Katastrophenschutz
Wasserversorgung braucht Notstromaggregat
Der Wasserzweckverband Zeil-Ebelsbach ist dafür zuständig, dass das Wasser fließt und die Pumpen einsatzfähig sind. Hier ein Blick in das Wasserhaus in Ebelsbach.
Der Wasserzweckverband Zeil-Ebelsbach ist dafür zuständig, dass das Wasser fließt und die Pumpen einsatzfähig sind. Hier ein Blick in das Wasserhaus in Ebelsbach.
Günther Geiling
F-Signet von Günther Geiling Fränkischer Tag
Ebelsbach – Für den Fall eines Blackouts mit Stromausfall entwirft Ebelsbach einen Katastrophenschutz-Plan.

Stromausfälle und folgebedingte Störungen bei der Telekommunikation oder bei Infrastruktureinrichtungen wie der Trinkwasserversorgung beschäftigten den Gemeinderat von Ebelsbach bei seiner Sitzung. Einigkeit bestand darin, dass man für den Notfall im Feuerwehrgerätehaus einen sogenannten „Katastrophenschutz-Leuchtturm“ einrichten will.

Bürgermeister Martin Horn (SPD) stellte aber auch die Frage, ob manchmal nicht zu viel Panik mit Stromausfällen gemacht werde. Alle Energieversorger, die Lieferanten seien, gingen nicht von großflächigen Stromausfällen aus und für einen sogenannten Blackout bestehe keine Gefahr.

Überlastung gibt es schon

Anders sei es vielleicht mit einem „Brownout“, der durch eine Überlastung eines Netzes zum Beispiel in einem Gebiet zwischen Bamberg und Eltmann auftreten könnte. Da rechne man aber auch damit, dass dieser Stromausfall höchstens vier bis fünf Stunden andauere und bei einem großflächigen Ausfall die sukzessive Zuschaltung einen etwas längeren Zeitraum in Anspruch nehme.

„Am Feuerwehrhaus Ebelsbach haben wir schon einen Not-Einspeisepunkt, und deswegen soll dieses Haus unser Leuchtturm sein. Dorthin können dann Bürger kommen, um sich dort aufzuwärmen oder bei Bedarf auch eine warme Suppe zu sich zu nehmen.“

Einen besonderen Problempunkt habe man eigentlich nur in der Wasserversorgung von der „Herrensteige“ hinauf auf den Schönberg, während die übrige Versorgung der Gemeindeteile durch den Wasserzweckverband Zeil-Ebelsbach vom Hochbehälter Ziegelanger aus erfolge und man mit einem Fassungsvermögen von 2500 Kubikmeter Wasservorräte für zwei bis drei Tage vorhalten könne. Der Wasserzweckverband sei deswegen auch mit dieser Frage befasst.

„Wir bräuchten damit also nur für das Pumpwerk Herrensteige Notstrom, wenn der Hochbehälter nach zwei bis drei Tagen aufgebraucht ist.“ Ein solches Aggregat komme auf rund 25.000 Euro, wobei aber vor Mitte des nächsten Jahres kein Gerät zu bekommen sei.

Helmut Schöpplein (CSU) stellte die Frage, ob man hier nicht mit den übrigen VG-Gemeinden eine Lösung angehen könne. Auf der anderen Seite gehe es anscheinend ja nur um diesen Winter. In diesem Zusammenhang wurde auch die Frage aufgeworfen, ob man sich ein solches Gerät nicht von einem benachbarten Unternehmen ausleihen könne. Schließlich sprach man sich für eine Vertagung des Tagesordnungspunktes aus mit der Einholung von Angeboten und Prüfung anderer Lösungsmöglichkeiten.

Einem Antrag auf Ersatzbeschaffung neuer Schutzhelme lag ein Schreiben der Freiwilligen Feuerwehr Ebelsbach vor. Kommandant Christian Glückert erinnerte dabei daran, dass die Nutzungsdauer der vorhandenen Helme aus Kunststoff teilweise ablaufe und diese Ersatzbeschaffung bereits im Haushalt 2022 eingeplant war. Die Schutzhelme der Feuerwehr gehörten zur PSA (Persönlichen Schutzausrüstung) eines aktiven Feuerwehrdienstleistenden. Aufgrund der Preiserhöhungen für das Jahr 2023 sei jetzt noch eine Bestellung zu Sonderkonditionen möglich.

Glückert zeigte die Vorteile der neuen Helme auf, bei denen das Visier und auch eine Lampe integriert seien sowie auch ein Augenschutz für Flexarbeiten vorhanden wäre. Die Feuerwehr benötige 50 Helme. Der Gemeinderat entschloss sich für den Kauf der Helme und beauftragte die Verwaltung 20.000 Euro in den Haushalt 2023 einzustellen.

Die Einführung der Bürger-App „Heimat-Info“ stand dann auf der Tagesordnung. Bürgermeister Martin Horn informierte, dass die Gemeinde Breitbrunn diese Bürger-App bereits im Einsatz hat und auch die Gemeinde Kirchlauter den Kauf beschlossen habe. Die App sei eine gute Sache für die Verwaltung und die Vereine und biete weitere Nutzungsmöglichkeiten. Das Ratsgremium stimmte bei drei Gegenstimmen dem Ankauf der Bürger-App zu einem Angebotspreis von 1.983 Euro zu.

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