Ein größerer Einsatz hat am Mittwochnachmittag für Aufregung in einer Wohnsiedlung in Zeckern gesorgt. Wie der Nachrichtendienst News 5 berichtet, war der Grund dafür der Fund von zwei Glasampullen mit möglicherweise hochgiftigem Inhalt. Diese befanden sich schon seit rund zwei Monaten im Haus der Familie und wurden durch einen Zufall nun entdeckt.
Der 15-jährige Sohn der Familie sei laut News 5 regelmäßig mit seinem Metalldetektor auf Schatzsuche in einem nahegelegenen Waldstück. Dabei habe er schon diverse Gegenstände aus der NS-Zeit, wie Munition und Granaten gefunden. Ungefährliche Funde bewahre er zu Hause in einer Vitrine auf.
Zeckern: Möglicher Giftfund zieht großen Einsatz nach sich
Am Mittwochnachmittag habe die Mutter des Jungen ein Foto der Vitrine an einen Verwandten versendet. Dieser habe auf dem Bild zwei Ampullen mit weißem Pulver entdeckt. Darauf habe er die Familie sofort aufgefordert, das Haus zu verlassen, da der Inhalt hochgiftig sein könnte.
Das zog einen stundenlangen Feuerwehreinsatz nach sich, der bis in die Nacht dauerte. Da die örtlichen Feuerwehren den Inhalt der Ampullen nicht bestimmen konnten, wurde eine ABC Einheit der US-Army Feuerwehr aus Katterbach angefordert. Diese untersuchte die Ampullen mit verschiedenen Messgeräten, kam aber noch nicht zu einem verlässlichen Ergebnis.
Die Ampullen wurden in ein versiegeltes Behältnis gegeben. Am Donnerstag soll eine weitere Analyse folgen.
Update, 9. Oktober, 11.15 Uhr
Ob der Inhalt der Ampullen inzwischen identifiziert werden konnte und worum es sich handelt, dazu konnte das Polizeipräsidium Mittelfranken am Donnerstagvormittag keine Aussage treffen. Die Polizei sei allerdings auch nicht direkt am Einsatz beteiligt gewesen und verweist an das Umweltamt.
Für die Sicherung und Identifizierung des Materials sei das Amt allerdings nicht zuständig, erklärt Hans Leuchs, Sachgebietsleiter beim Umweltamt in Höchstadt auf Nachfrage. „Das Umweltamt wird allenfalls abschließend als Abfallrechtsbehörde zu Fragen der Entsorgung Stellung nehmen können“, schreibt Leuchs.













