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Landesliga-Relegation
Danny Schlereth : Abschied aus Dampfach mit Klassenerhalt
Die DJK Dampfach bleibt der Landesliga erhalten
Die Freude muss raus, nachdem eine weitere Landesliga-Saison gebucht war. Unser Bild zeigt DJK-Keeper Noah Mack bei der "Humba". // PresseFoto Evans / Ryan Evans)
Dampfach – Der DJK-Kapitän führt sein Team mit zwei Treffern zum 3:0-Erfolg über den SV Kürnach - inklusive Traumtor. Warum Trainer Oliver Kröner stolz auf seine Mannschaft ist.

Spiel um einen Platz in der Landesliga Nordwest

DJK Dampfach – SV Kürnach 3:0 (1:0)

Der Kapitän geht von Bord, aber ein sinkendes Schiff hinterlässt Danny Schlereth nicht vor seinem Wechsel als Spielertrainer zum TV Königsberg. Nicht nur aufgrund seiner zwei Treffer war der 32-Jährige der Unterschiedsspieler beim 3:0-Sieg über den SV Kürnach. Schon beim 2:2 im Hinspiel hatte der Mittelfeldmotor den 1:2-Anschlusstreffer erzielt.

Mit dem sehr pünktlichen Schlusspfiff von Schiedsrichter Manuel Steigerwald stand Schlereth die Emotionalität ins Gesicht geschrieben. „In mir drin ist gerade eine ziemliche Leere. Es ist schwer, dass alles zu fassen. Hut ab aber auch vor den Kürnachern, das war in beiden Spielen ein geiler Fight, in dem sich die Erfahrung und spielerische Klasse durchgesetzt haben“, sagte Schlereth kurz nach dem vierten Relegationsspiel, mit dem der Klassenerhalt in der Landesliga Nordwest endgültig gesichert war. Zuvor hatten sich die Dampfacher gegen den 1. FC Sand vor großen Kulissen in zwei engen Spielen durchgesetzt (2:2, 1:0).

Die DJK Dampfach bleibt der Landesliga erhalten
Emotionale Worte von Dampfachs Trainer Oliver Kröner an seinen Kapitän Danny Schlereth (links) und Lois Jilke. // PresseFoto Evans / Ryan Evans)

„Ich bin wahnsinnig stolz auf die Mannschaft, aber auch auf den Verein, wie alle mit der Situation umgegangen sind. Das war eine der schwierigsten Situationen, die ich im Fußball jemals gehabt habe“, sagte DJK-Trainer Oliver Kröner und erinnerte an die Landesliga-Saison, „in der wir zur Winterpause abgeschlagen waren und zwischendurch 17 Spiele in Folge nicht gewonnen hatten.

Vor offiziell 862 Zuschauern im Sali-Stadion übernahm die Heimelf vom Anpfiff weg das Kommando, auch wenn den ersten Schuss der Vizemeister der Bezirksliga West abgab, als DJK-Keeper Noah Mack sicher zugriff. Bei schwüler Witterung gingen die Dampfacher in Führung, als Danny Schlereth nach einem geblockten Schuss von Adrian Hatcher aus der Drehung traf. „Nach 20 Minuten hätte der Deckel drauf sein müssen“, sagte später der Torschütze angesichts der folgenden guten Gelegenheiten für Lois Jilke und Paul Först, ehe eine Trinkpause den Elan der DJKler unterbrach.

Oliver Kröner: Nach dem 1:0 waren wir zu pomadig

Danach verpassten Schlereth und Andreas Kundmüller das wichtige 2:0, ehe die Kürnacher vor der Pause ganz nah am Ausgleichstreffer waren, als Louis Probst nach einem Leichtsinnsfehler von Luca Zeiß zum Schuss, aber nicht an Noah Mack vorbeikam – und sich bei dieser Aktion zu allem Überfluss verletzte. „Nach dem 1:0 waren wir etwas zu pomadig, wenn da der Ausgleich fällt, weiß man nicht wie das Spiel ausgeht“, wusste Kröner, der sich fürs Gegner-Studium Videosequenzen besorgt und über andere Kanäle über Stärken und Schwächen der Kürnacher informiert hatte.

Aufs Feld beordert wurde bei den Gästen nach dem Seitenwechsel der nach einer Leisten-OP noch angeschlagene Peter Sachse, der mit 17 Toren in der abgelaufenen Saison Kürnachs bester Schütze war. „Wir waren spielerisch klar unterlegen, haben aber noch einmal alles rausgehauen. Natürlich sind wir jetzt enttäuscht, aber in zwei, drei Tagen wird der Stolz bei meiner jungen Truppe überwiegen“, sagte später SV-Coach Christian Hofrichter, dessen Elf als Aufsteiger überraschend die Aufstiegs-Relegation erreicht hatte.

Die DJK Dampfach bleibt der Landesliga erhalten
Die Entscheidung: In dieser Szene trifft Dampfachs Kapitän Danny Schlereth (nicht il Bild) mit einem direkt verwandelten Eckball zum 2:0 im Spiel gegen den SV Kürnach. // PresseFoto Evans / Ryan Evans)

„Die Landesliga wäre schon ein Brett geworden. Vielleicht ist es besser, in der Bezirksliga den nächsten Schritt zu machen. Und dafür haben alle Spieler schon in der Winterpause zugesagt“, so Hofrichter, dessen Mannschaft von den vielen mitgereisten Fans im Celtic-Glasgow-Style schon während des Spiels mit Sprechchören gefeiert wurde.

Entschieden war das Match nach einer Stunde, als Danny Schlereth einen Eckball kunstvoll direkt verwandelte. „Dass der Ball auf den zweiten Pfosten kommt, war geplant. Dass er so reinfällt, hat zu dem ganzen Drumherum gepasst“, freute sich der Routinier. Diverse Verletzungsunterbrechungen prägten die zweite Halbzeit, in der die Dampfacher durch Andre Lörzer einen Hochkaräter vergaben, ehe der eingewechselte Mustafa Albascha aus 25 Metern zum Endstand traf.

„Auf der Ebene der Emotionalität war es eine gute Saison, weil wir immer an uns geglaubt haben. Aber das Quäntchen Glück war in der Punkterunde immer etwas weg. Wir haben es verdient, in der Liga zu bleiben, weil wir die Ruhe bewahrt haben“, bilanzierte Oliver Kröner, der neben seinem Kapitän vier weitere Spieler verliert. „Aber fünf Neuzugänge haben wir bereits. Und an dem ein oder anderen sind wir dran. Jetzt heißt es aber erst einmal ein bisschen zu genießen, bevor es in drei Wochen mit der Vorbereitung weitergeht.“

Die Statistik zum Spiel

Tore: 1:0, 2:0 Danny Schlereth (12., 60.), 3:0 Mustafa Albascha (90.)

Zuschauer: 862

Schiedsrichter: Manuel Steigerwald (TSV Karlburg)

Dampfach: Mack – Persch (82. Riedlmeier), Gonnert, Zeiß, Tully – Moser, Först (38. Kundmüller), Schlereth, Lörzer (63. Albascha) - Jilke, Hatcher

Kürnach: Barthel - Ramold, Bedner (88. Klebes), Schlicker, Winkler, Hock, Galm, Galaba (67. Ruppert), Frey (85. Franz), Göbel (67. Schmidt), Probst (46. Sachse)

Die DJK Dampfach bleibt der Landesliga erhalten
DJK-Kapitän Danny Schlereth (rechts) verlässt die DJK Dampfach und wird Spielertrainer beim TV Königsberg. // PresseFoto Evans / Ryan Evans)
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