Energiewende
Rückenwind für Windkraft im Landkreis
Dieser Windpark steht an der Landkreisgrenze bei Greßhausen.
Dieser Windpark steht an der Landkreisgrenze bei Greßhausen.
Foto: Max Flegel
F-Signet von Günther Geiling Fränkischer Tag
Haßfurt – Alles auf Null: Um den Ausbau der Windkraft voranzutreiben, soll Bayern mehr Flächen ausweisen. Auch im Landkreis Haßberge beginnt jetzt die Suche nach Standorten.

Bisher war die Errichtung von Windenergieanlagen in Landschaftsschutzgebieten aus naturschutzrechtlicher Sicht kaum umsetzbar. Auch der Landkreis Haßberge befasste sich vor kurzem noch mit einem Zonierungskonzept für den Naturpark Haßberge.

Nach der neuen Rechtslage stehen Landschaftsschutzgebiete der Errichtung einer Windenergieanlage nicht mehr entgegen, wenn sich der Standort in einem festgelegten Windenergiegebiet befindet.

80 Prozent erneuerbar

Über die Auswirkungen dieser aktuellen Rechtsänderungen informierte Matthias Hohmann, Abteilungsleiter für Bau und Umwelt am Landratsamt, die Mitglieder des Umwelt- und Werkausschusses. Damit gebe es weitere Gebieten, auf denen neue Windanlagen gebaut werden könnten.

Hintergrund der neuen Regelungen sei die Vorgabe, dass zwei Prozent der Landesfläche für Windkraftanlagen bereitstehen und der Strombedarf zu 80 Prozent aus erneuerbaren Energien gedeckt werden sollt.

Dies schaffe man nicht allein durch Biomasse, Wasserkraft und Solarerzeugung, sondern die Windenergienutzung soll um den Faktor 3 gesteigert werden. Dies sei möglich, weil neue Windräder mehr Strom liefern. „Das neue Windrad am Bretzenstein schafft doppelt so viel, wie die zwei alten Windräder geleistet haben“. 

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