Am Donnerstag, 24. Oktober, startet vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth der Prozess gegen drei ehemalige leitende Mitarbeiter des Arbeiter-Samariter-Bunds (ASB). Über Jahre hinweg sollen die Angeklagten aus dem Landkreis Erlangen-Höchstadt, Würzburg und Fürth höhere Ausgaben im Rettungsdienst geltend gemacht haben, als tatsächlich angefallen waren.
Rund 4,7 Millionen Euro Schaden sollen der Zentralen Abrechnungsstelle für den Rettungsdienst Bayern GmbH und weiterführend auch den Sozialversicherungsträgern dadurch entstanden sein. Die unrechtmäßig erworbenen Gelder sollen die Angeklagten nicht selbst verwendet, sondern dem ASB für andere Zwecke zugeführt haben.
Angeklagter aus dem Landkreis mutmaßlich jahrelang beteiligt
Auch die private Nutzung eines Firmenwagens sowie die Überweisung von mehr als 60.000 Euro auf ein privates Konto werden einem der Angeklagten zur Last gelegt.
Ein Großteil des Schadens, den die Sozialversicherungsträger erlitten haben, soll vom ASB inzwischen abgegolten worden sein. Laut der Staatsanwaltschaft bleibt lediglich ein Betrag von gut 850.000 Euro aus den Jahren 2017 und 2018 übrig, der noch der Einbeziehung unterliegt.
Das Landgericht erwartet mit dem Verfahren einmal mehr ein Mammutprozess. Insgesamt zwölf Termine hat die 12. Strafkammer in den kommenden Wochen angesetzt, der letzte davon kurz vor Weihnachten.
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