Überschwemmungen
Hochwasser zwingt zum Handeln
Das Thema Hochwasserschutz wurde im Gädheimer Gemeinderat behandelt. Unter anderem wurde im Juni die ehemalige B 26 überschwemmt (Foto), wobei Schlamm und Steine von den Feldern auf die Straße gespült wurden.
Das Thema Hochwasserschutz wurde im Gädheimer Gemeinderat behandelt. Unter anderem wurde im Juni die ehemalige B 26 überschwemmt (Foto), wobei Schlamm und Steine von den Feldern auf die Straße gespült wurden.
Foto: Christian Licha
Gädheim – Gädheim schaut sich jede Schwachstelle an und plant Abhilfe bei Starkregen.

Auf der Suche nach einer ganzheitlichen Lösung für das Gemeindegebiet war der Hochwasserschutz ein Thema in der jüngsten Gemeinderatssitzung. „Wir sind relativ glimpflich davongekommen, aber es besteht an verschiedenen Stellen Handlungsbedarf“, sagte Bürgermeister Peter Kraus. Mit der Initiave „bodenständig“ und einem Fachbüro will die Gemeinde Gädheim eine Bestandsaufnahme machen und Handlungsvorschläge von Experten erarbeiten lassen. Einzelmaßnahmen können durch das Amt für ländliche Entwicklung mit bis zu 60 000 Euro gefördert werden. Die Unterstützung von „bodenständig“ nutzt derzeit zum Beispiel auch schon die Gemeinde Theres.

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Hochwassergefährdete Stellen

Der Mühlgraben, welcher als Bach durch das Dorf läuft, sowie die Oberkante des Baugebiets „Eichelberg II“ sind in Gädheim hochwassergefährdete Stellen. Außerdem stellt das Wasser aus der Flur oberhalb der vier neuen Bauplätze neben der Grundschule ein Problem dar. Dieses hat man aber im Griff und entwickelt derzeit mit Landwirten und Anwohner eine Lösung in Form eines Quergrabens, so Kraus.

Auch die ehemalige B 26 war im Juni im Bereich des ehemaligen Bahnhofes überschwemmt. Das Wasser kam aus dem Ufergraben, wobei der Einlauf in die Verrohrung unter der Straße frei war. „Es war einfach zu viel Wasser auf einmal“, sagte der Bürgermeister. Ein Antrag für einen Wall und Graben oberhalb der Erweiterung des Baugebiets „Frauengraben II“ in Ottendorf liegt bereits beim Landratsamt und dem Wasserwirtschaftsamt Schweinfurt, erklärte Kraus. Dabei soll das Wasser von den Feldern gezielt in den Frauengraben abgeleitet werden.

In Greßhausen sorgt eine unterdimensionierte Verrohrung dafür, dass es im Bereich des Waldsachsener Wegs immer wieder zu Überschwemmungen kommt. Auch oberhalb des Griesweges werden bei stärkerem Regen Schotter und Steine auf die Straße gespült. Im Bereich „Steinstraße“ und „Am Eichhügel“ wurden insgesamt vier Solarleuchten durch den Bauhof aufgestellt, informierte Bürgermeister Peter Kraus im weiteren Verlauf der Sitzung. Diese können jetzt ein Jahr lang getestet werden, bevor sie zu bezahlen sind.

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Aus aktueller Sicht ist das eine sinnvolle Alternative für Standorte, an denen nur mit sehr hohem Aufwand eine Verkabelung erfolgen kann. Nachdem immer wieder die Anfragen von privaten Bauherren bezüglich der Entsorgung von Bodenaushub kommen, verwies der Bürgermeister auf die „Erdaushub-Börse“ des Abfallwirtschaftsbetriebes online: www.awhas.de.