Projekt
Aus der Wiese wird in Zeil ein Baugebiet
Diese Wiese am Ortsausgang Richtung Krum in der Nähe des Hainfriedhofs gehört der Stadt Zeil und wird als neues Baugebiet „Setzbach“ mit zehn Grundstücken ausgewiesen.
Diese Wiese am Ortsausgang Richtung Krum in der Nähe des Hainfriedhofs gehört der Stadt Zeil und wird als neues Baugebiet „Setzbach“ mit zehn Grundstücken ausgewiesen.
Foto: Christian Licha
F-Signet von Christian Licha Fränkischer Tag
Zeil am Main – Nach dem Willen des Stadtrates sollen im „Setzbach“ zehn Grundstücke für Wohnhäuser entstehen. In der vergangenen Sitzung wurden Einzelheiten bekannt.

„Wenn alles weiterhin planmäßig läuft, kann im kommenden Jahr schon gebaut werden“, sagte Bürgermeister Thomas Stadelmann am Montag in der Stadtratssitzung, die als wichtigsten Punkt die Ausweisung des neuen Baugebietes „Setzbach“ auf der Tagesordnung hatte. Bereits im September 2021 hat der Stadtrat den Aufstellungsbeschluss zur Erstellung eines Bebauungsplanes für dieses Baugebiet mit einer Teilfläche aus der Flur-Nummer 1549 gefasst. Diese Fläche ist seit den 1960er Jahren im Eigentum der Stadt Zeil. Bei den Vorbereitungen für den Planentwurf musste zunächst die Bodendenkmalpflege beteiligt werden, erläuterte Geschäftsleiter Thomas Fensel, denn auf einer Teilfläche im derzeitigen Flächennutzungsplan sei ein Bodendenkmal markiert.

Nach der Anzeige beim Landesamt für Denkmalpflege sei das Erdreich am Baufeld untersucht worden. Die zum Vorschein gekommenen Fundstücke hätten weitere Grabungen erforderlich gemacht. „Jetzt sind wir safe“, sagte Fensel, die Fundstücke seien gesichert und die Planung könne ohne große weitere Einschränkungen fortgesetzt werden. „Auch für die zukünftigen Bauherren gibt es diesbezüglich keinerlei Nachteile“, sagte der Leiter der Hauptverwaltung der Stadt Zeil.

Zufahrt sollte kein Problem sein, auch wenn die Anbindung an die Staatsstraße erst mal nicht möglich ist

Das neue Baugebiet liegt kurz nach dem offiziellen Ortsausgang Richtung Krum an der Staatsstraße, zwischen Hainfriedhof und der bestehenden Wohnbebauung. Eine Ausfahrt auf die Staatsstraße kann allerdings derzeit nicht so ohne weiteres in Aussicht gestellt werden. „Wenn, dann nur mit einer unverhältnismäßig teuren Abbiegespur, die das Staatliche Bauamt vorschreibt“, erklärte Bürgermeister Thomas Stadelmann. Bei Vorgesprächen habe sich gezeigt, dass der Verkehr der zehn geplanten neuen Wohnhäuser über die bestehende Erschließungsstraße, den Kreuzschlepperweg, zu bewältigen sei. Der Verkehr zum Hainfriedhof habe nämlich in den letzten Jahren durch die vielen weggefallenen Gräber erheblich abgenommen. „Im Setzbach sind es nur zehn Baugrundstücke“, zeigte sich Stadelmann optimistisch.

Die Möglichkeit eines zweiten Zugangs ins Baugebiet „Setzbach“ will sich die Stadt Zeil nicht verbauen

Gleichwohl wolle man sich eine Option für die Zukunft erhalten. Auch Fußgängern und Fahrradfahrern soll mit einem zweiten Zugang der Weg in das neue Baugebiet erleichtert werden. An der Staatsstraße wird es nach den Planungen einen Fuß- und Radweg zu den neuen Wohnhäusern geben, der von einem trichterförmigen Grünstreifen umgeben sein wird. Platz für eine optionale Zufahrt wäre somit vorhanden. Falls das Ortsschild eines Tages vielleicht in Richtung Krum versetzt würde, würde das Straßenstück am Baugebiet zur Ortsstraße werden. Damit wäre eine Zufahrt für die Autofahrer auch ohne Linksabbiegespur möglich, sagte Stadelmann.

Nachhaltiges Bauen ist gefordert im neuer Zeiler Gebiet: Was Bauherren beachten müssen

Die Planung sieht in Anlehnung an die Baugebiete „Mittelsetz“ und Krum eine Vielzahl an möglichen Dachformen vor. Die zehn Bauplätze, die für Einfamilienhäuser und teilweise auch für Doppelhäuser vorgesehen sind, werden mit einer Straße in der Mitte und einem Wendekreisel erschlossen, mit Anbindung an den Kreuzschlepperweg. Geheizt werden soll mittels Wärmepumpen und auch eine Zisterne je Grundstück ist vorgeschrieben.

Verlangt werden Wärmepumpe, Photovoltaikanlage, Regenzisterne

Außerdem einigte sich der Stadtrat nach einer Diskussion darauf, dass es eine Pflicht für eine Photovoltaikanlage auf dem Hausdach geben wird. „Damit wollen wir ein Zeichen setzen“, sagte Bürgermeister Stadelmann und ergänzte: „Falls jemand triftige Gründe hat, kann er sich von der Photovoltaikanlagen-Pflicht befreien lassen.“

Der Stadtrat billigte den Planentwurf mit einer Gegenstimme. Der Plan wird nun öffentlich ausgelegt, die Träger öffentlicher Belange werden angehört. Wenn nichts dazwischenkommt, kann im Frühjahr mit den Erschließungsarbeiten begonnen werden, sagte Fensel.

Auch in anderen Kommunen des Landkreises Haßberge sind Baugebiete geplant, wie Sie hier lesen können:

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