Der Abschlussjahrgang 2025 am Regiomontanus-Gymnasium Haßfurt steht exemplarisch für den Wandel im Schulsystem. Die meisten Schülerinnen und Schüler entschieden sich bewusst für den Weg über die Einführungsklasse ans Gymnasium. Einige wenige schafften aber den Weg zum Abitur durch ein Überspringen einer Jahrgangsstufe aus dem neuen G 9. Am Freitag war es nun endlich für alle soweit: Im Haßfurter Schulzentrum konnten alle 25 jungen Damen und Herren ihr Abiturzeugnis im feierlichen Rahmen in den Händen halten.
Den Umständen des G 8/G 9-Wechsels geschuldet, waren das heuer deutlich weniger Abiturienten als die sonst üblichen weit über 100 Absolventen in Haßfurt. Das Abitur erfolgreich abgelegt haben Hanna Bedenk (Zeil), Michelle Brändlein (Wonfurt), Manuel Ciocotisan (Haßfurt), Leonard Gehrig (Zeil), Jonas Hauck (Hainert), Sarah Hetterich (Zeil), Celine Hofmann (Knetzgau), Jule Hömer (Oberschleichach), Fynn-Santeri Kagerer (Haßfurt), Theresa Müller (Breitbrunn), Sophia Oppelt (Kimmelsbach), Nalin Özdemir (Zeil), Emil Pechtold (Ostheim), Moritz Reinwand (Ebelsbach), Heinrich Ritter (Sylbach), Masa Safeklo (Knetzgau), Rabea Sauerteig (Altenstein), Zoe Sachs (Sulzbach), Loni Schneider (Haßfurt), Maja Schneider (Römershofen), Rosa Schneider (Sand), Emilio Schubert (Neuschleichach), Benedikt Stahl (Ebern), Lars Ullrich (Sand) und Amelie Werner (Hofheim).
Einige Abiturientinnen und Abiturienten wurden für ihre herausragenden Leistungen ausgezeichnet. Die Preise des Elternbeirats sowie die Theodora-Hirt-Preise für die besten Gesamtleistungen gingen an Michelle Brändlein (Note 1,0), Moritz Reinwand (1,0), Sarah Hetterich (1,1), Amelie Werner (1,2) und Hanna Bedenk (1,3). Für exzellente Leistungen in den schriftlichen Prüfungen wurden Michelle Brändlein (Deutsch), Moritz Reinwand (moderne Fremdsprachen) und Sarah Hetterich (naturwissenschaftlicher Bereich) mit Preisen des Herrenhofbunds geehrt.
Sonderpreis für besondere Verdienste
Heinrich Ritter erhielt einen Sonderpreis für seine besonderen Verdienste als Landesschülersprecher. Mit den Regiomontanus-Preisen sowie Auszeichnungen der Sparkasse Schweinfurt-Haßberge für ihre Leistungen in Mathematik wurden Michelle Brändlein, Moritz Reinwand und Hanna Bedenk gewürdigt. Darüber hinaus erhielt Moritz Reinwand das Mint-EC-Zertifikat für besondere Leistungen im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich.
Schulleiterin Maria Eirich stellte das Thema „Freiheit“ in den Mittelpunkt und würdigte den Abiturjahrgang 2025 als besonders engagiert und gemeinschaftlich.
Sie verabschiedete sich gemeinsam mit dem Jahrgang vom Regiomontanus-Gymnasium und überreichte als Erinnerung einen QR-Code mit dem vertrauten Schulgong – ein Symbol für Orientierung und Zusammenhalt.
Jubiläumsjahr
Landrat Wilhelm Schneider hob noch eine weitere Besonderheit dieses Jahrgangs hervor: „Sie dürfen stolz sein, im Jahr des 100-jährigen Bestehens des Regiomontanus-Gymnasiums Ihr Abitur als kleinster Jahrgang aller Zeiten feiern zu dürfen.“ Am 26. Juli begeht das Gymnasium seinen runden Geburtstag mit einem Festakt.
Grußworte sprach auch Elternbeiratsvorsitzender Stephan Schneider. Im Namen aller Mitschüler verabschiedeten sich Celine Hofmann, Heinrich Ritter und Sarah Hetterich und dankten allen Lehrerinnen und Lehrern, insbesondere der Oberstufenkoordinatorin der Q12, Judith Rademacher. „Wir waren nicht nur eine Schulgemeinschaft sondern eine Familie auf Zeit“, so die drei Absolventen.
Wie geht es jetzt beruflich für die Gymnastinnen und Gymnasten weiter? Stellvertretend für alle erklärten vier Abiturientinnen und Abiturienten ihre weitere Zukunft im Gespräch mit dem FT. Die 17-jährige Sarah Hetterich findet das deutsche Rechtssystem interessant und wird in Würzburg Jura studieren.
Blick in die Zukunft
Einen anderen Weg geht Heinrich Ritter aus Sylbach. Der 20-Jährige hatte vor zwei Jahren zusammen mit Partnern eine Marketingagentur gegründet und möchte im kommenden Jahr den Focus erst einmal auf seine Firma legen. Danach hat er vor, Betriebswirtschaftslehre in Bamberg zu studieren. Außerdem möchte sich Heinrich Ritter kommunalpolitisch engagieren.
Nicht ganz loslassen von der Schule kann Amelie Werner. Die Hofheimerin möchte in Bamberg Lehramt studieren .
Einer der Überflieger seines Jahrgangs ist Moritz Reinwand. Biologie, Chemie, Physik und Mathematik waren schon immer seine Lieblingsfächer. Studieren möchte der 18-Jährige am liebsten Mathematik in München, wenn es denn mit dem Stipendium klappt.
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