Nachhaltigkeit
Stolz auf besondere Auszeichnung
Das Logo der Auszeichnung ziert eine neu kreierte Seife der Kirchengemeinde. Am Sonntag wird die Seife erstmals verteilt.
Das Logo der Auszeichnung ziert eine neu kreierte Seife der Kirchengemeinde. Am Sonntag wird die Seife erstmals verteilt.
Wolfgang Aull
ConnyWinterstein-Bötsch bekleidet das Amt der Umweltbeauftragten seit nunmehr 28 Jahren.
ConnyWinterstein-Bötsch bekleidet das Amt der Umweltbeauftragten seit nunmehr 28 Jahren.
Wolfgang Aull
In den Weltläden wird der faire Handel gepflegt. Die Kirchengemeinde Westheim pflegt unter Conny Winterstein-Bötsch die Kooperation seit Jahren.
In den Weltläden wird der faire Handel gepflegt. Die Kirchengemeinde Westheim pflegt unter Conny Winterstein-Bötsch die Kooperation seit Jahren.
Wolfgang Aull
Pfarrerin Sarah Schimmel freut sich, dass die evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde (KG) Gleisenau am  Adventssonntag,  27. November, um 10 Uhr  die Auszeichnung „Fair und nachhaltig“ überreicht bekommt.
Pfarrerin Sarah Schimmel freut sich, dass die evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde (KG) Gleisenau am Adventssonntag, 27. November, um 10 Uhr die Auszeichnung „Fair und nachhaltig“ überreicht bekommt.
Wolfgang Aull
F-Signet von Wolfgang Aull Fränkischer Tag
Knetzgau – Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Gleisenau erhält den Preis „Fair und nachhaltig“ als erste Gemeinde in Unterfranken.

Der Gottesdienst der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Gleisenau am ersten Adventssonntag um 10 Uhr steht unter einem guten Stern: Die Gemeinde erhält die Auszeichnung „Fair und nachhaltig“. Diese kann bayerischen evangelischen Kirchengemeinden verliehen werden, wenn sie sich im fairen Handel, in weltweiten Beziehungen und in der Umweltverantwortung engagieren. Conny Winterstein-Bötsch, Umweltbeauftragte der Kirchengemeinde, wird den Preis aus der Hand des Projektleiters Minh Phan entgegennehmen.

Ins Leben gerufen haben diese Auszeichnung Ende 2021 „Brot für die Welt“, „Mission EineWelt“ und die Umwelt- und Klimaarbeit in der Evangelischen Landeskirche in Bayern. Gleisenau sei die vierte Kirchengemeinde in Bayern, die dieses Zertifikat erhält, doch die Nachfrage sei riesig.

Ökostrom ist es nicht alleine

Phan erklärte im Gespräch mit der Redaktion, was ihn bewegt hatte, die Anerkennung zu befürworten: knapp 30 Jahre kontinuierliche Umweltarbeit − die Kirchengemeinde beziehe Ökostrom, das Gemeindehaus würde mit Pellets beheizt. Gemeindehaus und Kindergarten seien sehr gut gedämmt worden, der Garten erhielt bienenfreundliche Blühwiesen. Sie hätten beeindruckende Bildungsleistungen in Kooperationen mit dem Eine-Welt-Laden in Eltmann und dem Umweltbildungszentrum in Oberaurach gezeigt.

Kontinuierlich werde dieser Weg, laut Selbstverpflichtung der Gemeinde, fortgesetzt: Auf der Agenda für die kommenden zwei Jahre stünden die Umstellung auf 100 Prozent Recyclingpapier und regelmäßige Umwelttipps im Gemeindebrief.

Pfarrerin Sarah Schimmel kam vor drei Jahren nach Gleisenau. Sie sei beeindruckt gewesen, berichtet sie, wie weltorientiert und umweltbewusst der Kirchenvorstand eingestellt gewesen sei. Sie empfände es als eine Herzensangelegenheit, diesen Schatz zu hüten, gerne auch an der Weiterentwicklung teilzuhaben.

Dem Gottesdienst, kündigte sie an, folge ein Sektempfang, das Ereignis müsse gebührend gefeiert werden. Und dass der Projektleiter Minh Phan persönlich aus Nürnberg angereist käme, um den Preis zu überreichen, zeige, welch überregionalen Stellenwert er den Aktivitäten der Gemeinde zurechne.

Phan stellt klar, dass für ihn der Besuch in Gleisenau eine Ehrensache sei. Dass sich Kirchengemeinden intensiv mit Umweltthemen auseinandersetzten, sei keine Selbstverständlichkeit.

Winterstein-Bötsch begleitet das Amt der Umweltbeauftragten seit nunmehr 28 Jahren. Sie sei sehr stolz darauf, dass die Gemeinde die Zertifizierung geschafft habe, als erste Gemeinde in Unterfranken, im Kirchenkreis Bayreuth sowie im Dekanat Bamberg. Eigens hierfür habe sie, in Kooperation mit der Seifenmanufaktur Villa Schaumberg, eine Seife kreiert: mit dem neu erworbenen Logo sowohl auf der Banderole als auch − stilisiert − auf dem Seifenstück. Ab Sonntag könne man sie gegen eine Spende erwerben. „Eine super Idee“, zeigte sich Phan begeistert.

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