Anlieger betroffen
Treibgut bereitet in der Weisach Probleme
Angeschwemmt am Rechen der Hauckenmühle bei Junkersdorf nach Mäharbeiten im Oberlauf der Weisach. Das kommt aus dem Bereich der Gemeinde Maroldsweisach regelmäßig bei Hochwasser an.
Angeschwemmt am Rechen der Hauckenmühle bei Junkersdorf nach Mäharbeiten im Oberlauf der Weisach. Das kommt aus dem Bereich der Gemeinde Maroldsweisach regelmäßig bei Hochwasser an.
Klaus Dünisch
F-Signet von Helmut Will Fränkischer Tag
Maroldsweisach – Teure Kanalbauarbeiten, ein zu großes Schutzgebiet und zu fleißige Biber: Viel zu besprechen beim Zweckverband Mittlerer Weisachgrund.

Die Quelle im Ortsteil Junkersdorf war ein Thema bei der Sitzung des Abwasserzweckverbands Mittlerer Weisachgrund am Dienstagabend im Rathaus in Maroldsweisach. Darüber war schon in zwei vorausgegangenen Versammlungen gesprochen worden. Geplant ist, dass Wasserschutzgebiet in Richtung Altenstein zu erweitern, wobei auch der Altort mit in die Schutzzone fallen soll. „Unser Ziel ist es, die Quelle Junkersdorf zu erhalten“, machten Bürgermeister Wolfram Thein aus Maroldsweisach und Bürgermeister Markus Oppelt aus Pfarrweisach deutlich. Eventuell habe des dem Gutachter, der die Erweiterung des Wasserschutzgebietes vorstellte, an Hindergrundwissen gefehlt, mutmaßte Markus Oppelt.

Auswirkungen des Schutzgebiets auf den Altort Altenstein befürchtet

Er sprach sich für die „politische Schiene“ aus, um das Wasserschutzgebiet entsprechend einzuschränken. In einer Stellungnahme zu diesem Thema, welche von den Gemeinden Maroldsweisach und Pfarrweisach dazu abzugeben sind, wolle man die vorgeschlagene Schutzzone ablehnen. Die Auswirkungen auf den Ort Altenstein müssten auf ein Minimum reduziert werden. Deshalb wurde beschlossen, dass der Vorsitzende, Bürgermeister Wolfram Thein, eine entsprechende Stellungnahme für den Abwasserzweckverband abgibt.

Biber soll mit schuld sein, dass sich Treibgut in der Weisach sammelt

Ein Thema war auch das Treibgut, welches in der Weisach an der Hauckenmühle und an Brücken in Junkersdorf ankommt und sich dort staut. Einen nicht geringen Anteil daran habe der Biber, wie Bürgermeister Markus Oppelt sagte, aber auch Holzablagerungen von privat würden bei Hochwasser mitgerissen und abgetrieben.

Dieses Holz und die Sträucher wurden über den ehemaligen „Triebwerkskanal“, einen Seitenarm der Weisach, an der Hauckenmühle angeschwemmt. Das Foto wurde am 20. Januar 2022 aufgenommen.
Dieses Holz und die Sträucher wurden über den ehemaligen „Triebwerkskanal“, einen Seitenarm der Weisach, an der Hauckenmühle angeschwemmt. Das Foto wurde am 20. Januar 2022 aufgenommen.
Klaus Dünisch

Erst kürzlich hätten Bauhofmitarbeiter Treibgut entfernen müssen, um einen Stau und einer Überflutung vorzubeugen. Die Unteranlieger und die Landwirtschaft hätten hierdurch Probleme auf ihren Grundstücken, sagte Klaus Dünisch, Eigentümer der Hauckenmühle bei Junkersdorf.

Der Abwasserzweckverband Mittlerer Weisachgrund, zu dem Maroldsweisach und Pfarrweisach gehören, hat einen Gesamthaushalt von 147.800 Euro. Die wesentlichen Einnahmen für 2022 ergeben sich aus der Benutzungsgebühr im Verwaltungshaushalt mit 63.000 Euro und den Anschlussbeiträgen im Vermögenshaushalt mit 10.000 Euro, wie Kämmerin Doreen Pfadenhauer mitteilte.

Erhöhung der Kanalgebühren oder Einführung einer Grundgebühr unvermeidlich

Nach den Worten der Kämmerin sei eine Erhöhung der Kanalgebühren oder die Einführung einer Grundgebühr unvermeidlich, da in den nächsten Jahren die Betriebs- und Unterhaltskosten der Grundstücke und baulichen Anlagen ansteigen würden.

Des Weiteren soll in Altenstein das Baugebiet „Am Erlach“ fertig gestellt werden, wofür Ausgaben von 30.000 Euro veranschlagt sind. Zur Finanzierung der Maßnahmen sei eine Kreditaufnahme von 30.000 Euro notwendig, sagte Pfadenhauer.

Finanzlage des Abwasserzweckverbandes Mittlere Weisach ist geordnet

Zum 1. Januar 2022 betrugen die verfügbaren Finanzmittel 31.168 Euro. Die Kassen- und Finanzlage könne trotz allem als geordnet bezeichnet werden. Im Verwaltungshaushalt beträgt die Summe der Einnahmen 66.800 Euro. Die intensivsten Ausgaben im Verwaltungshaushalt kommen mit 21.000 Euro für Arbeitslöhne, mit 18.500 Euro für Betriebskosten wie Strom und Untersuchungen und mit 13.200 Euro für Abwasserabgabe zustande.

Im Vermögenshaushalt schlagen bei den Ausgaben Kosten für das Baugebiet „Am Erlach“ in Altenstein mit 30.000 Euro und der Erwerb von Gegenständen mit 6.900 Euro zu Buche.

Auch um die Entsorgung des Klärschlamms ging es wieder

Weiter befasste sich das Gremium mit der Gründung des Zweckverbandes Klärschlammtrocknung Haßberge. Der Verbandsvorsitzende erläuterte einige Details hierzu. So koste die Tonne Klärschlamm 94 Euro, hinzu komme noch der Transport. Abgerechnet würde nur die tatsächlich angelieferte Menge. Zustimmung wurden zu einigen redaktionellen Änderungen der Satzung gegeben.

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