Vorfahrtsunfall
73-Jährige erleidet schwere Kopfverletzungen
Der total beschädigte Renault Scenic der mutmaßlichen Unfallverursacherin kam auf einer leichten Böschung zum Stehen.
Der total beschädigte Renault Scenic der mutmaßlichen Unfallverursacherin kam auf einer leichten Böschung zum Stehen.
Foto: Christian Licha
Der Rettungshubschrauber aus Nürnberg flog die schwer verletzte Renault-Fahrerin in das Uniklinikum nach Erlangen.
Der Rettungshubschrauber aus Nürnberg flog die schwer verletzte Renault-Fahrerin in das Uniklinikum nach Erlangen.
Foto: Christian Licha
Schwer beschädigt wurde auch dieser Mercedes, den die 73-Jährige offenbar übersehen hat. In dem Auto saßen drei Männer, sie wurden leicht verletzt.
Schwer beschädigt wurde auch dieser Mercedes, den die 73-Jährige offenbar übersehen hat. In dem Auto saßen drei Männer, sie wurden leicht verletzt.
Foto: Michael Will/BRK
Der Renault der mutmaßlichen Unfallverursacherin wurde auf der Seite schwer beschädigt und schleuderte nach dem Zusammenstoß von der Straße.
Der Renault der mutmaßlichen Unfallverursacherin wurde auf der Seite schwer beschädigt und schleuderte nach dem Zusammenstoß von der Straße.
Foto: Michael Will/BRK
An der Unfallstelle war der Intensivtransporthubschrauber „Christoph Nürnberg“ gelandet. Er flog die Schwerverletzte in die Uniklinik nach Erlangen.
An der Unfallstelle war der Intensivtransporthubschrauber „Christoph Nürnberg“ gelandet. Er flog die Schwerverletzte in die Uniklinik nach Erlangen.
Foto: Michael Will/BRK
An der Unfallstelle war der Intensivtransporthubschrauber „Christoph Nürnberg“ gelandet. Er flog die Schwerverletzte in die Uniklinik nach Erlangen.
An der Unfallstelle war der Intensivtransporthubschrauber „Christoph Nürnberg“ gelandet. Er flog die Schwerverletzte in die Uniklinik nach Erlangen.
Foto: Michael Will/BRK
An der Unfallstelle war der Intensivtransporthubschrauber „Christoph Nürnberg“ gelandet. Er flog die Schwerverletzte in die Uniklinik nach Erlangen.
An der Unfallstelle war der Intensivtransporthubschrauber „Christoph Nürnberg“ gelandet. Er flog die Schwerverletzte in die Uniklinik nach Erlangen.
Foto: Michael Will/BRK
Im Fahrzeug der 73-Jährigen saß ein kleiner Hund. Das Tier blieb unverletzt und wurde zunächst von Feuerwehreinsatzkräften betreut und anschließend in die Obhut der Polizei übergeben.
Im Fahrzeug der 73-Jährigen saß ein kleiner Hund. Das Tier blieb unverletzt und wurde zunächst von Feuerwehreinsatzkräften betreut und anschließend in die Obhut der Polizei übergeben.
Foto: Michael Will/BRK
F-Signet von Christian Licha Fränkischer Tag
Ebern – Eine Schwerverletzte und drei Leichtverletzte sind das Resultat eines schweren Unfalls am Donnerstagabend auf der B279 in Höhe der Abzweigung nach Eyrichshof.

Mit schweren Kopfverletzungen musste eine Seniorin per Rettungshubschrauber in das Klinikum Erlangen geflogen werden.

Gegen 21 Uhr hatte die 73-Jährige aus Nordrhein-Westfalen mit ihrem Renault Scenic von Eyrichshof kommend nach links auf die B279 Richtung Rentweinsdorf abbiegen wollen. Dabei hatte die Fahrerin, die alleine mit ihrem Hund unterwegs war, offensichtlich den vorfahrtsberechtigten Mercedes übersehen, der geradeaus Richtung Pfarrweisach unterwegs war.

In der Folge prallte der mit drei Männern besetzte und in Neustadt/Aisch zugelassene Mercedes auf die hintere linke Seite des Renault. Die Wucht des Aufpralls war so stark, dass am Renault der hintere linke Reifen herausgerissen wurde. Dieser landete neben der Fahrbahn auf der Seite der Einmündung, während das Auto auf die Böschung der gegenüberliegenden Straßenseite katapultiert wurde.

Glück im Unglück

Wie der Sprecher des Bayerischen Roten Kreuzes im Landkreis Haßberge, Michael Will, urteilt, war es Glück für die mutmaßliche Unfallverursacherin am Steuer, dass der Aufprall im Bereich der linken Hintertür und des Reifens erfolgte. Wäre der Mercedes gegen die Fahrertür geprallt, wäre die Frau vermutlich eingeklemmt worden.

