränkischen Tags. Die Forchheimer Anlaufstelle ist damit eine von insgesamt rund 200 Filialen der Postbank, die deutschlandweit geschlossen werden sollen. Für die Forchheimer Kunden wirft die Schließung viele Fragen und Umwege auf.
Nächster Schlag für Postbank-Kunden
Es ist nicht die erste harte Nachricht, die Postbank-Kunden im Forchheimer Land in diesem Jahr schlucken mussten. So gab die Bank im Februar bekannt, die Zusammenarbeit mit Post-Partnern im Einzelhandel einzustellen. Vorher konnten Kunden der Postbank beispielsweise ihre Bankgeschäfte in verschiedenen Supermärkten im Landkreis erledigen. Eine Bereicherung, besonders für die älteren Bewohner des Landkreises. Nach dem Ende der Zusammenarbeit mussten Postbank-Kunden ihre Bankgeschäfte in der Forchheimer Filiale erledigen.
Und nun geht für Postbank-Kunden der Weg zum physisch präsenten Bankberater noch ein Stück weiter, denn auch die Filiale in Forchheim macht dicht. „Ja, die Filiale wird im Laufe des ersten Quartals 2025 geschlossen“, bestätigt ein Sprecher der Postbank. Wann es genau so weit ist, konnte der Unternehmenssprecher allerdings bisher nicht verraten. „Wenn der Termin steht und klar ist, welcher Partner die Postdienstleistungen übernimmt, werden die Kunden rechtzeitig informiert“, so ein Sprecher.
Bargeldversorgung bleibt sichergestellt
Trotz fehlender Hauptfiliale soll es den Forchheimer Postbank-Kunden auch in Zukunft nicht an Bargeld mangeln, denn auch wenn die eigene Filiale schließt, gibt es Alternativen. So können Kunden der Postbank beispielsweise kostenfrei Bargeld in Filialen der Commerzbank oder der Hypovereinsbank abheben, beide sind jeweils mit einer Filiale in Forchheim vertreten. Und das schon bald auch gemeinsam am Paradeplatz, denn die derzeitige Filiale der Commerzbank soll noch zum Ende dieses Jahres ins Eckgebäude am Paradeplatz zur Wallstraße einziehen.
Dazu bieten diverse Supermarktketten und Drogerien ebenfalls an, bis zu einem gewissen Wert Bargeld abzuheben.
Wer im dringenden Falle doch von Angesicht zu Angesicht mit einem Berater der Postbank sprechen möchte, muss dagegen zukünftig einen weiteren Weg auf sich nehmen. Die nächsten, zumindest derzeit noch geöffneten Filialen der Postbank, finden sich in Bamberg (Ludwigstraße 25) und Erlangen (Nürnberger Straße 7).
Postangebot bleibt bestehen
Ähnlich verhält es sich auch mit der Sicherstellung des Postangebots. Denn auch wenn die tatsächliche Postfiliale im kommenden Jahr schließt, sollen Pakete und Briefe weiterhin aus und nach Forchheim versendet werden. Dabei übernehmen Einzelhändler immer mehr die Rolle der heimischen Post. Wer das Postangebot der wegfallenden Filiale in der Bamberger Straße übernehmen soll, wird die Postbank zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben.
Warum werden die Filialen geschlossen?
Insgesamt nimmt die Postbank rund 200 Filialen in Visier, denn die Nachfrage nach den Angeboten in den Filialen sinkt stetig. Stattdessen soll das Online-Angebot der Bank weiter ausgebaut werden. Produkte und Services am Handy und am Tablet sollen dabei im Vordergrund stehen, auch die Beratung soll ins Digitale verlegt werden. Dafür baut die Postbank extra Beratungscenter in ganz Deutschland für die Beratung per Video und Telefon. Ein abgespecktes Filialnetz soll aber auch weiter die persönliche Beratung ermöglichen.
Und die Mitarbeiter?
Trotz Schließung der Filiale schließt die Postbank betriebsbedingte Kündigungen grundlegend aus, heißt es auf Nachfrage. Die in Forchheim angesiedelten Kundenberater könnten unverändert in anderen Filialen oder einem der neuen Beratungscenter weiter beschäftigt werden, so der Unternehmenssprecher.
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