Ersthelfer, die Zeugen des Unfalls waren, kümmerten sich sofort um die Verletzten. Kurze Zeit darauf traf auch eine Polizeistreife ein, die zufällig gerade dort unterwegs war.

Auch der Mercedes, in dem die drei Männer saßen, hat nur noch Schrottwert.
Auch der Mercedes, in dem die drei Männer saßen, hat nur noch Schrottwert.
Foto: Licha

Nach dem Eingang des Notrufes alarmierte die Integrierte Leitstelle (ILS) Schweinfurt die Feuerwehren aus Eyrichshof, Fischbach und Ebern sowie vier Rettungswagen aus Ebern, Eltmann, Hofheim und Coburg. Die Feuerwehren unter der Einsatzleitung von Kommandant Manuel Prediger aus Eyrichshof sicherten die Unfallstelle ab, leuchteten sie aus und nahmen auslaufende Betriebsstoffe auf.

Intensivversorgung in der Luft

Außerdem unterstützten die 45 Einsatzkräfte den Rettungsdienst mit Einsatzleiter Matthias Benkert. Wie sich während der Versorgung durch eine Notärztin herausstellte, waren die Verletzungen der 73-Jährigen, eine Ausstellerin beim Weihnachtsmarkt in Eyrichshof, so schwer, dass der Intensivtransporthubschrauber aus Nürnberg nachalarmiert werden musste.

Die drei Männer im Mercedes, alle im Seniorenalter, hatten Glück und wurden nur leicht verletzt. Sie wurden mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht.

An der Einmündung zur B 279 bei Eyrichshof wollte die Renault-Fahrerin nach links abbiegen und übersah dabei offensichtlich einen aus Richtung Bamberg kommenden Mercedes.
An der Einmündung zur B 279 bei Eyrichshof wollte die Renault-Fahrerin nach links abbiegen und übersah dabei offensichtlich einen aus Richtung Bamberg kommenden Mercedes.
Foto: Christian Licha

Wie die beiden Kommandanten David Pfeufer (Ebern) und Christoph Krause (Fischbach) herausstellten, hat die vor einiger Zeit eingeführte Tagesalarmbereitschaft bestens funktioniert. Dabei werden bei Einsätzen für die Feuerwehr Eyrichshof auch immer die Feuerwehrleute aus Fischbach mitalarmiert. Zusätzlich hatten die Fischbacher einen Zeitvorsprung: Kurz zuvor waren sie bei dem gerade stattfindenden Weihnachtsmarkt auf Schloss Eyrichshof als Sicherheitswache eingesetzt und hatten somit einen kurzen Anfahrtsweg.

Micha übernachtet bei der Polizei

Augenscheinlich unverletzt überstand ein Hund den Unfall, der in dem Renault an Bord war. Micha, wie der Rüde laut seiner Halsmarke heißt, wurde während des Einsatzes von einer Feuerwehrfrau liebevoll umsorgt. Ein Polizist erklärte, dass die Tierschutzinitiative Haßberge, die das Tierheim in Zell am Ebersberg betreibt, Nachts keinen Bereitschaftsdienst hat. Deshalb durfte der Vierbeiner im Streifenwagen mitfahren und in den Räumen der Polizeiinspektion übernachten.

Hund "Micha" fuhr im Renault mit und hat den Unfall augenscheinlich unverletzt überstanden. Eine Feuerwehrfrau kümmerte sich um ihn an der Unfallstelle, ehe er die Nacht auf der Polizeiinspektion verbringen durfte.
Hund "Micha" fuhr im Renault mit und hat den Unfall augenscheinlich unverletzt überstanden. Eine Feuerwehrfrau kümmerte sich um ihn an der Unfallstelle, ehe er die Nacht auf der Polizeiinspektion verbringen durfte.
Foto: Christian Licha

Die beiden Fahrzeuge, an denen jeweils Totalschaden (45.000 Euro) entstand, mussten abgeschleppt werden, Der betroffene Abschnitt der B279 war für zwei Stunden komplett gesperrt. Die Feuerwehr leitete den Verkehr um.

Die Wucht des Aufpralls war so groß, dass bei dem Renault der linke Hinterreifen herausgerissen wurde.
Die Wucht des Aufpralls war so groß, dass bei dem Renault der linke Hinterreifen herausgerissen wurde.
Foto: Christian Licha

An der Unfallstelle waren laut Mitteilung von Michael Will drei BRK-Rettungswagen aus Eltmann, Hofheim und Coburg, ein Krankentransportwagen, eine Notärztin sowie der Intensivtransporthubschrauber aus Nürnberg von der Deutschen Rettungsflugwacht im Einsatz. Zwei ehrenamtliche Helfer der BRK-Bereitschaft Ebern, die kurz zuvor mit einem Krankentransportwagen bei der Sanitätsabsicherung der „Winterszeit“ in Eyrichshof im Einsatz waren, unterstützen bei der Erstversorgung der Verletzten.

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